Von Stadtmarketing und alten Zöpfen

Ich schreibe seit Monaten an einem Beitrag für ein Handbuch zum Thema „Praxis Stadtmarketing“. In meinem Beitrag geht es um „Digitale Transformation“ und ich versuche darin zu erläutern, wie sich neue Technologien und Kommunikationsstrategien auf die Arbeit von Stadtmarketing und -kommunikation auswirken.

Ich hatte den Beitrag schon im Oktober fertig. Er war recht lang und ausführlich und erklärte, welche Herausforderungen. bevor stehen. Jedoch erhielt ich ihn wieder zurück, mit dem Hinweis, dass er für das heutige Stadtmarketing zu weit in die Zukunft blicken würde.

Daher begann ich ihn noch einmal zu schreiben. Ich integrierte Social Media Strategien, beschäftigte mich mit der Notwendigkeit von modernen Websites und Apps und übertrug das System der „Social Impact Optimization“ auf den neuesten Stand von Tools und Anwendungen.

Jetzt bin ich fast fertig damit. Aber es wächst der Wunsch, alles wieder zu löschen. Darüber grübel ich schon einige Tage und komme zu keinem befriedengenden Ergebnis. Denn ich glaube nicht, dass man überhaupt noch so weit „untern“ beginnen soll zu planen. Zudem ist alles zu diesem Thema von viel klügeren Köpfen, als ich es bin, bereits gesagt und geschrieben worden. Gibt man „Social Media Strategie“ bei Google ein, ist man mit den durchaus guten Ergebnissen einige Tage beschäftigt.

Wer bis heute noch nicht den Schritt in Richtung Social Media professionell gegangen ist, der sollte durchaus noch damit beginnen. Aber das nicht als zentralen Punkt seiner digitalen Strategie, sondern als einen Teil davon. Einen durchaus wichtigen Teil, sicherlich, und man kann bestimmt auch noch effektiv um Messenger-Marketing erweitern. Aber Social Media ist nicht mehr als ein Teil, der in den kommenden Jahren der Mittelpunkt der Kommunikations- und Marketingstrategie werden soll.

Ich habe den Eindruck, dass heute Social Media das neue analoge PR, das Print-Only geworden ist. Man hält sich daran fest, da man meint es endlich verstanden zu haben und es auch von den Entscheidern als relevant geadelt wurde. Wenn sogar zukünftige Präsidenten ihre politische Meinung und Regierungsentscheidungen via Twitter der Welt mitteilen, muss doch etwas daran sein.

Ja, ist es. Social Media ist die Möglichkeit, direkt mit den Zielgruppen zu interagieren. Und das schon vor 10 Jahren. Wer damals oder in den näheren Folgejahren neugierig und agil auf diesen Zug gesprungen ist und bis heute an Bord ist, hat es sicherlich nicht bereut. Er hat sich eine transmediale Community aufgebaut, kann Content produzieren, der wahrgenommen wird und bekommt mit, wenn sich Trends, Tools und Technik ändern. Er hat sicher auch mitbekommen, dass gerade eine weitere Stufe der Web-Evolution bevorsteht und wir mit raschen Schritten in eine hochvernetzte, individualisierbare Welt der ortsbasierten Dienste und Mixed-Reality-Anwendungen treten. Diese Welt ist anders, als wir sie von Social Media her kennen. Es gibt Ähnlichkeiten und es gibt Schnittstellen. Aber diese Welt ist von Grund auf anders konzeptioniert. Sie basiert auf individuelle, multimediale Informationen und Medien, die wir mit unseren Smartphones abrufen können. Sie werden uns nicht mehr von Menschen, sondern von smarten Programmen durch Text und/oder Sprache mitgeteilt. Denn was dieser Welt nämlich noch völlig fehlt, ist Community. Nicht umsonst sagen renommierte Analysten und Investoren, dass derjenige, der ortsbasierte Angebote und Mixed Reality in ein soziales Netzwerk verwandelt, der nächste digitale Gigant werden kann.

Kann man in so einer Medien- und Marketing-Welt überhaupt noch an den alten Zöpfen hängen? Sollte man an alten Strategien und Konzepten festhalten, obwohl wir bereits tagtäglich mitbekommen, wie sich unsere Kommunikation ändert?

Ich denke nicht.

Was man tun muss, ist den Wandel, die digitale Transformation ganz genau zu planen und professionell durchzuführen.

Und genau das ist es, was ich schreiben werde.

Mit Social Media und Messenger-Marketing

Mit Chatbots und ortsbasierten Diensten und Mixed Reality.

Mit allem.

Das werde ich jetzt schreiben und in Handbuch-Form überführen.

Wieviel Seiten hatte ich noch einmal zur Verfügung?

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Vertiefende Informationen.

Warum Chatbots die Kommunikation revolutionieren und Social-Media-Manager arbeitslos werden

https://medium.com/@frank_tentler/warum-chatbots-die-kommunikation-revolutionieren-und-social-media-manager-arbeitslos-werden-6da44e59547f?source=linkShare-df1d6f002657–1484326624

Chatbots im Tourismus, ein kostenfreies Ebook:

http://labor.neusta-etourism.de/ebooks/chatbots-im-tourismus/

Gute Bots, böse Bots und die Macht der künstlichen Intelligenz:

https://medium.com/wandel-durch-content-strategie/gute-bots-b%C3%B6se-bots-und-die-macht-der-k%C3%BCnstlichen-intelligenz-1831bfa22d27?source=linkShare-df1d6f002657–1484327214

Zur digitalen Transformation von Kommunikation und Marketing:

https://medium.com/@frank_tentler/eine-kurze-roadmap-zur-digitalen-transformation-von-kommunikation-und-marketing-im-jahr-2017-c5205cb38e2?source=linkShare-df1d6f002657–1484326687

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