Der Mündige Bürger
Revolutionäre unserer Zeit
Zeiten der Aufruhr
In Zeiten schneller Veränderung und des stetigen Fortschritts, wird von oben immer mehr versucht, die dunkle und grausame Wahrheit von uns, den Bürgern fernzuhalten.
Geistlose Fernsehshows, puppenartige Politiker und Fastfood — Die Waffen eines Systems der Unterdrückung.
Aber es gibt sie unter uns. Die Rebellen. Diejenigen, die sich wehren.
Vorallem die jüngeren unter uns fühlen sich in der Pflicht, die Errettung unserer Zivilisation in die eigenen Hände zu nehmen. “Meinungsfreiheit” und “Demokratie” sind geflügelte Worte. Aufrufe zu Demonstrationen und Boykotten diverser Art sind an der Tages- und Nachtordnung.
Mündig und unbeirrt versuchen sie Minute für Minute dem Allgemeinwohl zu dienen. Uns zu befreien. Demonstration für Demonstration. Streik für Streik.
Tugendhaft, nobel und selbstlos tritt man als David gegen den großen und mächtigen Goliath an. Mit Intellekt, Charme und Wissen bäumt man sich aum. Keine Toleranz, kein Verständnis mehr. Smarter und stärker ist man und will dies auch eindrucksvoll unter Beweis stellen. Mit Stein und Feder gleichermaßen.
Die jungen Wilden unserer Welt. Unsere Chance. Unsere Zukunft.
Mutig stellt man sich dem zwielichtigem, dem skrupellosen System.
Einem System, dass nur darauf aus ist, einem das Leben nicht mehr lebenswert zu machen. Die Gier und Machtsucht der Eliten treibt die Jugend zur absoluten, zur totalen, zur maximalen Wut.
Der Staat und die Oberschicht, der Dämon unserer Zeit, sie schulden der Jugend was.
Sie schulden ihnen eine Zukunft. Ihre Zukunft.
Ein Ende muss diese Scheinheiligkeit haben. Die Heuchelei der Politiker, der Prominenten und Industriellen. Mit Boulevardzeitschriften, Kinos und unzähligen anderen Möglichkeiten des dekadenten Konsums versucht man sie einzulullen.
Sie, die doch die einzigen sind, auf die wir bauen können. Diejenigen, die unser Leben nicht nur bestimmen, sondern nachhaltig und folgenreich verändern können und werden.
Und nun ein Wort der Vernunft
Das, was sie eben gelesen haben, hört man in diversen Auf- und Abstufungen immer mal wieder im Fernsehen, in der Uni, im Büro. An Pathetik nicht zu überbietende, maßlos auf Epik getrimmte Tiraden der Wut.
Unzufrieden sei man. Besseres verdient hätte man.
Mit romantisierten Glaubens- und Denkmustern versucht man sich die eigene Unfähig- und Wertlosigkeit schönzureden.
Statt sich mit Möglichkeiten und Lösungsansätzen der eigenen Probleme zu befassen, um möglicherweise auf ein skalierbares Modell für alle zu stoßen, versammelt man sich mit eingen Gleichgesinnten, die ebenfalls “der Sache” treu dienlich sind, und wirft ein Paar Steine in die nächstgelegene Bank des Vertrauens.
Man flieht in die Bequemlichkeit des Verweilens im Problem statt in der Suche nach der Lösung. Verziert mit dem Zusatz, dass es ja die Schuld der anderen, in diesem Fall die der Eliten, ist, fühlt man sich in den jugendlichen Kreisen anspruchsberechtigt.
Man ist tatsächlich der Überzeugung, dass die eigene Existenz an sich, die sehr wahrscheinlich einem verirrten Spermium oder einem runtergesetzten Tankstellenkondom zu verdanken ist, einen dazu berechtigt, Ansprüche an den Staat, die Oberschicht oder Bösewicht XY stellen zu können.
Ohne auch nur einen Funken Wert in der Welt geschaffen zu haben, lehnt man sich auf gegen den Bau von schwedischen Möbelhausfilialen, Bahnhöfen und Konzerthäusern.
Man ist gegen die Austragung von Großevents, wo es jedem Menschen, der auch nur einen hohen zweistelligen IQ sein Eigen nennt, klar sein muss, dass solche auf lange Sicht enorm positives für die Region bieten wird.
Aber nein. Das “Dagegen Sein” hat absolut Vorrang.
Das verneinen von Allem, was einem dreijährigen Mädchen mit ADHS ähnelt, ist nicht nur Mode, es wird als “smart” und “modern” angesehen. Jedes wertfreies Sein hält sich für unheimlich clever, wenn es gegen das System, den Kapitalismus und Amerika wettert. Undifferenziert, aus jugendlichem Maximalismus heraus nimmt man sich selbst für so wichtig, dass jeder, der es wagt einem zu widersprechen, für uninformiert, ignorant oder uninformiert erklärt wird.
Wenn ihr Vorstadtphilosophen euch mal mal vor Augen führen würdet, dass eure als “progressiv” betitelten, mentalen Absonderungen in jedem diktatorischen System gang und gäbe waren und sind.
Wenn euer an Krankheit grenzender, exorbitanter Mangel an Intellekt es irgendwie fassen könnte, dass es Gründe hat, wieso die heutige Welt aussieht, wie sie es tut. Dann könntet ihr, möglicherweise, einsehen, dass eure “Rebellion” und “Systemkritik” nichts weiter sind als Symptome Epidemie der Unwissen- und Dummheit ist.
Nichts mit “progressiv”. Nichts mit “modern”. Einfach nur ein Haufen mit Billigbier und zu viel Zeit ausgerüsten Existenzen, die dich fortschrittlich schimpfen.
Wie ein erfolgreiche deutscher Satiriker zu sagen pflegt:
“Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten”