Spieglein, Spieglein an der Wand.. welches ist das schönste BarCamp im ganzen Land? — Mai / Juni edition

Dieser Artikel richtet sich an alle BarCamp-Freunde und all jene, die es spätestens nach diesem Artikel sein werden.

Wir haben recherchiert, was es für tolle BarCamps in Deutschland gibt. Und weil wir so viele spannende Barcamps gefunden haben, stellen wir Euch jetzt im dritten Artikel unserer Barcamp-Reihe, die für Mai und Juni vor, die Ihr Euch unbedingt im Kalender rot anstreichen solltet.

Foto by Ben Engels

Für alle, die es nicht wissen, BarCamps sind sogenannte „Unkonferenzen“ und existieren in Deutschland seit 2006. Auf BarCamps sind alle Personen gleichzeitig Teilnehmer und Vortragende. Anders als bei normalen Konferenzen wird das Programm spontan zu Anfang des BarCamps festgelegt. Jeder, der eine Idee hat, kann eine Session vorschlagen und bei Interesse der anderen Teilnehmer halten. Die Vorträge und Diskussionsrunden finden auf Augenhöhe statt und leben von der Beteiligung aller Teilnehmer. Außerdem sind BarCamps wesentlich günstiger, als normale Konferenzen, was durch Sponsoren ermöglicht wird. Diese sorgen auch für leckeres Essen und Getränke. Zusammengefasst: Barcamps sind super coole Treffen auf denen Menschen ihr Wissen teilen, diskutieren und Spaß haben — und das für kleines Geld.

Mai

Corporate Culture Camp

04. bis 05. Mai 2017, Hamburg

#ccch17 #workculture #norden

Vier BarCamps im Monat Mai möchten wir Euch vorstellen. Das Corporate Culture Camp setzt sich bei einem bunten Mix von TeilnehmerInnen ausführlich mit dem Thema Unternehmenskultur auseinander. In zwei Tagen werden unterschiedliche Erfahrungen und Ansichten zusammengebracht, die am Ende viele Impulse und Lösungsansätze für Kultur-Arbeit im Unternehmen liefern. Das “CCC” besitzt ein begrenztes Kontingent an Tickets und ist für das Jahr 2017 leider schon restlos ausverkauft. Daher raten wir jedem, dessen Interesse wir nun wecken sollten und der kein Ticket ergattern konnte, sich im nächsten Jahr frühzeitig zu informieren, wann der Ticketverkauf startet.

Wir haben mit einer der Organisatorinnen des Corporate Culture Camps, Uli Zens, gesprochen:

EventZebra: Uli, was macht das Corporate Culture Camp so besonders? Warum sollten Leute gerade dort hingehen?

Uli: Wir OrganisatorInnen sind mit Begeisterung und Leidenschaft beim Thema und sind von der Wichtigkeit der „Unternehmenskultur” als maßgebliche Variable im Unternehmen überzeugt. Die Teilnehmenden treffen auf Menschen aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden, die auch mit dieser Begeisterung dabei sind. Jeder kann eigene Themen einbringen. Durch den Mix der Teilnehmenden werden unterschiedliche Erfahrungen und Ansichten in die Sessions getragen. Das Ergebnis sind spannende zwei Tage mit vielen Impulsen und Lösungsansätzen für Kultur-Arbeit im Unternehmen.

EventZebra: Wenn Du Dein Leben lang nur noch ein BarCamp besuchen könntest, natürlich außer Deinem, welches wäre das und warum?

Uli: Unser Leben ist geprägt durch einen steten Wandel. Und es gibt immer wieder Neues und Interessantes. Da werde ich dann wohl zur Revoluzzerin. Ich lasse mich nicht auf zwei BarCamps beschränken.

EventZebra: Welche Erlebnisse, die Du auf BarCamps hattest, sind Dir besonders im Kopf geblieben?

Uli: Die Kommunikation auf Augenhöhe mit unterschiedlichen Menschen erlebe ich immer wieder auf BarCamps. Und die Qual der Wahl: Oft werden so viele interessante Sessions angeboten, dass die Entscheidung schwer fällt. Da ist es dann toll, wenn Kolleg/innen aus der anderen Session twittern und mich so teilhaben lassen. Generell: Die Stimmung auf BarCamps ist schon an sich ein tolles Erlebnis und hebt sich von der klassischen Konferenz ab.

