von Homoehe & NetzDG

ein paar Zahlenspiele

„Feminismus“ wurde schon vor einiger Zeit als Marketing-Tool vom SPD-Marketing entdeckt. Ideal, um von ihrem massiven Abbau von Grundrechten abzulenken. Auch wenn diese Seilschaften vor allem sich selber nutzen.

Noch etwas absurder wird das Ablenkungs-Marketing beim „Kampf“ „für“ Schwule, Lesben, Trans-Inter-alles-Mögliche. Kann ja sein, daß vor allem Letztere immer noch in manchen Bereichen schwerer haben, aber rational ist das in jedem Fall schon lange nicht mehr:

Wer redet noch vom NetzDG, daß circa 30 Millionen (meinungs-)aktive Internetnutzer der Privatjustiz-Abmahnmafia ausliefert, wenn man einfach kurz vorher die Home-Ehe durchwinkt?

Welche circa 3% schwule Bevölkerung betreffen. Davon vielleicht 1% in einer schon längeren, festen Beziehung. Davon beidseitig heiratswillig vielleicht 0.5%. (Geschätzt, wie bei Heteros auch ist ja längst nicht jeder Mensch bindungswillig, -fähig und hat dann noch das Glück, den richtigen Partner auch zu finden.) Wovon sich dann wie viel Prozent für adoptierte Kinder interessieren? — So daß wirklich ein relevanter Unterschied zur (zur –zugegeben– dämlich klingenden) Lebenspartnerschaft –vielleicht– relevant wird…? Vielleicht 0.2%? Selbst wenn ich in einer dieser Annahmen gründlich daneben liege, sind es immer noch vielleicht 0.3% oder 0.4%.

Natürlich zählen auch die Rechte einer Minderheit von 0.x%. Aber eine Gesetzesänderung (überhastet, unvorbereitet, auf völlig unklarer Grundlage… in der letzten Bundestagssitzung eilig reingeschmissen als Ablenkung und Wahlkampfgag) für circa 160.000 Menschen übertüncht medial bei weitem Einschnitte in der Freiheit von 30 Millionen Menschen?

(darunter auch die genannten 160.000 bzw. 3%, das ganze schließt sich ja nicht aus. Es dürfe mehr Schwule geben, die ihre Meinungsfreiheit gerne behalten würden, also solche, die in absehbarer Zeit heiraten und Kinder adoptieren wollen…)

Eigentlich müsste die Presse das 0.2%-Gesetz freundlich beklatschen (sorgfältig überlegt&vorbereitet wäre ich prinzipiell auch dafür…), über die 30-Millionen-Verschlimmerung Alarm schreien. Das wäre „Relevanz“.

Das Gegenteil ist der Fall: Allgemeiner Jubel, sich feiernde Parlamentarier (sorgfältig inszenierte, auch an den dafür vorab gedruckten Wimpeln, Bannern und Postern zu erkennen. Schwerpunktmässig bei den prozentual darbenden Grünen.), Bilder, als wäre gerade der Krieg vorbei oder größere Bevölkerungsteile just aus dem Kerker befreit. SPON änderte in vorbereitetem Jubel gar sein Logo ab. Dazu die erwartbare, inhaltsfreie Soße von Bento, Zett und Co… Das Böse ist besiegt!

Zensurgesetze? UNO-Kritik daran? Journalistenverbände, Menschenrechte? Unter ferner liefen, notfalls auf der „Netzwelt“-Seite. Also da, wo es wirklich keiner liest… und ARD/ZDF-konform natürlich unter der Überschrift „Kampf gegen Hass&Hetze“.

Man muss „Freiheit“ halt nur neu definieren. Wie auf der Farm der Tiere.

So erfolgreich ist Ablenkungsmarketing heutzutage. Wenn denn nur die „Presse“ mitzieht. Und das tut sie.