Tipps zum Erkennen von “Fakes”

Allgemeine Hinweise zum Erkennen von Lügen und Fälschungen gibt es unter anderem bei SPIEGEL ONLINE (“Tipps für den Surf-Alltag”, “So erkennen Sie Meinungsroboter”).

Kostenlos auf Englisch herunterladen kann man das ”Verification Handbook“, das sich ursprünglich an Journalisten richtet. Es enthält viele Tipps und Tricks für die Überprüfung von „user-generated content“. Darunter versteht man von Internetnutzern erstellte Inhalte wie Fotos, Videos und Posts in sozialen Netzwerken.

Denn auch multimediale Inhalte können manipuliert sein. Es gibt eine Vielzahl von Seiten, die Tipps zur Erkennung solcher Fälschungen geben. Eine englischsprachige Seite mit vielen praktischen Tools und Hinweisen ist „First Draft News“. Die unten stehenden Tipps basieren auf ihrem „Verification Guide“ für Fotos und Videos.

Fotos überprüfen

1. Mit einer „Reverse Image Search“ (z.B. von TinEye) schauen, ob das Foto wirklich neu ist oder schon einmal irgendwo hochgeladen wurde.
2. EXIF-Daten eines Fotos anschauen (wenn vorhanden). Sie können Infos wie Aufnahmeort, Aufnahmedatum etc. enthalten (z.B. ExifData). 
3. Tools wie Google Earth und Maps-Anbieter können dabei helfen, den Aufnahmeort eines Fotos herauszufinden (”How to verify images like a pro using Google Earth”, ”Knowing where to look for sources of imagery for Geolocation”).
4. Merkmale wie Kleidung, Wetter und Landschaften können dabei helfen, Fotos zu überprüfen.
5. Hier gibt es Tipps, wie man etwaige Bildmanipulationen erkennen kann. Für Windows-Nutzer gibt es die Software „JPEG Snoop“.

Videos überprüfen

1. In verschiedenen sozialen Netzwerken nach Stichwörtern zu dem Video suchen, um zu sehen, ob es andere/frühere Versionen davon gibt.
2. „Reverse Image Search“ mit dem Video-Vorschaubild machen, um zu sehen, ob es schon einmal woanders im Internet aufgetaucht ist.
3. Falls das Video auf einer Website/einem Blog veröffentlicht wurde: Mit einer WhoIs-Suche überprüfen, wer hinter der Seite steckt und die Infos abgleichen.
4. Bei Augenzeugen-Videos die Uhrzeit des Postings darauf überprüfen, ob sie zum Zeitpunkt des Vorfalls passt (Zeitzonen beachten).
5. Mit dem GeoSearchTool kann man YouTube-Videos nach Aufnahmeort durchsuchen (falls sie die entsprechenden Daten enthalten)