EventZebra: Die Tickets für das Corporate Culture Camp sind mit insgesamt 60 Stück eher limitiert. Zusätzlich sind sie gruppiert in zwei Kategorien: für Berater und für Unternehmensvertreter. Warum ist das so bzw. inwiefern stellt dies Deiner Meinung nach einen Vorteil dar?

Uli: Wir achten besonders auf einen ausgewogenen, inspirierenden Mix unter allen Teilnehmenden für einen gewinnbringenden Austausch auf Augenhöhe. Deshalb haben wir zwei Ticketkategorien kontingentiert — Tickets für Unternehmensvertreter bzw. Dienstleister. Das CCC 17 findet wieder in den sehr schönen Räumen der GLS Bank Hamburg statt. Aus Kapazitätsgründen ist hier die Anzahl der Tickets begrenzt. Eine Konferenzgröße von 60 Teilnehmenden bietet zudem Allen die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

Indie Learning Festival

06. Mai 2017, Dreieich

#ilfbc17 #school #elearning

Einen ganz anderen Schwerpunkt hat das Indie Learning Festival. Dieses zählt zur Kategorie der EduCamps und die Zielgruppe dieses Camps sind vor allem Lehrkräfte und “Edu-Fans”. Thematisch geht es um die Vernetzung von Unterricht und Medien mit dem Schwerpunkt eLearning. Das BarCamp wird in einer Schule stattfinden mit der Besonderheit, dass dort anschließend übernachtet werden kann.

Mitveranstalter Thorsten Groß hat uns einige Fragen beantwortet.

EventZebra: Thorsten, was macht das Indie Learning Festival so besonders? Warum sollten Leute gerade dort hingehen?

Thorsten: Das #ILFBC17 ist ein BarCamp, das sich gezielt an Lehrkräfte (und Edu-Fans) richtet, die individuelle Lernförderung, Kompetenzorientierung und Medieneinsatz miteinander verzahnen möchten. Wer noch Fragen zur Vernetzung von Unterricht und Medien hat, ist hier richtig. Das #ILFBC17 wird federführend von Andreas Schenkel, Isabelle Brehl und mir als Mitarbeiter der Lehrkräfteakademie Hessen in Frankfurt organisiert und ausgerichtet. Das BarCamp ist eines aus der Kategorie “EduCamp” mit Schwerpunkt auf eLearning und Lerncoaching. Der diesjährige Fokus liegt unter Anderem auf dem Konzept “Flipped Classroom” und unsere Keynote-Speaker werden voraussichtlich Felix Fähnrich und Carsten Thein sein, die sich schon länger mit der Materie beschäftigen. Besonders ist, dass das ILFBC17 (wie alle meine BarCamps) an der Schule stattfindet und mit den Ressourcen arbeitet, die uns die Schule zur Verfügung stellt. Es geht uns darum, das Netzwerk von medienkompetenten Lehrkräften zu vertiefen und zu erweitern und natürlich Spaß zu haben. Dieses BarCamp ist auch als Schnittmenge der Leif-Projekte der Lehrkräfteakademie zu sehen. Siehe: http://medien.bildung.hessen.de/lernplattform/leif/index.html

EventZebra: Wenn Du Dein Leben lang nur noch ein BarCamp besuchen könntest, natürlich außer Deinem, welches wäre das und warum?

Thorsten: Ich persönlich würde immer auf ein BarCamp gehen, das mich besonders fasziniert und in einem Themenfeld stattfindet, in dem ich kreativ arbeiten möchte. Auf einem BarCamp holt man sich viele aufregende Ideen und knüpft Kontakte. Es ist die richtige Veranstaltung um Projekte zu initialisieren. Da ich im Edu-Bereich schon unterwegs war, könnte ich mir ein Dive-Camp oder ein Paint-Camp vorstellen. Meine Hobbys kommen derzeit etwas zu kurz. ;-) Ansonsten würde ich selbst ein CryptoCamp anbieten mit dem Thema “Verschlüsselung einfach gemacht”.

