Islamismus und die FPÖ

Die Rechtspopulisten der FPÖ schreiben sich den Kampf gegen Islamisten auf die Fahnen. Sie inszenieren sich als das Bollwerk gegen Islamismus. Obwohl laut offiziellen Stellungnahmen die Freiheitlichen einen Unterschied zwischen radikalen Islamisten und gemäßigten Muslimen machen, verschwimmt diese Grenze nicht nur bei den Anhängern der Partei, sondern auch bei deren Politikern. Mit Sprüchen wie “Daham statt Islam“ auf Wahlplakaten beleidigt die Bewegung eine gesamte Weltreligion.

Die Aktionen der FPÖ sind in dieser Hinsicht jedoch scheinheilig, denn die Partei unterhält Kontakte und Beziehungen zu radikalen Islamisten, die mit Terroristen unter einer Decke stecken.


So wurde im Juli 2015 bekannt, dass der FPÖ-Bundesrat und ehemalige Kärntner Landeshauptmann, Gerhard Dörfler, vor hat nach Libyen zu reisen um sich dort mit der internationalen, nicht anerkannten Gegenregierung Verhandlungen zu führen.

Geführt wird diese Gegenregierung von Nuri Abusahmain sowie den islamistischen Milizen “Libyschen revolutionären Operationsraum” (LROR) und “Fajr Libya”. Die verschiedenen Milizen, welche den Warlord Abusahmain unterstützen, haben auch Kontakte zu der internationalen Terrororganisation al-Qaida.

In der Mitte sieht man den internationalen nicht anerkannten Machthaber in Tripolis

Offiziell will Dörfler mit den Machthabern in Tripolis eine Lösung in der Flüchtlingskrise suchen, aber schon in der Vergangenheit hatte die FPÖ beste Kontakte und kooperierte mit dem Langzeitdikator Muammar al-Gaddafi.


Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Profil besuchte am 8. Juli 2015 eine Delegation ägyptischer Exilabgeordneter auf Einladung der FPÖ das Parlament und verfolgte dabei eine Debatte des Nationalrats. Das Pikante an dem Besuch war, dass alle drei Exilabgeordnete von islamistischen Bewegungen kamen.

Foto: ikhwanweb.com (offizielle englischsprachige Webseite von der Muslimbruderschaft)

Mohammed al-Fiqi und Osama Suleiman sind Mitglieder der islamistischen Muslimbruderschaft. Amer Abdel-Rahim, der ebenfalls der Einladung folgte, gehört der radikaleren “Aufbau- und Entwicklungspartei“ an. Diese Partei ist der politische Arm der Terror-Organisation al-Dschamaʿa al-islamiyya (“Islamische Vereinigung“). al-Dschamāʿa al-islāmiyya wird von der EU sowie der USA als Terrororganisation eingestuft. Spiritueller Führer ist der blinde Kleriker Umar Abd ar-Rahman. Er wurde 1993 angeklagt, für den Bombenanschlag auf das World Trade Center in New York verantwortlich zu sein, dann aber zu lebenslanger Haft für Anschläge auf Gebäude der Vereinten Nationen und des FBIs verurteilt.

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