Vergleichst du?
In einigen Ratgebern zum Glücklichsein steht der Hinweis, sich nicht zu vergleichen. Doch dies geht gar nicht. Wir vergleichen, unser Organismus vergleicht, Denken vergleicht — immer. Es ist das Grundprinzip, welches den Beginn unseres Universums ermöglichte, bis in die Atome wirksam ist und uns genauso als Mensch ausmacht. Bei den Quanten erforsche ich es noch ;)
Der Vergleich zeigt, ob es einen Unterschied gibt, der die Energie hat, sich auszugleichen. Und gleichzeitig einen neuen Unterschied schafft. Der Ausgleich ist Lebendigkeit, der neue Unterschied Wachstum. Unser Organismus verarbeitet dabei pro Sekunde 10–15 Millionen Impulse, von denen uns 50–60 bewusst werden.
Der Hinweis, sich nicht zu vergleichen ist also anders gemeint. Spüre ich in mich, geht es um die Wertung damit. Einmal den Unterschied als Bereicherung sehen, als Möglichkeit für Wachstum und in den Impulsen zum Ausgleich die Lebendigkeit spüren. Begeisterung erleben.
Taucht im Vergleich Frust auf, wird der Unterschied als Mangel erlebt. Dann erlebe ich mich als ‘nicht gut genug’ oder so. Die Quelle dieser Art zu denken basiert auf Zuschreibungen von anderen und letztlich Manipulation egal ob gut gemeint. Sie erzeugt Schuld beim Vergleich.
In meiner Jugend war es eine Erziehungsmethode, nie genug zu sein. So als Ansporn, besser zu werden. Hält sich bis heute zB in Benotungen. Und ermöglicht sehr viele wirtschaftliche Angebote, aus dem Mangel in die Fülle zu gehen. Ich bin seit 30 Jahren damit beschäftigt und habe viel investiert, erforscht, gelernt und neu gelebt.
Doch letztlich geht es darum, zu spüren wer ich wirklich bin und so zu sein. Und wenn der Gedanke auftaucht, ich könnte besser sein spüre ich nach, ob Begeisterung dabei ist oder Frust. Begeisterung ist das Signal zum Lernen, zum Wachsen. Und diese Entscheidung ist ein wichtiger Teil der Selbstverantwortung, denn es ist alles nur in meinem Kopf. Selbstliebe.
Vergleiche ich? Ja immer. Und das ‘nicht gut genug’ ist selten. Mir hilft es auch, Lust auf Neues zu haben und bei dessen Wahrnehmung mich lebendig fühlen und zu wachsen.
Genauer? Einfach fragen.