EventZebra: Welche Erlebnisse, die Du auf BarCamps hattest, sind Dir besonders im Kopf geblieben?

Thorsten: Aha-Erlebnisse waren stets solche, die den Rahmen eingefahrener Denkstrukturen durchbrochen und Horizonte erweitert haben. In der Onlinewelt geht die Entwicklung so rasant voran, dass sich schwer Schritt halten lässt. Eine Reflexion über den sinnvollen Einsatz der Medien hinkt oft hinterher. Mich hat beeindruckt, wenn ich Konzepte kennengelernt habe, die für mich neu und kreativ waren. Zum Beispiel hat Ralf Appelt bei einem Warming-up am Vortag des EduCamps 2012 in Köln mit einer kleinen Gruppe ad hoc mit Mobilgeräten eine Mini-Präsentation gemacht: https://vimeo.com/38693285 Das war für mich die Initialzündung, die BarCamp-Methode an der Schule auszuprobieren. Auf EduCamps wurden auch teilweise “Klassenräume der Zukunft” vorgestellt, die wenig mit der Realität zu tun hatten. Mit dem Flipped Classroom Konzept und Tools wie EZcast haben wir auf BarCamps in der RHS versucht, alternative Ideen auszuprobieren. Und auf meinem TuxCamp mit dem Schwerpunkt Linux (Installationsparty) gab es Schüler, die abends von ihren Eltern abgeholt wurden und mit ihnen diskutierten, dass sie noch in der Schule bleiben wollten (dass ich das als Lehrkraft erleben durfte…). Und ich könnte noch viel mehr aufzählen…

EventZebra: Auf der Website des Indie Learning Festivals konnte man darüber abstimmen, wo das Vorabend-Treffen stattfinden soll. Wie kam es zu der Idee, die Teilnehmer auch an dieser Entscheidung aktiv zu beteiligen?

Thorsten: Die letzten BarCamps mit den Themen Moodle und Mahara hatten den Raum (Süd-)Hessen im Fokus. Diese haben Andreas Schenkel und ich gemeinsam als Team der Lehrkräfteakademie Hessen ausgerichtet. Der Veranstaltungsort (Ricarda-Huch-Schule, Dreieich) ist mit ÖPNV nicht so leicht zu erreichen wie beispielsweise eine Schule in Frankfurt. Andreas hat daher vorgeschlagen ein Vorab-Treffen zu veranstalten, bei dem die Teilnehmer eine Lokalität wählen können, die ein besserer Standort ist.

EventZebra: Bei Bedarf besteht die Möglichkeit in der Schule, in der das BarCamp veranstaltet wird, zu übernachten. Wie kann man sich das vorstellen?

Thorsten: Sehr campingmäßig! Diese Idee wurde beim GamesCamp (meinem ersten BarCamp) geboren. Da wurden bis in die Nacht Videospiele “gezockt” und der Grundstein für den Nachbau unserer Schule gelegt. Den Schülern wollten wir ermöglichen über Nacht zu bleiben. Die Schüler schliefen einfach mit Schlafsack und Isomatte in einem Klassenraum. Wasser, Duschen und Frühstück stehen zur Verfügung. Bisher haben vor allem Schüler von dieser Option Gebrauch gemacht. Wir bieten sie aber immer an. https://paradigmagnus.wordpress.com/2012/06/12/frisch-gecampt-ist-halb-gewonnen-erstes-schul-barcamp-an-der-rhs-dreieich/

Future Sales Camp

06. Mai 2017, Hannover

#fsc17 #thegoalisselling #realtalk

Das Future Sales Camp ist für jeden, der mit Vertrieb und Sales von Destinationen, Hotels, Reiseveranstaltern, Hostels, Event Dienstleistern oder Event Locations zu tun hat, ein Muss. Hier treffen sich jene, die sich mit der Zukunft des Verkaufs, der Individualisierung, eventuell zukünftigen Partnern und lohnenswerten Investitionen beschäftigen. Am Tag entstandene Diskussionen und Gespräche können hier am Abend auf der Network Night fortgeführt werden.

