Kosten, Klima und Komfort

Erdgas-Caddy schaltet in Zukunft selbst

von Caroline Siems

Viele warten seit Jahren sehnsüchtig auf den Erdgas-Caddy mit komfortablen Direktschaltgeriebe - nun geht er in Serie. Damit wird der deutsche Bestseller noch besser: Betrachtet man Spritkosten, Klimafreundlichkeit und Komfort nimmt der Caddy TGI nun den Spitzenplatz ein. Und beim Ladevolumen kommt eh kein Serien-PKW mit Zukunftsantrieb an ihn heran.

Seit Jahren diskutieren Caddy-Fans in den Internet-Foren, wann auch Erdgas-Fahrer sich das Schalten per Hand sparen können und die bei VW “Direktschaltgetriebe” (DSG) genannte automatisierte Schaltbox erhältlich ist. Immer wieder wurden die Hoffnungen enttäuscht - doch ab Sommer 2016 ist es endlich so weit: Der linke Fuß kann sich ausruhen, egal ob in der dichten Rushhour in der Stadt oder beim Fahren mit Tempomat auf der Autobahn.

Kein Vergleich zu früher

Da geht ordentlich was rein: 12 Umzugskisten passen ohne Umklappen der Rücksitze in den Laderaum des kurzen Caddy TGI - die Erdgas-Tanks liegen platzsparend unterflur.

Im neuen Caddy schüttelt der Erdgas-Antrieb den Nutzfahrzeug-Charakter endgültig ab: Ein geschmeidiger Motor, ein gefälliger Innenraum, viele elektronische Helferlein einschließlich einer Rückfahrkamera und nun auch noch das DSG. Und die guten Gründe für den Erdgas-Caddy bleiben natürlich voll bestehen: praktische Schiebetüren, großer Laderaum und beim Caddy Maxi bis zu 860 Kilometer Reichweite mit Erdgas ohne zu tanken.

Auch mit dem Direktschaltgetriebe bleibt der Caddy TGI ein Sparfuchs: VW gibt die kombinierten Erdgas-Verbräuche mit 4,1 Kilogramm pro 100 Kilometer bei der kurzen Version und 4,3 Kilogramm beim Maxi an. Und wie der ADAC bei Verbrauchsfahrten festgestellt hat, stimmen bei den Erdgas-Fahrzeugen die Messwerte zwischen Teststand und Praxis am besten von allen Antriebsarten überein.

Gut für die Nerven - gut für die Wirtschaftlichkeit

Der Erdgas-Caddy mit DSG freut nicht nur Komfortliebhaber - er richtet sich auch an Profis, die viel in der Stadt unterwegs sind: Denn VW hat das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe taxi-tauglich ausgelegt; es ist zugleich ein Alleinstellungsmerkmal im A-Segment der Stadtlieferwagen mit Erdgasantrieb. Die Rechnung ist einfach: Wenn der Fahrer sich nicht ums Schalten kümmern muss, kann er besser auf den Verkehr achten. Und da die das automatisierte Getriebe immer den richtigen Gang einlegt, wird im harten Liefer- und Taxi-Alltag der Verbrauch wohl eher niedriger als beim Handschalter liegen.

Der Caddy TGI: Raumwunder trifft Sparfuchs - ab Sommer 2016 gibt’s den Erdgas-Motor auch mit DSG.