When will we see true innovation in academic publishing?

Morning Brew/Unsplash

I have always been fascinated by academic publishing. It has a value that is often overlooked by non-scientists: after all, it’s about how new knowledge comes into this word—how efficiently it is produced and exchanged and applied. If we want to continue living in a knowledge society and wish to benefit from the blessings of science, we better care about these issues. I, for one, do care.

I have published my doctoral thesis on the freedom of science with a German publisher with a rather long history—J. B. Metzler—who in turn belongs to a very large publishing group—Springer Nature. I…


Foto: Morning Brew/Unsplash

Das wissenschaftliche Publikationswesen: Es gibt Themen, die spannender klingen. Und doch steckt hinter der sperrigen Bezeichnung eine eminent wichtige Frage: Wie werden neue Erkenntnisse in die Welt getragen und wahrgenommen? In Wissensgesellschaften hängt davon vieles ab: zum Beispiel, ob die Wissenschaft funktionieren kann wie ein gut geölter Motor oder eher wie eine verrostete Dampfmaschine; ob Forschung versandet oder dort ankommt, wo sie gesellschaftliche Veränderungen bewirken kann.

Selber habe ich den einen oder anderen Einblick in dieses Publikationswesen bekommen dürfen. Meine Doktorarbeit habe ich bei einem Verlag mit einer recht langen Historie veröffentlicht, nämlich bei J. B. Metzler — der wiederum…


Create trust through consistency.

Foto: Web Summit/Flickr (CC BY 2.0)

What would the world be without stories? Probably a sad place where we could hardly find our way because we wouldn’t know how to give meaning to life’s events. And what would the world be without reliable knowledge? A place where nothing worked and where there was distrust everywhere. It’s the storytellers and knowledge workers who provide the cement of society: the material from which good content is made, »content« in its broadest possible definition.

But what does it take to make good content?

I am interested in this for the selfish reason that I create content for a living…


Schafft Vertrauen bei euren Nutzern.

Foto: Web Summit/Flickr (CC BY 2.0)

Was wäre die Welt ohne Geschichten? Ein ziemlich trauriger Ort, an dem wir uns kaum zurechtfänden, weil wir keine Muster und Blaupausen und Deutungsroutinen hätten.

Und was wäre die Welt ohne belastbares Wissen? Ein Ort, an dem nichts funktionierte und an dem allenthalben Misstrauen herrschte.

Die Geschichtenerzähler und die Wissensbeschaffer, sie liefern den Kitt unserer Gesellschaft. Und das Material, aus dem guter Content gemacht ist, »Content« in seiner breitestmöglichen Definition.

Doch unter welchen Bedingungen entsteht guter Content?

Mich interessiert das auch aus dem eigennützigen Grund, dass ich zu jenen gehöre, deren Beruf es ist, Inhalte zu erstellen. Ich schreibe und…


Foto: Jon Tyson

Kaum etwas hat die deutsche Öffentlichkeit in den Zehnerjahren so sehr in Atem gehalten wie die sogenannte Flüchtlingskrise. Beim Umgang mit dieser Krise gaben tagesaktuelle Entwicklungen den Rhythmus vor: Es wurde hektisch reagiert, anstatt ausgeruht zu agieren. Während in den Kommunen beim händeringenden Versuch, praktikable Lösungen zu finden, das Prinzip Improvisation vorherrschte, richtete sich die Bundespolitik nach den durchaus wechselhaften Stimmungslagen des Wahlvolks.

Eine der in diesem Zusammenhang wichtigsten Fragen ist indes kaum diskutiert worden — vielleicht, weil philosophische Disussionen in überhitzten Zeiten selten ihren Platz finden. Die Frage lautet: Wie ernst nehmen wir das Prinzip der Gleichheit?