Wir haben mit dem Mit-Veranstalter, David Eickelberg, gesprochen.

EventZebra: David, was macht das Future Sales Camp so besonders? Warum sollten Leute gerade dort hingehen?

David: Wir sind der Meinung, genau da anzusetzen, wo die meisten anderen Camps der MICE- und Tourismus-Branche aufhören. Nämlich dann, wenn es ans Eingemachte geht und das Kind beim Namen genannt werden soll: Das Ziel einer jeden Aktivität im Marketing ist, mehr zu verkaufen! Die Grenzen zwischen den “4 P’s” sind sowieso fließend, aber das „böse Wort“’ trauen sich immer weniger Menschen, in den Mund zu nehmen. Aus Angst, sie könnten als „Versicherungsvertreter“ oder „Finanzdienstleister“ abgestempelt werden. Aber mal im Ernst: Nicht alles, was diese Herrschaften machen, ist schlecht.

EventZebra: Wenn Du Dein Leben lang nur noch ein BarCamp besuchen könntest, natürlich außer Deinem, welches wäre das und warum?

David: Puh, schwierige Frage… Vermutlich das MICE Camp.

EventZebra: Welche Erlebnisse, die Du auf BarCamps hattest, sind Dir besonders im Kopf geblieben?

David: Die Offenheit und Klarheit, die die allermeisten Teilnehmer untereinander pflegen. “Share the knowledge“ anstatt Informations-Protektionismus!

EventZebra: Die Abendveranstaltung am Samstag ist für alle Teilnehmer im Ticket enthalten. Wie wird diese Network Night ablaufen, was können die Leute erwarten?

David: Wir halten es bewusst etwas bescheidener, da unser Camp zumindest im ersten Jahr nur einen Tag dauern wird. Daher gehen wir davon aus, dass Networking am Abend deutlich wichtiger sein wird als feiern. Wir haben eine schöne Location im Auge, in der wir den Tag bei feinem Essen und Getränken werden ausklingen lassen können — und so auch das ein oder andere Thema vertiefen können.

TYPO3 Camp Stuttgart

13. bis 14. Mai 2017

#t3cs #cms #students

Ebenfalls im Mai findet das TYPO3 Camp in Stuttgart statt. Hier kann in einer offenen Community viel über das Content-Management-System TYPO3 gelernt werden. Das Camp wird mit dem TYPO3 Students Day eingeleitet, der einen Tag zuvor stattfindet. Dieser ist für Studierende gedacht, um in diesen Bereichen für Nachwuchs zu sorgen.

Thomas Löffler aus dem Orga-Team des Camps hat mit uns gesprochen.

EventZebra: Was macht das TYPO3camp Stuttgart so besonders? Warum sollten Leute gerade dort hingehen?

Thomas: Das BarCamp rund um das CMS TYPO3 bietet nicht nur die Möglichkeit, viel Wissenswertes über eines der in D/A/CH verbreitetsten Content-Management-System kennenzulernen. Auch der Kontakt zu der sehr starken Community ist nicht zu unterschätzen. Hier gibt es kein Konkurrenzdenken, man ist offen und hilft sich mit Wissenstransfer.

EventZebra: Wenn Du Dein Leben lang nur noch ein BarCamp besuchen könntest, natürlich außer Deinem, welches wäre das und warum?

Thomas: Das GrillCamp würde ich gerne besuchen, denn was da auf den Bildern immer Leckeres zu sehen ist, scheint empfehlenswert zu sein.

EventZebra: Welche Erlebnisse, die Du auf BarCamps hattest, sind Dir besonders im Kopf geblieben?

Thomas: Ich finde es jedes Jahr schön, wenn wir bei der Sessionplanung die große Anzahl an Leuten sehen, die das erste Mal auf einem Camp sind. Mit circa 25 % ist das eine hohe Zahl und bestätigt unsere Arbeit und unseren Anspruch, das beste TYPO3 Camp in Deutschland zu sein.

EventZebra: Vor dem eigentlichen BarCamp am Wochenende findet an dem Freitag davor ein TYPO3 Students Day statt. Was genau ist das und wie läuft er ab?

