Bayrische SPD von Pazifismus bedroht!

Am 7.Mai erinnert sich die Bayrische SPD an einen Ausgeschlossenen: Den Pazifismus: Kurt Eisner zum 150.Geburtstag im Senatssaal des Maximilianeums, Anmelde-Adresse unten:

Revolutionäre vor der Residenz

Die Zeiten werden immer skurriler:
 Revolutionäre Kommunisten dürfen direkt vor dem Landtag demonstrieren, wo eben noch USK und große Polizei-Präsenz den Weg verschließen wollte, die Präsidentin tobt, den das Gericht schützte in den Parlaments-Osterferien die heilige Bannmeile nicht gegen eine symbolreiche Inszenierung
 Und nun fällt die bayrische SPD
 Eine historische Fahne der SPD ist auf dem Bild zu sehen: Eisner und die Pazifismus-Sozialisten, denen im Lauf des Krieges ab 1916 klar geworden war, dass es nicht die Russen waren, die den 1. Weltkrieg anfingen, sondern die Preußen, die schon lange die Pläne hatten, über Belgien wieder in Frankreich einzufallen: VON Schlieffen hatte schon 1909 alles dazu ausgearbeitet, und Adel, Banken, Besitzbürger und Kirchen, Militär und Monarchie und “Bayrische Volkspartei” wie das Zentrum hatten freudig ihre Geschäfte erwartet, Gebietsgewinn und Kolonien.
 Die SPD war gegen den Krieg

Commune am Marienplatz

so lange er noch nicht begonnen hatte, und unterstützte die Frauen- und Friedensbewegung. Ab Kriegsbeginn ließ sie sich mit den Gewerkschaften in einen “Burgfrieden” verpflichten, stimmte im Reichstag immer neuen Kriegskrediten zu und verhinderte Streiks.
 Die SPD schloss Pazifisten aus
 als 1917 immer mehr Reichstags-Abgeordnete gegen die neuen Kredite stimmen wollten, und begründete damit den Start der USPD, und die Unabhängigen Sozialdemokraten begannen, ihre Organisation allmählich aufzubauen.
 
 An einigen Orten auch in Bayern stimmten die ganzen Orts- und Kreisverbände für den Übertritt und stellten damit in der Oberpfalz (Hof) einen Reichstagsabgeordneten,
 
 Die MunitionsarbeiterInnen-Streiks im Februar 1918 für sofortige internationale Friedensverhandlungen gaben in Industrie-Orten einen weiteren Auftrieb.
 
 Ausführlich: https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Unabh%C3%A4ngige_Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands_(USPD),_1917-1922
 Kurt Eisner und die deutsche Kriegsschuld

Max-II-Denkmal München Commune

Der Bote wurde ermordet, die Tat bleibt bis heute aufzuklären: Der Kriegsbeginn und die folgende Propaganda, die zum Faschismus führte, in ihm den Höhepunkt erlebte: Dolchstoß-Legende und Versailler Vertrag …

Pazifismus zur SPD

Kurt Eisners Revolution in München war friedlich gewesen, er war das erste Opfer des Anton Arco, eines aufgehetzten21-jährigen katholischen Offiziers, der Faulhabers Hirtenbrief und Predigt von “schlimmer als der Betlehemitische Kindermord” (Propaganda gegen die Wahlfreiheit des Religionsunterrichts) und die Hetze der Bayrischen Volkspartei über den “jüdischen Dolchstoß” glaubte.
 Palmsonntags-Putsch
 am 7.4.1919 gab es einen Putsch-Versuch von Rechts, von der “Mehrheits-SPD” (Bolschewiki?-) von Bamberg aus mit Propaganda unterstützt, Erich Mühsam und acht weitere Genossen landeten willkürlich im Gefängnis bei Ingolstadt, später Jahre lang in Niederschönenfeld. Zenzl Mühsam konnte noch telefonisch einige Arbeiterräte warnen, so dass der Putsch schief ging, die Putschisten
 Und wieder Schüsse aus den Reihen der SPD
 doch begann die Revolution jetzt, den Hauptbahnhof zu verteidigen, und der junge Matrose Rudi Egelhofer übernahm das Kommando der Roten Armee Bayern.

rudi Egelhofer Grab

Eine Geburtstagsfeier für Kurt Eisner im Bayrischen Landtag
 die grafische Gestaltung findet ihr auf der Seite www.Raete-muenchen.de und vielleicht bei der SPD
 Sehr geehrte Damen und Herren,
 Kurt Eisner, Sozialdemokrat aus Berlin, hat 1918 in München die bayerische Novemberrevolution gegen das Wittelsbacher Königshaus angeführt, die Monarchie für abgesetzt erklärt und den „Freistaat“ Bayern ausgerufen.
 
 Der als Pazifist, unbequemer Querulant und Idealist charakterisierte Kurt Eisner leitete nach der Revolution die neue Regierung und legte ein reformorientiertes Programm vor.
 
 Demokratische und soziale Errungenschaften wie die Einführung des Frauenwahlrechts in Bayern und der Achtstunden-Arbeitstag gehen auf ihn zurück. Für das künftige Deutschland strebte er eine starke föderale Struktur an.
 
 Für seinen politischen Mut musste er im Februar 1919 mit dem Leben bezahlen, er wurde auf dem Weg in den Landtag in der Prannerstraße ermordet.
 
 Sein 150. Geburtstag dieses Jahr ist ein geeigneter Anlass, uns an Kurt Eisner zu erinnern.
 Wir laden Sie dazu herzlich in den Bayerischen Landtag ein.
 