Die meisten…


Foto: Patrik Göthe

Brauchen wir ein Bildungsideal? In der Alltagssprache werden »Bildung« und »Ausbildung« oft gleichgesetzt; doch blickt man auf die Ideengeschichte des Bildungsbegriffes zurück, dann wird klar, dass mit diesem Begriff noch etwas anderes gemeint sein muss als der bloße Erwerb von Faktenwissen: Bildung zielt auf die Formung der Persönlichkeit. Bedenkt man indes, dass es hierzulande der Staat ist, der viele der Einrichtungen betreibt und lenkt, in denen sich Bildung vollziehen könnte, dann ist es alles andere als klar, weshalb eine liberale, pluralistische Gesellschaft überhaupt auf das Konzept eines Bildungsideals zurückgreifen sollte.

Der Staat nicht nur als Organisator der Berufsausbildung, sondern als…


Foto: Steve Johnson

Stellen wir uns einen Münchner Surfer-Hippie vor, einen Jack Johnson von der Isar. Er lässt sich am Flussufer die Sonne aufs verfilzte Haupthaar scheinen, schlürft genüsslich ein Augustiner-Bier ums andere und intoniert, wenn es Abend wird, auf seiner Klampfe sanfte Lieder. Wenn er sich überhaupt zu einer richtigen Aktivität aufraffen kann, dann schnappt er sich sein Brett und übt sich an der stehenden Welle im Eisbach. Arbeiten gehen — daran denkt er nicht im Traum. Stellen wir uns nun vor, unser Hippie bekäme immer zum Monatsersten 1500 Euro vom Staat überwiesen. …


Foto: Heather Gill

Wissenschaftsfreiheit — ist das wirklich ein Thema, mit dem man sich auseinandersetzen muss? Klar, wenn in der Türkei systemkritische Universitätsdozenten suspendiert werden oder wenn in China die Sozialwissenschaften auf Parteilinie gebracht werden sollen, gibt das Anlass, sich besorgt zu zeigen über einen Verlust an wissenschaftlichen Handlungsfreiheiten. Aber in Deutschland ist doch alles in Ordnung, oder?

Mit dieser Haltung begnügen sich viele, die Präsidenten der großen Wissenschaftsorganisationen, die Universitätsrektoren und Wissenschaftspolitiker. Hört man ihre Festansprachen und Absichtserklärungen, in denen sie das hohe Gut der Wissenschaftsfreiheit preisen, macht sich ein Gefühl der Selbstzufriedenheit breit. …


Stellen wir uns einen Menschen vor, der vor einer Mauer am Rande eines bestimmten Territoriums steht, einer Mauer, die die unkontrollierte Ein- und Ausreise verhindern soll. Dieser Mensch wird die Mauer vermutlich als etwas Bedrückendes wahrnehmen: undurchdringlich, massiv, von Autorität kündend. Das, was hinter der Mauer liegt, mag diesem Menschen nur als vage Möglichkeit erscheinen; die Grenze, die von der Mauer markiert wird, wird er von seinem eigenen Land und dessen Begrenztheit her denken. Die Realität der Grenze manifestiert sich für ihn mehr im Diesseitigen als im Jenseitigen.

Foto: Jaromír Kavan

Erhebt sich die Grenze drohend und machtvoll über den Menschen, vermag sie…


Foto: Hunters Race

»Das ist doch Bullshit!« — Wer glaubt, hier handle es sich um eine Beleidigung der unflätigeren Sorte, liegt richtig. Und doch falsch.

Denn »Bullshit« ist auch ein Fachbegriff. Der Philosoph Harry Frankfurt, dessen 2005 veröffentlichtes Buch Bullshit hohe Wellen schlug, meint, der Kern des Begriffes liege in der Gleichgültigkeit gegenüber dem Unterschied von Fakt und Fiktion.

Bullshitter sind nicht zwangsläufig Lügner, sondern vielmehr Menschen, deren Rhetorik von den Kategorien »wahr« und »falsch« komplett entkoppelt ist.

Dass Frankfurt für dieses Phänomen derart deftiges Vokabular heranzog, lag auch daran, dass er sich mit dessen epidemischer Verbreitung nicht zufrieden geben wollte. …

Franz Himpsl

Senior Editor at Blinkist. Writer.

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