Thomas: Der TYPO3 Students Day ist eine Idee, um Studierende aus den Bereichen Informatik und Medien näher an TYPO3 zu bringen. Jedes Segment braucht Nachwuchs und wir wollen einerseits die Software zeigen und ein kleines Hands-On machen, andererseits den Studierenden direkt die Möglichkeit geben, die Community auf dem TYPO3 Camp zu erleben.

Juni

Nachhaltigkeitscamp Bonn

09. Juni 2017

#ncbn17 #sustainabilitygoals #camping

Das Nachhaltigkeitscamp wird schwerpunktmäßig die globale und nachhaltige Entwicklung behandeln. Ziel ist ein Austausch von Akteuren und Interessenten auf Augenhöhe und dass spannender Input gegeben wird. Das Nachhaltigkeitscamp Bonn möchte einen Beitrag zu den Sustainable Development Goals leisten. Mit seiner Indoorcampingplatz-Location herrscht dort eine ganz besondere Atmosphäre. Ausgerichtet wird das BarCamp am UN-Standort Bonn auch für internationale Teilnehmer.

Wir haben Daniel Montua aus dem Organisationsteam einige Fragen gestellt.

EventZebra: Daniel, was macht das Nachhaltigkeitscamp so besonders? Warum sollten Leute gerade dort hingehen?

Daniel: Weil das Nachhaltigkeitscamp als Format einfach Spaß macht. Es ist ein sehr innovativer Konferenz-Ansatz, der die Vernetzung mit anderen Akteurinnen und Akteuren erleichtert. Das Event findet im Basecamp-Bonn, also einem sehr spannenden Indoorcampingplatz statt. Inhaltlich sind viele spannende Themen dabei und es besteht auch die Gelegenheit, selbst Themen einzubringen.

EventZebra: Wenn Du Dein Leben lang nur noch ein BarCamp besuchen könntest, natürlich außer Deinem, welches wäre das und warum?

Daniel: Das kann ich so einfach nicht beantworten. Sehr spannend finde ich auf jeden Fall auch das Barcamp Bonn, da es auch einen regionalen Bezug hat und man auf viele bekannte Gesichter treffen kann.

EventZebra: Welche Erlebnisse, die Du auf BarCamps hattest, sind Dir besonders im Kopf geblieben?

Daniel: Mir ist in besonders positiver Erinnerung geblieben, dass es immer gute Möglichkeiten zum Austausch, aber auch sehr spannenden Input gab, den ich vorher so nicht erwartet hätte.

EventZebra: Inwiefern werden die Resultate der Sessions dieses Jahr bzw. haben sie letztes Jahr zu den Sustainability Development Goals beigetragen?

Daniel: Das Nachhaltigkeitscamp versteht sich als Vernetzungsplattform. Wir versuchen, die Ergebnisse der Veranstaltung möglichst gut zu konservieren und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Auf unserem Event haben sich auf jeden Fall viele neue Gesichter kennengelernt, um weiter an nachhaltigen Themen zu arbeiten. Das ist — wie ich finde — zumindest ein kleiner Beitrag zu den SDGS.

EventZebra: Auf der Event-Website bewerbt Ihr das Nachhaltigkeitscamp auch auf Englisch. Wie verbreitet Ihr das Event, um gezielt auch internationale Teilnehmer zu erreichen?

Daniel: Da stecken wir gerade noch in den weiteren Planungen. Natürlich gibt es am UN-Standort Bonn auch viele internationale Teilnehmende, die wir gerne erreichen wollen. Wir versuchen, auf der Veranstaltung auch Slots in englischer Sprache anzubieten. Gleichzeitig haben wir nicht die Kapazitäten um das gesamte Barcamp zu übersetzen.

Literaturcamp Heidelberg

24. Juni bis 25. Juni 2017

#litcamp17 #unesco #literaturtour

Das letzte Barcamp, das in diesem Artikel vorgestellt wird, ist das Literaturcamp Heidelberg. In der Unesco City of Literature treffen alle Strömungen und Menschen der Literaturbranche aufeinander, um voneinander zu lernen. Bei Vollverpflegung, kostenloser Übernachtung vor Ort und Kinderbetreuung ergibt sich ein gemütliches Zusammenkommen. Als Einstieg in das Literaturcamp bietet die ortsansässige Autorin Claudia Schmid am Vorabend des Camps einen literarischen Rundgang durch die Stadt an. Dieser ist nicht nur ein Highlight für Erstbesucher, sondern auch für Wiederkehrer eine Gelegenheit eine andere Perspektive der Stadt zu bekommen.

