Warum Angela Merkel die beste Bundeskanzlerin ist und ich kein Parteibuch mehr habe

Unternehmer sollten sich eine politische Meinung erlauben und diese kommunizieren

Ich bin vor einigen Jahren Mitglied der CDU geworden, da ich meine Stimme zur Unterstützung von Angela Merkel als Bundeskanzlerin nutzen wollte. Und ich bin weiterhin davon überzeugt:

Angela Merkel ist die beste Bundeskanzlerin, die Deutschland in den nächsten Jahren haben kann!

Gerade bei der aktuellen politischen Lage mit Trump, Brexit und Erdogan braucht Deutschland dringend eine erfahrene und angesehene Führungspersönlichkeit die Europa und die Welt zusammenhält. Ich bin sehr dankbar das Angela Merkel noch mal antritt um für Deutschland und Europa zu kämpfen.

Es freut mich sehr, dass die Wähler nach dem anfänglichem “Schulz-Hype” ihn nicht mehr als echte Alternative zu Angela Merkel sehen. Schulz wäre eine Rolle-Rückwärts für Deutschland.

Merkel steht international für Stabilität. Bei innenpolitischen Themen wünsche ich sie mir jedoch noch konsequenter. Sie plant eine Agenda 2025, was viel zu spät ist. Mir fehlt das Mutige, Fortschrittliche — die Innovation, die Deutschland so dringend braucht. Offensichtlich spürt auch Merkel, dass ihr etwas fehlt. Mit dem Chef-Lobbyisten von Opel will sie das Steuer im Wahlkampf rumreißen. Doch eigentlich müssten diese Impulse von innen, von Ihrem Führungsteam kommen.

Mir ist bewusst, dass man einen Staat nicht wie ein Unternehmen führen kann und Politik aus Kompromissen besteht. Trump muss das offensichtlich noch lernen — wenn er es denn jemals lernen wird… Doch zu einem gewissen Teil kann sich die Politik auch etwas von der Wirtschaft abschauen. Ich bin der Meinung, dass die politischen Vorhaben genauso transparent und einfach dargestellt werden sollten, wie es die Startups bei einem Pitch tun müssen. Ist das Produkt nicht verständlich dargestellt und der Plan zum Erfolg nachvollziehbar, dann kommen wir nicht ins Geschäft.

Dank Gerhard Schröder und seiner Agenda 2010 geht es uns heute wirtschaftlich gut.

Er hat viele Dinge bewegt, auch wenn er von seiner Partei dafür heftig kritisiert wurde. So ein Reformprogramm brauchen wir wieder. Nicht 2025, sondern früher: 2020.

Wir brauchen eine Agenda 2020 mit Themen wie der Digitalisierung von Staat und Verwaltung und einer radikalen Vereinfachung des Steuersystems — wie es die FDP schon seit Jahren fordert.

Davon dürfen allerdings nicht nur die Top-Verdiener profitieren, sondern auch die “hart arbeitende Mitte der Gesellschaft”, die dem frisch gewählten SPD-Chef Martin Schulz angeblich so wichtig ist. Merkel bzw. Ihr Team, hätte diese Reformen idealerweise trotz Euro- und Flüchtlingskrise schon stärker vorangebracht. Ich bin überzeugt: Mit einem starken Visionär an ihrer Seite, wie FDP-Chef Christian Lindner, könnte sie diese wichtigen Zukunftsthemen nach der Bundestagswahl im Herbst anpacken und durchsetzen. Mit Martin Schulz hingegen würden wir mindest eine Rolle rückwärts in die Vergangenheit machen; aber es könnte auch noch schlimmer kommen. Martin Schulz ist ein Hype-Kandidat der SPD, der sinnfreie Parolen raus haut, Stimmung macht (Martin, Martin, Martin, …) und seine Meinung oft wechselt. Dieser Mann, der auch bekennender Fan der Linken ist, wäre eine Katastrophe für unser Land.

Mir geht es um Deutschland. Und ich hoffe nach Brexit, Trump und Erdogan trauen sich mehr Unternehmer eine klare politische Meinung und Kommunikation zu.

Denn sonst haben wir einen Trump hierzulande schneller als wir denken können. Und das was in Frankreich gerade passiert, macht mir große Hoffnung. Ich hoffe sehr, dass Emmanuel Macron am 07. Mai die Mehrheit bekommen wird, die für Frankreich so wichtig ist und ein Schritt in die richtige Richtung bedeutet. Ich werde mich deshalb verstärkt politisch engagieren und meine Meinung sagen. Wer mich kennt weiß, dass ich sage, was Sache ist. Das möchte ich auch politisch tun. Deshalb ist mir meine Unabhängigkeit wichtiger als eine Parteizugehörigkeit. Ich bin kein Typ für die Parteiräson. Ich möchte als Unternehmer meine Unabhängigkeit nutzen und sagen können, was für unser Land das Beste ist.

Aus diesem Grund habe ich kein Parteibuch mehr, trotz oder auch gerade weil wir uns im Wahljahr befinden. Das ist eine Entscheidung für Freiheit und Unabhängigkeit und offene, parteilose Meinung und Kommunikation. Deutschland braucht ganz dringend mehr davon!