Time-Machine-Backup verschlanken

Wer Apples Time Machine benutzt, um regelmäßig Backups seiner Ordner und Dateien anzulegen, muss sich an sich nicht vertieft mit dem Thema Datensicherung auseinandersetzen. Alles läuft von selbst. Die praktische Lösung wird auch im kommenden macOS “Sierra” wieder enthalten sein.

Speicher ist aber naturgemäß endlich und so ist es durchaus sinnig, den Backups Grenzen zu setzen.

Ich empfehle daher ohne jede Gewähr*, Time Machine anzuweisen, bestimmte Ordner nicht in die Datensicherung einzubeziehen.

So sieht das entsprechende Einstellungsmenü (zu finden in den Systemeinstellungen und dort unter Time Machine) beispielsweise an meinem iMac aus:

Beliebig viele Ordner können von den Time-Machine-Backups ausgenommen werden.

Welche Sicherungen man sich sparen kann

Ganz besonders viel Ersparnis bringen in meinem Fall die Ausschlüsse des Download-Ordners (42,5 GB) und des Desktops (205,39 GB). Beide sind deshalb so groß, weil ich heruntergeladene Dateien aller Art — das können Apps, PDF-Dateien, Videos usw. sein — dort meist vorübergehend ablege. In aller Regel sind das aber Dateien, die nicht dauerhaft in einem Backup gesichert werden müssen. Insbesondere Apps lade ich gerne ohnehin bei späterer Gelegenheit (z. B. nach dem Neuaufsetzen des Rechners) in dann aktueller Version erneut herunter — wenn ich sie überhaupt noch brauche.

Aus demselben Grund sichere ich auch den Ordner Applications (Programme) nicht mit.

Neben einigen Library-Ordnern verzichte ich zudem auf die Sicherung der Cloud-Ordner. Zurzeit nutze ich iCloud, Dropbox und Google Drive. Von allen dreien liegen Spiegelungen auf all meinen Rechnern (also mindestens drei) und in der jeweiligen Cloud. Zudem nutze ich die Cloud-Ordner auch häufig zur vorübergehenden Speicherung, z. B. als Datentausch. Aus meiner Sicht ist es daher nicht erforderlich, ein zusätzliches Backup vorzuhalten.

Extrem unsinnig ist es schließlich, den Papierkorb (Trash) im Backup zu sichern. Das gilt umso mehr, als gelöschte Dateien aus Ordnern, die via Time Machine gesichert werden, jederzeit aus dem Backup wiederhergestellt werden können. Warum dann also zusätzlich den Mülleimer sichern?

Was bringt’s?

Natürlich kann man nicht pauschal sagen, wie viel Speicherplatz sich durch das maßvolle* und wohl bedachte* Ausschließen von Ordnern aus Time Machine einsparen lässt. Das hängt entscheidend von den persönlichen Anforderungen und Gewohnheiten ab. In meinem speziellen Fall kommen — und darüber war ich selbst gerade erstaunt — fast 250 GB zusammen, die mir auf meiner NAS nun wieder für andere Dinge zur Verfügung stehen.

*Achtung: Wichtiger Hinweis!

Nicht umsonst sind einige Passagen meines Artikels mit einem Sternchen (“*”) versehen. Die hier ausgeschlossenen Ordner treffen für mich zu. Bestimmt kann der eine oder andere meine Hinweise übernehmen. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass ein ausgeschlossener Ordner wirklich überhaupt nicht von Time Machine beachtet und gesichert wird. Einmal gelöscht, ist der Ordner oder eine in ihm befindliche Datei für alle Zeiten verloren.

Daher schließe ich in erster Linie solche Ordner aus, die ohnehin an anderer Stelle gesichert oder nur mit Dateien bestückt sind, die ich jederzeit wieder irgendwo herunterladen kann.

Also: Bitte gut nachdenken, ob einem nicht gerade die Sicherung dieses einen Library-, Cache- oder Download-Ordners ganz besonders am Herzen liegt und die Konsequenzen abwägen. Ich jedenfalls übernehme keine Verantwortung für voreilig und doof von Time-Machine-Backups ausgeschlossene und dann schmerzlich vermisste Dateien.

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