Tag 18

Ohje, das Ende naht. Ganz deutlich wurde das heute an der Erkenntnis, dass wir heute unsere letzte Fahrt auf der Sinkan-Sen war. Aber chronologisch:

Gut ausgeruht vom gestrigen Tag, den wir zum Energiesammeln, Sumo-Schauen und die örtlichen Badeeinrichtungen nutzend genutzt haben, begann dieser leicht bewölkt mit einem kleinen Hotelrundgang mit der Kamera.

Ausblick aus unserem Fenster

Das Hotel bietet im Eingangsbereich eine nützliche (?) Übersichtskarte.

Sie ist genau so hilfreich wie sie aussieht. Grunderkenntnisse; Es gibt einen West- und einen Ost-Flügel. Beide verfügen über jeweils ein eigenes Bad und WLAN ist einfach überall — gemessen an dem Grad der Isolation mitten auf dem Berg schon wirklich nicht schlecht.

Ein wenig haben wir versucht unserem mobilen Fernsprecher zu verdeutlichen, dass wir gerne ein Bild unseres Zimmers hätten. Das Ergebnis, nach ein wenig Kampf:

Das Innere unseres Zimmers

Wir waren im West-Flügel des Hauses, mit Blick ins Tal. Das sind die Zimmer, mit Tatami und Futons. Auf der anderen Seite des Westflügels sind westliche Zimmer, mit hohen Betten und allem, was wir so als “normal” empfinden. Ein Stück den Gang hinunter, zwei Etagen nach unten, einmal links, einmal rechts abgebogen, steht man vor dem Bad für Westflügel-Gäste. Dieser Onsen wird von einer recht schwefligen Quelle gespeist, und zeichnet sich durch seine übertriebenen Temperaturen aus, der prominent am Eingang vorwarnend schon einmal live angegeben werden.

Links die beiden Damen-, rechts die Herren-Becken

Direkt unser unseren Zimmern befindet sich eine … nennen wir sie Chillout-Lounge, auf voller Länge des Hauses.

Der Gang, von dem die einzelnen Separees abgehen
Eines der Separees

Noch eine Etage tiefer befindet sich die Lobby und ein kleiner Shop, mit durchschnittlich überteuerten Waren.

Hier gibt es beispielsweise den Tee, den man auf dem Zimmer noch kostenfrei bekommen hat, oder die Seife, die in den Bädern, auf kostenfrei, zur Verfügung steht. Alles ist da, um sich das Hotel im kleinen zu Hause nachzubauen. Sogar die Reste des Frühstücksbuffets haben wir hier entdeckt. Im hinteren Bereich der Lobby sieht man noch gerade so den abgetrennten Raucherraum — weil draußen rauchen, ohne Klimaanlage… unzumutbar!

Von der Lobby geht der Speiseraum ab. Klassisch für solche Art japanischer Hotels gibt es Frühstücks- und Abendessensbuffet. Früh mit freier Platzwahl und am Abend mit festen Plätzen, zu festen Zeiten.

Die Buffets sind reichhaltig und umfangreich aber auch nichts allzu Weltbewegendes.

Unser Abschiedswetter

Bei bestem Abschiedswetter fuhr uns der Hotel-Bus die 700 Höhenmeter wieder nach unten, diesmal in 35, statt 50 Minuten. Unser Reservierungsschein für unsere Fahrt auf der Shinkan-Sen wies die Wagennummer 17 aus.

Der 17. Wagen ist das kleine Ende, mit noch gerade einmal 8 Sitzreihen, vor dem Führerhaus. Meine große Hoffnung, doch einmal in ein Shinkan-Sen-Zug-Führerhaus schauen zu können wurde allerdings leider von einer sehr blickundurchlässigen Holztür zerschmettert.

Nach sehr kurzweigen zwei Stunden stiegen wir in Ueno (einer Haltestelle in Tokyo) wieder aus und liefen zum Hotel, welches unser erstes war und nun auch unser letztes werden sollte. Wieder zurück in der Mega-Metropole… Nach all den Provinz-Orten, die wir die Tage zuvor besucht hatten eine erneut interessante Erfahrung.

Sieht auf dem Bild nicht sehr nach Metropole aus. Aber im direkten Vergleich ist das Gefühl schon intensiv…

Erste Aktion nach 5 Tagen ohne unseren “großen” Koffer?! Wäsche Waschen. Pünktlich zum Start der Makuuchi-Sumō-Turnier-Übertragung im Fernsehen, mit welcher sich super die Waschzeit überbrücken lies. Zum Abschluss des Tages drehten wir noch eine kleine Runde durch das nun bereits künstlich beleuchtete Asakusa (ein Teil von Tokyo, in dem unser Hotel liegt), kauften ein kleines Abendessen ein. Auf dem Rückweg erwarben wir noch unser Automatengetränk des Tages:

Es steht “leckeres Wasser” drauf — mit Pfirsich-Geschmack
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