Learnings aus 2015 bewusst machen

Die Weihnachtszeit habe ich alleine verbracht. Einfach zur Ruhe kommen und sich auf das Wesentliche besinnen. Ich habe viel gelesen, mir Gedanken zum vergangenen Jahr gemacht und mir überlegt, was ich im neuen Jahr angehen möchte.

“Die Traumjoblüge: Warum Leidenschaft die Karriere killt”

Eines der Bücher, dass ich gelesen habe, ist “Die Traumjoblüge — Warum Leidenschaft die Karriere killt” von Cal Newport. Darin vertritt der Autor die These, dass wir unsere Leidenschaft nicht einfach so finden, sondern wir diese selbst erschaffen müssen. Leidenschaft entsteht vor allem durch Tun und stellt sich von allein ein, wenn man seinen Job beherrscht. Und um in seinem Job gut zu werden, muss man sich seltene und kostbare Fähigkeiten in der Arbeitswelt aneignen — dies bezeichnet Cal Newport als Karrierekapital.

Später im Buch bin ich dann auf den Begriff “Leistungsorientierte Lernhaltung” (Deliberate practice) gestoßen. Dabei habe ich festgestellt, dass mein Lebensstil dieser Beschreibung schon sehr nahe kommt.

“Schwierige Übungseinheiten mit dem Ziel, seine Leistungen kontinuierlich zu verbessern. Es geht darum, seine persönlichen Grenzen so weit zu überschreiten, bis man sich nicht mehr ganz wohlfühlt, und dann alles daranzusetzen, immer besser zu werden. Unerlässlich dabei ist konstantes Feedback — durch sich selbst oder andere. Wer ernsthaft einen Traumjob haben will, muss diese intellektuellen Herausforderungen zu einem festen Bestandteil seines Arbeitsalltags machen.”

Nach diesem Absatz begann ich intensiv darüber nachzudenken, welche persönlichen Grenzen ich im vergangenen Jahr überschritten habe. Es gab einige bedeutende Ereignisse für mich u.a. die Trennung von meiner Partnerin, der Fernsehauftritt bei DHDL, die Entscheidung SportyDate aufzugeben und der 24-Stunden Mammutmarsch. Aus jedem dieser Lebensumstände habe ich viel mitgenommen und wieder mehr über mich gelernt. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto mehr habe ich nach einer Möglichkeit gesucht Lebenssituationen, Learnings und das Feedback von Anderen miteinander zu kombinieren und auszuwerten. So entstand die folgende Tabelle.

Kombination von Lebenssituation, Learnings und Feedback

Welche persönlichen Grenzen hast du in 2015 verschoben?

Für was hast du im letzten Jahr deine Komfortzone verlassen? Hast du dich einer Herausforderung gestellt oder wurdest du mit einer schwierigen Situation konfrontiert? Besonders prägnante Ereignisse werden dir sicher schnell einfallen. Kleiner Tip: Persönliche Grenzen verschiebt man auch immer dann, wenn man etwas zum ersten Mal tut (z.B. einen Fallschirmsprung).

Welche Learnings haben sich daraus ergeben?

Egal was der Grund und Auslöser deiner Lebenssituation ist. Außerhalb deiner Komfortzone fängt immer ein Lernbereich an. Neue Erfahrungen erlebst du nur dort und diese haben zwangsweise einen Lerneffekt zur Folge.

Wie war das Feedback von deinem Umfeld?

Beschreibe wie die Anderen um dich herum unmittelbar nach dieser Lebenssituation reagiert haben, egal ob unterstützend oder ablehnend. Versuche auch zu deuten, wie sich deren Kritik auf dich ausgewirkt hat.


Cal Newport fasst es im Buch auch treffend zusammen: “Permanent seine Grenzen verschieben und unmittelbar auf Feedback achten, ist der Schlüssel zu einer einzigartigen Karriere. Je mehr Learnings man in kürzerer Zeit macht, desto mehr Karrierekapital wird man anhäufen.”

Ich sehe das ganz genauso. Vor einigen Jahren habe ich die Erlebnis-Plattform Firsty ins Leben gerufen. Die Idee hinter Firsty ist, sich immer wieder die Frage “Was willst du zum ersten Mal machen?” zu stellen und sich dann daran zu machen, dies in die Tat umzusetzen. Sich also einer Herausforderung zu stellen und eine persönliche Grenze zu verschieben, gibt einem das Gefühl, dass man sein Leben selbst in die Hand nimmt.

Wie siehts aus, hast du nun Lust bekommen, dir deine Learnings aus dem letzten Jahr bewusster zu machen? Probiere es einfach mal aus! Freue mich über dein Feedback.