Natürlich sind Religionen Teil des Problems
@misharrrgh
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Du argumentierst mit einem Zirkelschluss, Religion ist ein Problem, weil (einige) Religiöse problematisch sind/sein können. Das ist ebenso falsch, wie gefährlich.

Die Macht aller Religionen beruht auf dem Bedürfnis der Menschen nach Glauben. Religion bedeutet immer auch Hoffnung. Den Menschen (nicht nur in Europa) ging es immer ganz besonders dann schlecht, wenn die Religionen “in ihrer Macht” künstlich beschnitten wurden Bsp. Nazionalsozialismus, Stalinismus, Kommunismus oder heute in Ländern wie China, Burma oder Nord Korea.

Unzufriedene Menschen lassen sich instrumentalisieren, dabei spielt die Religion zumeist die geringste Rolle, sie ist nur ein weiteres Mittel um ein “Die” und ein “Wir” zu manifestieren, genau wie es andere Gruppenzugehörigkeiten auch tun.

“Wir Linken” täten gut daran, uns NICHT mit dem Versuch abzugeben Religion zu kritisieren und die billige Bauernfängerei der Rechten nachzuahmen, sondern wir täten gut daran, weiterhin einfach ALLE Menschen willkommen zu heißen und zu akzeptieren, dass Mensch sein bedeutet Fehler zu machen.

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