Labercasts müssen sterben, damit Podcasts leben können

Warum selbstgemachte Podcasts oft so nerven: Es gibt keine Regisseurin. Das Format lädt zum Labern ein und niemand stoppt die Protagonisten.

Ich wollte neulich einen Podcast hören, weil ich das Thema interessant fand, aber die Macher sprechen erstmal über das Intro zu ihrem Podcast. Und darüber, dass sie ja seit der soundsovielten Folge ihre Hörer mit der immer gleichen Formel begrüßen obwohl sie das nie wollten. Das ist, mit Verlaub, alles self-indulgent crap. Deshalb haben Podcasts nicht den Ruf, den sie haben könnten.

Das was ein disziplinierter Autor aus seinem Text noch rausstreichen würde, bleibt im Podcast einfach drin. Und nervt. Eine Regisseurin würde daneben sitzen und sagen: “Stop. Wir reden hier nicht übers Podcasting, sondern über das Thema dieser Folge.”

Die interessantesten Themen werden unerträglich, wenn sie von Personen vorgetragen werden, die niemand stoppt, nicht mal die Zeit.

Vorschlag: In Podcasts niemals übers Podcasting reden. Und striktes Zeitlimit. So wie man schon immer gute Sendungen macht. Danke.