Städtische Online/Offline Geschäftsmodelle – Es geht um Liebe!

In meinem Berufsleben ist es einmalig, dass bereits in einem so frühen Stadium eines Technologiewandels konkret und rasant nach Geschäftsmodellen gesucht wird. Ortsbasierte Dienste, Mixed Reality, Chatbots, künstliche Intelligenz und Big Date Mining sind kaum als Begriffe angekommen, schon werden darauf basierende Einnahmemodelle erdacht. Das verwundert nicht. Aber das diese Diskussion auch schon in Deutschland auf Augenhöhe mit ausländischen Vorreitern geführt wird, erstaunt mich zu diesem Zeitpunkt schon. Dabei geht die Palette von innovativen Online/Offline-Shops, über individualisierte digitale Dienstleistungen, real-digitale Misch-Dienstleistungen und Einzelhandelsangeboten, bis hin zu ganzen städtischen Smartsphere-Plattformen, die als Grundlage alle Technologien, die für eine moderne Transformation einer Stadt nötig sind beinhalten und diese den städtischen Partnern aus Handel, Tourismus und Kultur zur Verfügung stellen.

Die meisten dieser Angebote verdienen ihr Geld mit Service und Data Mining/Analyzing. Das sind sicherlich die wichtigsten Einnahmequellen. Sie sorgen dafür, dass Kunden einfach und sicher lernen, mit den neuen Technologien. umgehen zu können und ihre Arbeit mit ausgewerteten Daten zu optimieren. Das alles muss so einfach sein, dass die Integration dieser Bereiche in den bisherigen Arbeitsalltag keine Hürde darstellt. Die Anbieter solcher Dienstleistungen – in meinen Augen sind dafür besonders Stadtwerke geeignet – müssen das genauso im Auge behalten, wie ein nativ nutzbares User Interface und dessen Ausbau/Umwandlung entlang den technischen Vereinfachungen (z.B. Von Text- zur Sprachssuche) und den Wüschen der Nutzer. Gelingt das ihnen, werden sie Produkte anbieten können, die für ihre Einfachheit geliebt werden.

Und geliebt werden müssen sie.

Denn es geht kanllhart um die Zeit, die ein Nutzer täglich in der digitalen Welt verbringt. Die Angebote aus Technik, Kommunikation und Content müssen so sehr geliebt werden, dass so viel Zeit wie möglich von den 3–4 Online-Stunden täglich mit ihnen verbracht wird und die Nutzerr von anderen Angeboten „ferngehalten“ werden. Anders wird man sich den internationalen grossen Anbietern nicht erwehren können. Ebenso müssen innerhalb dieser Angebote – wie z.B. Facebook, Amazon, Google-Suche,… – spannende „Kaninchenlöcher“ angeboten werden., um Nutzer in die eigene Online/Offline-Welt zu tramsferieren.

Dafür braucht man neben einem räumlichen Storytelling und einfach zu nutzende Technologie, auch hochwertigen Content. Content, der begeistert.

Der geliebt wird.

Damit wären wir bei Events und Kultur. Denn Kunst und Kultur liefern in Städten den Content, der berührt, aufwühlt, der zu Fragen und Antworten bewegt. Es gibt noch andere städtische Angebote (Natur, Geschichte,…), die Nutzer begeistern können. Aber Kunst und Kultur liefern sie rund um die Uhr und kann lehren, wie geliebter Content für eine Stadt als real-digitaler Erlebnisraum produziert werden kann.

Die Symbiose zwischen Kultur, Tourismus, Handel und Bürgerbeteiligung, die sich aus den vielen Schichten einer Stadt erstellen lassen, sind sicherlich auch die Grundlage für lukrative und innovative Geschäftsmodelle mit Zukunft. Eine ähnliche Struktur ist keinem. Online-Anbieter bisher möglich und sollten sich dann doch die ersten Offline-Ableger von Online-Anbietern in den Städten auftauschen (s. Amazon Stores), werden sie es sein, die für Wahrnehmung und Reichweite in die Infrastruktur des real-digitalen Erlebnisraum einer Stadt bezahlen müssen.

Auch ein Geschäftsmodell.