Wir haben mit Susanne Kasper, Mitglied der Organisationsteams zum Literaturcamp, gesprochen.

EventZebra: Was macht das Literaturcamp Heidelberg so besonders? Warum sollten Leute gerade dort hingehen?

Susanne: Die Atmosphäre ist etwas ganz Besonderes. Schon beim ersten Mal im Juni 2016 hatte man das Gefühl, unter guten Freunden zu sein, obwohl die Meisten einander fremd waren. Diese harmonische Zusammenkunft kombinieren wir mit Wissensvermittlung auf Augenhöhe und gestalten die Hürden für die Teilnahme so gering wie möglich. Wir bieten Kinderbetreuung, Vollverpflegung, man kann kostenlos in der Location übernachten (oder günstig in der Nähe) und wer einen verträglichen Hund hat, darf auch den mitbringen. Dazu der unschlagbar niedrige Ticketpreis, der nur durch tolle Sponsoren ermöglicht wird. Diese geringen Hürden bringen alle Strömungen und Menschen der Literaturbranche an einen Ort: BloggerInnen, Verlagsmenschen, BuchhändlerInnen, AutorInnen, Agenturen usw. So kann jeder von jedem lernen und erweitert den eigenen Horizont. Nur so können auch neue Ideen entstehen.

EventZebra: Wenn Du Dein Leben lang nur noch ein BarCamp besuchen könntest, natürlich außer Deinem, welches wäre das und warum?

Susanne: Das Barcamp Stuttgart, organisiert von Jan Theofel. Es war das allererste Barcamp, das ich je besucht habe, und wird deshalb immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen. Es ist rundum toll organisiert, angefangen von der Location bis hin zu Sessionplanung, Verpflegung und Kinderbetreuung. In der Hinsicht war es auch das Vorbild für das Literaturcamp Heidelberg.

EventZebra: Welche Erlebnisse, die Du auf BarCamps hattest, sind Dir besonders im Kopf geblieben?

Susanne: Zum Einen das panische Herzklopfen während meiner ersten Vorstellungsrunde, als mir klar wurde, dass ich auch gleich ins Mikrofon sprechen sollte. Außerdem die erste Session, die ich ins Leben rief und das erste Mal, als ich vor knapp 200 Leuten sprach. Aber das ganz Besondere an Barcamps sind die Menschen und ihre Ideen. Das ist jedes Mal aufs Neue ein Erlebnis.

EventZebra: Das Vorabend-Treffen beim Literaturcamp 2017 wird mit einem literarischen Rundgang durch die Stadt beginnen. Dies ist eher außergewöhnlich für ein Vorabend-Treffen. Wie kam es zu dieser Idee?

Susanne: Wir haben das Glück, dass die ortsansässige Autorin Claudia Schmid Mitglied unseres Orga-Teams ist. Sie kennt sich in Heidelberg sehr gut aus, hat für ihre historischen Bücher reichlich recherchiert und so kam sie auf die Idee, diesen literarischen Rundgang anzubieten. Außerdem ist Heidelberg eine wunderschöne Stadt und Unesco City of Literature. Dazu unserer Veranstaltung auch viele Menschen anreisen, die Heidelberg noch nicht kennen, ist dieser Rundgang somit der perfekte Einstieg ins Literaturcamp.

Das waren unsere sechs BarCamp-Empfehlungen für Mai und Juni. Wir hoffen, dass etwas für Euch dabei war und dass Euch dieser Artikel einen guten Einblick gegeben hat. Außerdem bedanken wir uns bei allen Veranstaltern für die ausführliche Beantwortung unserer Fragen!

By Magdalena Pelka, Gründerin EventZebra
und Katrin Drewes und Stella Ostrzinski, PR