B wie Bounce

Im Durchschnitt sind 3,37 % aller Newsletter innerhalb des letzten Jahres vor deutschen Posteingängen aller Branchen abgeprallt (Newsletter2Go 2018). Was aber ist genau die Bounce-Rate und wie lässt sich vermeiden, dass E-Mails nicht akzeptiert werden? Das fuchs+wald ABC sorgt für Klarheit.
Was sind Bounces?
Bounces, oder Bounce Messages, bilden eine wichtige Kennzahl im E-Mail-Marketing und spiegeln die E-Mails wieder, die vor dem Posteingang nicht akzeptiert wurden. Sie entstehen direkt bevor oder während der Sender versucht, seine E-Mails zuzustellen. Im Normalfall wird daraufhin eine Mitteilung über die gescheiterte Zustellung versendet. Allerdings können Bounces auch im Nachhinein entstehen. Erkennbar sind Bounces oft an den Absenderadressen Mailer-Daemon oder Postmaster.
Klassifikation
Bei Bounces unterscheidet man zwischen Hardbounces, Softbounces und Block Bounces. Hardbounces können generell nicht zugestellt werden (Beispiel: Adressat unbekannt).
Softbounces können vorübergehend nicht an den Empfänger übertragen werden (Beispiel: überfülltes Postfach — “Server ist vorrübergehend”). An dieser Stelle geht von dem Mailserver ein erneuter Zustellungsversuch aus.
Bei Blockbounces kann die E-Mail aufgrund eines Spam-Filters nicht zugestellt werden.
Wie hoch ist die Bounce-Rate?
Berechnet wird die Bounce-Rate folgendermaßen:
Bouncerate [%]= Bounces / Versandmenge x 100
Als Branche mit der geringsten Bounce-Rate schneidet die Lebensmittelbranche mit 0,2% ab, gefolgt von Haus & Garten und Baby & Kind mit je 0,3% (Inxmail).
Generell liegt die Bounce-Rate bei laufenden Mailings unter der von Initialmailings (Emarsys).
Was tun?
Die Gründe einer Bounce Message können vielseitig sein. Folgende Tipps sorgen dafür, Ihre Bounce Rate möglichst gering zu halten.
1. Analyse. Untersuchen Sie den in der Bounce Rate enthaltenen Fehlercode. Nach erfolglosen Zustellungsversuchen sollten Bounces identifiziert und entfernt werden.
2. Qualität. Bauen Sie Ihre Verteiler von Beginn an eigenständig mit auf.
3. Klassifikation. Werden Softbounces wiederholt nicht zugestellt, stufen Sie diese als Hardbounces ein.
4. Double-Opt-In: Ist nicht nur gesetzlich ein Muss, sondern sorgt für die ausschließliche Einholung gültiger Adressen.
5. Synatx-Prüfung: Fehlerhafte Adressen im Anmeldeformular werden durch Syntax-Prüfung verhindert.
6. Reduzierung. Schließen Sie Hardbounces nach drei erfolglosen Zustellversuchen von Ihrer Liste aus.
Beachten Sie diese Hinweise, wird sich die Qualität Ihres Verteilers nachhaltig verbessern und Ihre Bounce-Rate reduziert sich.
