Von einer kleine Heldin, grossen Geschichten und neuen Formen der Vermittlung — Die SmartPlace-App “Freilichtmuseum Detmold”

Foto: Die Kaltblüter-Pferde des Freihlichtmuseums

Vor mir liegt das gemalte Bild der kleinen Heldin, die in der neuen Smartplace-App des Freilichtmuseums Detmold die Hauptrolle spielen wird. Verschmitzt lächelt sie den Betrachter an vermittelt alleine mit ihrem Anblick schon einen Eindruck, was den Besucher ab Mitte Mai im Freilichtmuseum erwarten wird: frech-freundliche Unterhaltung, mit Ausflügen in das Abenteuerliche und auf unterschiedlichen Ebenen vermitteltes Wissen.

Kaum betritt man dann das Freilichtmuseum, kann man sich eine kleine App (5–7 MB) herunterladen (wenn man es nicht schon daheim getan hat) und wird von der kleinen Heldin (die eine kindliche Ausgabe einer bekannten historischen Persönlichkeit ist) an die Hand genommen. Nach und nach laden sich neue Medien und Geschichten erschliessen sich neue Einblicke, sind Rätsel zu lösen, gilt es Ungekanntes zu verstehen und neue Erlebnisräume zu erforschen. Gesteuert und visualisiert wird das über verschiedene, miteinander verknüpfte ortsbasierte Dienste und Technologien, z.B. Beacons, GPS und Augmented Reality. Die erste Tour, die jetzt umgesetzt wurde, umfasst einen Bereich des Freilichmuseum, für den man 1–1,5 Stunden einplanen muss. Später kommen dann weitere Touren hinzu, ergänzen sich und laden über Schnittpunkte ein, neue Wege zu erforschen.
Ziel ist es, dass möglichst alle Besucher, gemäss ihres Alters, neue und aktualisierbare Einblicke in das Freilichtmuseum erhalten und Wissen zielgruppengerecht und unterhaltsam zu vermitteln. Die Technik dient hierbei als Transmitter der Geschichte und soll so unauffällig wie möglich bleiben.
Dafür haben wir — www.menschortweb.de — uns eine fächerartige Nutzeroberfläche für die SmartPlace-App überlegt, die auf 3 Ebenen tiefergehende Informationen zur Verfügung stellt. Ebene 1 ist für Kinder und junge Jugendliche. Ebene 2 (intern “Besserwisser-Wissen” genannt), dient dazu, schnell den Begleitpersonen tiefergehendes Wissen vermittlungsgerecht anzuzeigen und Ebene 3 ist das umfassende wissenschaftliche Wissen, aber verständlich erklärt. So, wie es im Freilichtmuseum Standard ist.
Da das Freilichtmuseum nur über eine begrenzte Internet-Qualität verfügt, mussten wir uns auch hierzu einige Gedanken machen. Aber — wie Martin Adam in einem der gefürchteten ‪#‎mowontour‬ Videos erklärt, s.http://bit.ly/mowontour2 — auch dafür haben wir eine echt schicke und innovative Lösung gefunden.

Während wir gestern mit dem Marketing/Kommunikations-Team des Freilichtmuseums zusammen saßen, die für den Content verantwortlich sind, kam auch das 12-jährige Mädchen vorbei, welches die Rolle der kleinen Heldin einspricht (und das hochprofessionell! Ich habe noch nie vorher erlebt, wie ein so junger Mensch von einer zur anderen Sekunde so tief und mitfühlend in eine andere Person schlüpft). Ihre Begeisterung über die Idee und die Umsetzung ist eigentlich der grösste Anreiz, dieses Projekt zu etwas ganz besonderen werden zu lassen.
Übrigens hat sie auch noch zufällig den gleichen Namen, wie die kleine Heldin unserer SmartPlace-App

Das Bild der kleinen Heldin darf ich leider noch nicht zeigen. Am Entwurf wird noch gearbeitet und ich bin auch nicht die Person, die sie der Öffentlichkeit vorstellen wird. Aber ich habe es mir vom ganzen Team unterschreiben lassen und es bekommt einen Ehrenplatz.