Warum macht ihr eigentlich ein soziales Produkt ?
Weil die Zeit reif ist.
Wir wollten von Anfang an mit unseren Produkten (www.lycka.de, www.mienfronatur.de) etwas dazu beitragen, die Welt ein bisschen besser zu machen. Leckere, gute, gesunde und vernünftig hergestellte Produkte in einem Industriestaat wie Deutschland zu verkaufen, war uns zu wenig. Wir glauben, dass wir das hinkriegen. Wir glauben aber auch, dass wir mehr erreichen können.
Der Lebensmittelmarkt ist derzeit an einem sehr spannenden Punkt angelangt, an dem immer kritischere Konsumenten aufgrund einer starken Konzentration in der Lebensmittelproduktion eine immer kleinere Wahl haben. Die Konsumenten sehnen sich nach Natürlichkeit, nach Transparenz und nach Fairness. Deswegen gehen immer mehr Menschen auf Wochenmärkte, deswegen steigt die Anzahl an Bio Supermärkten und deren Absatz stark, deswegen haben große Konzerne wie Unilever und Nestlé starke Imageprobleme. Die Menschen in Deutschland wollen lecker essen, aber mittlerweile interessiert Sie auch, warum das Essen lecker ist. (Frisch oder Geschmacksverstärker, Chemie oder Natur)

Während ein großer Anteil der Menschheit hungert, wirft jeder Deutsche im Schnitt 81,6 KG Lebensmittel im Jahr weg.
Gleichzeitig hungert weltweit jeder achte Mensch. Jeder achte Mensch. Als ich persönlich Anfing mich näher mit dem Thema Unterernährung auseinanderzusetzen war ich absolut schockiert. Mir war bewusst, dass es ein großes Problem gibt, aber die tatsächlichen Ausmaße waren mir trotz sehr gute Aufklärungsarbeit von Brot für die Welt oder der Welthungerhilfe nie wirklich klar gewesen.
Was wäre, wenn Genuss in Deutschland Ernährung anderswo sichern könnte ?
Unsere These, die Idee die hinter Lycka steht ist, dass Menschen ein gutes Gewissen beim Einkaufen und beim Essen haben möchten. Unser Produk ist deshalb sozial, weil wir etwas verändern möchten und glauben, dass wir nicht allein sind. Natürlich werden wir durch Lycka am Anfang noch keinen großen Einfluss haben, aber wenn wir erfolgreich sind, sind wir ein weiteres Beispiel dafür, dass ein soziales Produkt auch kommerziell Erfolg haben kann. Die ersten Beispiele (LemonAid, ChariTea, Innocent) in anderen Bereichen des Lebensmittelmarktes gibt es. Wir hoffen, dass wir ein weiteres Beispiel hinzufügen können.