Dienstreise zu BYD in Xi’An
Von Sonntag bis Dienstag ergab es sich ausgesprochen günstig, dass wir (Jonas, Chen und ich) eine Dienstreise zum chinesischen Automobilhersteller BYD nach Xi’An unternommen haben. Denn Xi’An ist nicht nur für die Herstellung cooler chinesischer Autos bekannt, sondern ist eben auch eine der ältesten und kulturell bedeutsamsten Städte Chinas.

Wie man sieht, liegt das ganz schön weit im Landesinneren. Von Shanghai nach Xi’An sind es etwas 1200km. Mit dem Flugzeug braucht man etwa 3 Stunden.
Zusätzlich zu den Eindrücken dieser uralten Stadt kam ich auch erstmals in den Genuss von original chinesischen Smog. An diesem Tag wurden mehr als 400 PM 2.5 gemessen. Das ist die international gültige Einheit für die Luftverschmutzung. Nur zum Vergleich: In Deutschland gelten 50 oder mehr als ungesund. In Shanghai hatten wir so maximal 200. Bei 400 denkt man dann auch erstmals über den Kauf von Atemmasken nach.


Aber nicht vom Smog abschrecken lassen, denn es gibt tolles zu sehen:
Die Terrakotta-Armee
Als Qin Shǐhuángdìs, der Kaiser, der die verschiedenen Königreiche Chinas erstmals vereinigte erkannte, dass auch er nicht unsterblich ist, ließ er ca. 200 v.Chr. die größte Grabanlage der Welt für sich bauen. Der Bau dieser Anlage erfolgte über einen Zeitraum von 40 Jahren. Insgesamt waren über 700.000 Arbeiter an der Errichtung beteiligt. Seine Idee war, dass die Reichtümer, die er sich mit ins Grab nahm, ihn ins Jenseits begleiten würden. Was fällt einem da besseres ein, als 1000 Tonkrieger errichten zu lassen.




Es werden noch mehrere weitere Gruben mit hunderten von Tonkriegern im Umkreis des Grabes vermutet. Die Grabungen sind jedoch vorerst still gelegt, da es bisher nicht gelungen ist die bunte Bemalung der Tonkrieger zu konservieren. Sobald diese Licht und Luft ausgesetzt wird, verblassen die Farben.
Xi’An Stadt

Die Wild Goose Pagode in Xi’An. I’m Kämmerchen ganz oben soll ein berühmter Übersetzer über zehn Jahre lang alle buddhistischen Schriften der damaligen Zeit ins Chinesische übersetzt haben.


Die Stadtmauer ist so breit und auch dermaßen lang, dass man sich darauf Fahrräder mieten kann um sie zu umrunden.