Ver-Antwort-Ung?

CSI und CSR scheinen nicht ohne Grund nur einen Buchstaben auseinander zu liegen. Bei undeutlicher englischer Aussprache sogar noch weniger. Was ist also los in der Crime Scene „Corporate Social Responsibility“? Wir tauchen sofort ein in das Elend der Welt: Umweltgifte, Öko-Footprints, Verletzungen von Menschenrechten, Kinderarbeit: Das ist ein Graus - und nur ein Ausschnitt.

Und jetzt? In Erwartung der Dystopie das Arbeiten einstellen? Zynisch zusehen, dass man den eigenen Laden wenigstens PR-mäßig nach ISO irgendwas reinwäscht und das Elend in der Wertschöpfungskette auf Distanz hält? Oder wirklich etwas verändern? Welche Verantwortung nimmt man dann aber auf sich? Gut gemeint ist noch nicht gut gemacht. Systeme sind wie Mobiles. Die bewegen sich, wenn man drangrapscht, auch oft unerwartet. Kinderarbeit und -armut sind schlimm. Kinder-Prostitution ist schlimmer. Gilt also nur: „Wähle die Form des Elends?“

Wir spielen Handlungsmöglichkeiten am Beispiel von Kreuzfahrt-Riesen durch. Lernen, dass vielleicht doch was geht. Vor allem dann, wenn man sich große, aber klare Ziele setzt.

Wir bleiben aber auch allein mit all den moralischen Grundproblemen der Welt: Der eine Teil kämpft ums tägliche Überleben und um die körperliche Integrität seiner Kinder. Der andere Teil streitet, ob die vegan erzogene Chantal-Jaqueline durch das Rührei in der Kita vergiftet wurde.

Ob die Welt doch mehr CSI als CSR braucht?

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