Die Elefantenparabel

Avatar Maze
Nov 5 · 3 min read

Es waren einmal fünf weise Gelehrte. Sie alle waren blind. Diese Gelehrten wurden von ihrem König auf eine Reise geschickt und sollten herausfinden, was ein Elefant ist. Und so machten sich die Blinden auf die Reise nach Indien. Dort wurden sie von Helfern zu einem Elefanten geführt. Die fünf Gelehrten standen nun um das Tier herum und versuchten, sich durch Ertasten ein Bild von dem Elefanten zu machen.
Als sie zurück zu ihrem König kamen, sollten sie ihm nun über den Elefanten berichten. Der erste Weise hatte am Kopf des Tieres gestanden und den Rüssel des Elefanten betastet. Er sprach: "Ein Elefant ist wie ein langer Arm."
Der zweite Gelehrte hatte das Ohr des Elefanten ertastet und sprach: "Nein, ein Elefant ist vielmehr wie ein großer Fächer."
Der dritte Gelehrte sprach: "Aber nein, ein Elefant ist wie eine dicke Säule." Er hatte ein Bein des Elefanten berührt.
Der vierte Weise sagte: "Also ich finde, ein Elefant ist wie eine kleine Strippe mit ein paar Haaren am Ende", denn er hatte nur den Schwanz des Elefanten ertastet.
Und der fünfte Weise berichtete seinem König: " Also ich sage, ein Elefant ist wie ein riesige Masse, mit Rundungen und ein paar Borsten darauf." Dieser Gelehrte hatte den Rumpf des Tieres berührt.
Nach diesen widersprüchlichen Äußerungen fürchteten die Gelehrten den Zorn des Königs, konnten sie sich doch nicht darauf einigen, was ein Elefant wirklich ist. Doch der König lächelte weise: "Ich danke Euch, denn ich weiß nun, was ein Elefant ist: Ein Elefant ist ein Tier mit einem Rüssel, der wie ein langer Arm ist, mit Ohren, die wie Fächer sind, mit Beinen, die wie starke Säulen sind, mit einem Schwanz, der einer kleinen Strippe mit ein paar Haaren daran gleicht und mit einem Rumpf, der wie eine große Masse mit Rundungen und ein paar Borsten ist."
Die Gelehrten senkten beschämt ihren Kopf, nachdem sie erkannten, daß jeder von ihnen nur einen Teil des Elefanten ertastet hatte und sie sich zu schnell damit zufriedengegeben hatten.

(https://www.thur.de/philo/hegel/elefant.htm)

Ich erzähle dir diese Geschichte um dir zu verdeutlichen das es keine eindeutige Wahrheit gibt. Jeder von den fünf Gelehrten hat versucht seine Wahrheit zu vermitteln, denn aus seiner Perspektive ist es die absolute Wahrheit. Wir sehen dieses Phänomen in vielen Bereichen des Lebens. Viele Menschen gehen davon aus das ihre Sichtweise die einzig wahre ist. Bei dem Thema Glaube und Religion sehen wir diese Parabel am deutlichsten. Noch immer sind viele Religionen der Meinung das nur ihre Praxis und Lebenseinstellung zu Gott führt. Es ist doch ganz offensichtlich das Menschen die in unterschiedlichen Kulturen aufgewachsen sind eine andere Sprache verwenden um das übernatürliche zu beschreiben. Die einen nennen es Gott, die anderen Buddha und die anderen Brahman. Es spielt keine Rolle wie wir es nennen es geht nur darum das wir anfangen uns selbst bewusst werden wer wir sind. Jeder aufgestiegene Meister versuchte dies zu erklären. In der Bibel sagte Jesus “Ich bin der Weg”. Ich glaube es wurde ein Wort vergessen, da durch unendlichen Überlieferungen Wörter in Vergessenheit geraten. Ich glaube er wollte uns sagen: “ICH BIN ist der Weg”. Dies macht einen enormen Unterschied, denn ohne das “ist” denken viele Menschen das sie nur Jesus Weg folgen sollen. ICH BIN im Gegensatz ist der stärkste Satz im Universum. Das ICH BIN ist das universelle OM das durch Raum und Zeit schwingt. ICH BIN hat keine Identifikation mehr, es ist jediglich reines Bewusstsein oder wie der Hinduismus es nennt, das Brahman. Buddha nannte diesen Bewusstseinzustand das Nirvana. Wer Nirvana erreicht befreit sich vom leiden. Nirvana wörtlich übersetzt heisst “erlöschen”, es ist das erlöschen des kleinen Ich’s oder des Egos. Was passiert wenn wir kein Ego mehr haben? Wer hätte es gedacht, wir sind wieder reines Bewusstsein und somit frei von Leid. Seht ihr wie all die Religionen zum selben Ziel führen.

Ich versuche deshalb mich nicht mit einer Religion zu identfizieren, da jegliche Identifikation eine Form des Egos ist. Das Leben kann aus unendliche vielen Perspektiven gesehen werden, ich versuche in diesem Blog möglichst viele Perspektiven einzunehmen, dennoch ist es meine Sichtweise zum Leben. Es geht nicht darum das du diese Sichtweise übernimmst sondern das du selbst anfängst deine Wahrheit zu finden. Dieser Blog soll dir Denkanstöße geben und auch praktische Tipps mitgeben mit denen du arbeiten kannst um somit alten Glaubensätze aufzulösen. Außerdem soll es dir helfen energetische Blockaden zu erkennen und zu heilen. Es ist eine Mischung aus gechannelten Wissen von meinem höheren Selbst und Meditationstechniken die dir helfen das ewige Jetzt zu betreten.

Ich wünsche dir unglaublich viel Spaß beim lesen und bei der Arbeit mit deinem Avatar. Er wartet auf dich in jeder Sekunde deines Lebens.


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    Namasté🙏 Ich bin der Felix und bin 18 jahre jung. Mein Avatar (Higher Self) heisst Maze. Dieser Avatar hilft mir meine beste Version von mir selbst zu werden❣

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