 Markus Rinderspacher, MdL
 Vorsitzender der BayernSPD-Landtagsfraktion

150 Jahre Kurt Eisner

Matinée zum Geburtstag

Sonntag, 7. Mai 2017, 11:00 Uhr | Senatssaal im Bayerischen Landtag
 
 Begrüßung
 Markus Rinderspacher, MdL, Vorsitzender BayernSPD-Landtagsfraktion
 “Kurt Eisners Ort in der bayerischen Geschichte”
 
 Prof. Dr. Ferdinand Kramer, Institut für Bayerische Geschichte, LMU München
 Festrede
 
 Christian Ude, Altoberbürgermeister der Landeshauptstadt München
 Schlussworte
 
 Dr. Simone Strohmayr, stellvertretende Vorsitzende der BayernSPD-Landtagsfraktion
 anschließend:

Residenz Revolutionäre

Empfang im Steinernen Saal
 musikalische Umrahmung: Martina-Eisenreich-Quintett
 
 Veranstaltungsort
 Maximilianeum | Max-Planck-Str. 1 | 81675 München
 Tram 19; U-Bahn 4/5 „Max-Weber-Platz“
 Tiefgaragenplätze im Haus
 
 BayernSPD Landtagsfraktion
 Maximilianeum | 81627 München
 empfang@bayernspd-landtag.de
 Fax: 089/ 4126 59 2299
 
 Melden Sie sich und Ihre Begleitpersonen bitte namentlich per Antwortkarte, Fax oder E-Mail zur Veranstaltung an.
 
 Webseite www.dasanderebayern.de
 
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 Meine Empfehlung:
 
 Isarvorstadt/Ludwigsvorstadt
 Die Revolution gehört allen
 
 http://www.sueddeutsche.de/muenchen/isarvorstadtludwigsvorstadt-die-revolution-gehoert-allen-1.3448361
 
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 Wie sieht die entsprechende Antwort in den Zeiten einer “GROSSEN Koalition” der Geschäftemacher in München aus?
 
 3. April 2017, 20:19 Uhr: Isarvorstadt/Ludwigsvorstadt Die Revolution gehört allen
 Kurt Eisner
 
 Mann der Geschichte: Kurt Eisner rief im Jahr 1918 den Freistaat Bayern aus und wurde erster Ministerpräsident. (Foto: dpa)
 
 Die SPD im Bezirksausschuss möchte an Kurt Eisner erinnern, die CSU lehnt das aus “inhaltlichen Gründen” ab
 Von Johannes Korsche, Isarvorstadt/Ludwigsvorstadt
 
 Im kommenden Jahr jährt sich die Novemberrevolution in Bayern zum 100. Mal; Anlass für eine Gedenkfeier, die am 7. November 2018 auf der Theresienwiese stattfinden soll. Zu Ehren der Revolution und zu Ehren Kurt Eisners, des ersten bayerischen Ministerpräsidenten. Bei der Organisation dieser Feier sollen sich unter anderem die Geschichtswerkstatt Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, das Archiv der Münchner Arbeiterbewegung sowie die Sendlinger Kulturschmiede beteiligen. Nun möchte die SPD-Fraktion im Bezirksausschuss Isarvorstadt-Ludwigsvorstadt, dass sich das Gremium zumindest mit einer Veranstaltung auf der Theresienwiese in Erinnerung an die bayerische Revolution des Jahres 1918 beteiligt. Doch geht es nach dem Willen der CSU, sollen sich die Stadtteilpolitiker aus der Gedenkfeier heraushalten. Denn: Man lehne die Gedenkveranstaltung und somit auch den Antrag aus “inhaltlichen und personell inhaltlichen Gründen” ab, begründet CSU-Fraktionssprecher Florian Florack diese Haltung.
 
 Knapp 740 Jahre hatten die Wittelsbacher Bayern regiert, als am 7. Novembertag 1918 Zehntausende auf Münchens Straßen demonstrierten; gut 60 000 Menschen versammelten sich unterhalb der Bavaria auf der Theresienwiese. Aus der Großdemo wurde die bayerische Novemberrevolution. Kurt Eisner rief noch in derselben Nacht den Freistaat Bayern aus und erklärte das Ende der Herrschaft von König Ludwig III.: “Die Dynastie Wittelsbach ist abgesetzt! Bayern ist fortan ein Freistaat.”
 
 Eisner wurde von dem neu gebildeten Münchner Arbeiter- und Soldatenrat zum ersten Ministerpräsidenten des Freistaates gewählt; bis zur Landtagswahl 1919 führte er die Regierungsgeschäfte. Als seine Partei, die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands, die Wahl aber sehr deutlich verlor, wollte Eisner bei einer Rede vor dem frisch gewählten bayerischen Landtag zurücktreten. Auf dem Weg zum Landtag wurde Eisner von dem Studenten Anton Graf von Arco auf Valley, den man dem Umfeld einer völkisch-antisemitischen Vereinigung zuordnet, erschossen.
 
 Das Wirken Eisners soll auf der Gedenkfeier im kommenden Jahr gewürdigt werden. Oder wie Franz Bruckmeir (SPD) in der Sitzung des Bezirksausschusses sagte: “Wir haben ihm den Freistaat Bayern zu verdanken — nicht der CSU.” Er sei deswegen explizit für den Antrag, der BA folgte ihm mehrheitlich.

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