Die Iveco-Pritsche ist mit dem CNG-Motor und Automatik-Getriebe im Hängerbetrieb mit einem Zuggesamtgewicht von über 7 t gut unterwegs.

Mit gutem Gefühl unterwegs

Gundlach aus Hannover setzt aus Überzeugung auf CNG

von Jens Voshage

26. September 2018 | Die Erfahrungen mit CNG-Fahrzeugen sind so positiv, dass Neufahrzeuge bei Gundlach nun in der Regel mit CNG unterwegs sind. Sowohl die Transporter im Baustelleneinsatz als auch die Kombis der Bauleiter bewähren sich mit dem alternativen Antrieb.

Olaf John von Gundlach ist mit CNG-Fahrzeugen sehr zufrieden.

“Unser erster VW Caddy Ecofuel war 2007 ein Versuch”, blickt Olaf John zurück. Der Leiter Werkstatt und Bauhof beim traditionsreichen hannöverschen Bau- und Immobilienunternehmen Gundlach weiter: “Mittlerweile haben wir elf CNG-Fahrzeuge im Einsatz — weil wir damit sehr zufrieden sind und die Pkw und Transporter unsere Anforderungen sehr gut erfüllen.” Auch er habe damals Vorbehalte gehabt, ob die Reichweite und die Tankstellendichte ausreichend sind. “Diesel gibt es ja an jeder Ecke, eine CNG-Tankstelle muss ich jedoch bewusst anfahren — da hatte ich Bedenken”, gibt er zu. Doch im Alltag mache das überhaupt keine Probleme. Dabei kommt Gundlach sicherlich zusätzlich zu gute, dass der geschäftliche Schwerpunkt in der Region Hannover liegt und die Fahrer die Tankstellen genau kennen.

“Man muss sich nur umgewöhnen — ein Problem ist es mit den Tankstellen nicht.” (Olaf John, Gundlach)

Ein Kollege war mit seinem Golf Variant TGI sogar im Urlaub auf Sizilien. Dabei ist er 4.500 Kilometer unterwegs gewesen — fast komplett mit CNG. “Die elektronischen Helferlein wie Navi oder Tankstellen-App führen schnell zum Ziel, wenn der Gasvorrat in einem unbekannten Gebiet zur Neige geht”, betont John. Und für die Fahrtvorbereitung schaut man schnell mal in einem Online-Routenplaner nach. “Das macht man ja bei längeren Strecken sowieso meistens.”

Technik? Ausgereift und zuverlässig

Gundlach mustert die Geschäfts-Fahrzeuge nach kaufmännischen Gesichtspunkten aus. “Wir fahren sie so lange, wie der jeweilige Wagen wirtschaftlich ist”, berichtet John. Der erste Caddy ist mittlerweile elf Jahre alt und hat rund 160.000 Kilometern auf der Uhr — ans Ersetzen denkt jedoch noch niemand. “Wir haben bei unseren Fahrzeugen keinen CNG-bedingten Reparaturaufwand”, stellt der Leiter Werkstatt und Bauhof fest. Beides zeigt, dass der CNG-Antrieb auch im harten gewerblichen Einsatz alltagstauglich ist.

Die CNG-Fahrzeuge laufen bei Gundlach im Wesentlichen auf Gas. Auch die vier bivalenten VW Golf Variant der Bauleiter bekommen nur Benzin, wenn es gar nicht anders geht. Es gibt die Anweisung, wenn möglich mit CNG zu fahren. Und da die Tankrechnungen kontrolliert werden und im Zweifelsfall auch nachgefragt wird, wenn mit Benzin gefahren wurde, halten sich auch alle daran. Für die Fahrer ist es mittlerweile normal, wenn sie mit einem CNG-Fahrzeug unterwegs sind. Beim ersten Mal bekommen sie gezeigt, wie man CNG tankt — mehr Schulung ist nicht nötig. “Es gibt bei uns keine Diskussion, weil man super mit den Gas-Autos fahren kann”, hebt John hervor.

“Seit wir die Caddys im Bauhof haben und ich den Gasantrieb aus der Praxis kenne, bin ich zum CNG-Fan geworden.” (Olaf John, Gundlach)

Aktuell hat Gundlach vier VW Golf Variant TGI, einen 3,5-Tonner-Iveco Daily als Pritsche sowie fünf VW Caddy als Nutzfahrzeuge und einen Caddy als Pkw mit CNG-Motor im Fuhrpark. Die zuletzt beschafften Fahrzeuge wie der Caddy und der Iveco haben Automatik-Getriebe — das ist komfortabel, entlastet die Fahrer und verringert den Verschleiß.

Iveco Daily — sehr empfehlenswert

Die Fahrzeuge sind viel im Stadtverkehr unterwegs und häufig im Hängerbetrieb. Dabei kommt der Iveco Daily dann auf ein Zuggesamtgewicht von über 7 Tonnen. “Und er fährt sich gut — ich bin wirklich begeistert”, sagt John. Es sei ein “modernes, schickes Auto”. Mit Automatik und Hinterachsluftfederung biete es mehr, als andere Hersteller im Angebot hätten. Die 920 Kilogram Zuladung würden bei Gundlach ebenso ausreichen wie der 36 Kilogramm-Gastank. Damit sind Reichweiten von 300 Kilometer üblich.

Bei Gundlach zählt nicht nur die Wirtschaftlichkeit der CNG-Fahrzeuge. Für das Familienunternehmen mit über 200 Mitarbeitern gehört Nachhaltigkeit zu den Unternehmenszielen. Alternative Antriebe sind dabei eine Strategie. “Wir stellen sukzessive auf nachhaltige Antriebe um”, sagt John. Zwar wären auch einige Elektrofahrzeuge im Unternehmen, bei den Nutzfahrzeugen habe sich Gundlach aber für CNG entschieden, weil es die bessere Alternative sei. Besonders im Blick ist dabei sowohl die Nachhaltigkeit des Gesamtpakets als auch die CO2-Emissionen.

Für Unternehmen die beste Wahl

“Die erste Frage ist natürlich, ob es in der Region, in der man tätig ist, Tankstellen gibt. Und dann muss man die eigenen Bedürfnisse festlegen. Wenn’s zu einem der aktuellen CNG-Fahrzeuge passt, dann ist CNG die beste Wahl”, ist Johns Tipp an andere Unternehmen und Fuhrparkleiter. “Man muss es nur wollen, dann geht es auch.”

Zur Webseite: Gundlach — mit gutem Gefühl

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