Von MICE und Menschen

das micelab des BodenseeMeetings wird zum DINGSDA


Was war

Es waren zermürbende Stunden damals 2012, als das BodenseeMeeting in seinem Zukunfts-Workshop in den Anhöhen des Vorarlberger Rheintals nach neuen Vermarktungs-Möglichkeiten suchte. Wir wollten als lose Marketing-Plattform der Tagungslandschaft Bodensee nicht mehr nur Give Aways auf irgendwelchen nichts sagenden Branchentreffs verteilen oder Preise für Stempelsammler zur Verfügung stellen. Wir wollten durch sinnstiftende Arbeit der Branche und damit auch uns was Gutes tun.

2 Tage hatten wir bereits unsere 10 Köpfe zusammen gestreckt, bestens begleitet von Kreativ-Coach Elke Schlimbach. Um 17:00 Uhr sollte der Workshop sein erfolgreiches Ende haben, es war 16:29 Uhr und unser Ziel schien in weiter Ferne.

Rettende Idee

Doch dann sprach uns Elke nochmals Mut zu und tatsächlich, exakt in jener Minute kam unserem Kollegen Urs Treuthardt die bahnbrechende Idee: Wir forschen gemeinsam mit Experten und unseren Kunden zu einem Thema, welches die MICE-Branche beschäftigt: Welche Fähigkeiten, Voraussetzungen, Werte, etc. braucht es, um zukünftig gute Veranstaltungen durch führen zu können. Das micelab war geboren!

Positive Effekte

Inzwischen haben sich über 20 Expertinnen und Experten aus ganz verschiedenen Branchen in zwei micelabs mit dem Thema auseinander gesetzt und eine Fülle an anwendbaren, respektive umsetzbaren Thesen für die MICE-Branche entwickelt. Und dies als frei zugängliche Wissenssammlung.

Was mich persönlich an dieser Entwicklung sehr freut sind gleich mehrere positive Effekte.

  • Durch die internationale Zusammensetzung des BodenseeMeetings kamen wir in den Genuss einer Interreg IV-Förderung unseres Projektes.
  • Das micelab wurde seither in Publikationen sowie auf Informationsveranstaltungen der Regierungsstelle in Tübingen als “best practise”-Beispiel verwendet.
  • Die erarbeiteten Thesen wurden auf vielen Konferenzen sowie in einigen Publikationen präsentiert und diskutiert und hielten Einzug in die Kongressplanung einiger unserer Kunden am Bodensee.
  • Unser definiertes Ziel, den Bekanntheitsgrad der Vierländerregion Bodensee als Tagungsdestination zu erhöhen, haben wir nachweislich erreicht.
  • Die Zusammenarbeit um den Bodensee wurde durch dieses gemeinsame Projekt ungemein aufgewertet.
  • Das Projekt bewährte sich als vertrauensbildende Maßnahme gegenüber den politischen Entscheidern in unserer Region hinsichtlich bevorstehender Investitionen in weitere Tagungs-Infrastruktur
  • Und schließlich das aus unserer Arbeit in den labs entstandene neue Projekt, welches wiederum mit EU-Geldern gefördert werden wird.

Projekt DINGSDA

Dieses Projekt (interner Arbeitstitel DINGSDA), startet heuer Anfang Juni. Das Forscher-Team trifft sich in ganz neuer Zusammensetzung von 15.06. bis 18.06. auf der Halbinsel Höri im Bodensee. Unser Ziel ist es, eine Plattform für unsere Branche zu schaffen, die alle Generationen in unseren Unternehmen anspricht und einbindet. Uni-Absolventen, Lehrlinge und Lehrgangs-Besucherinnen ebenso wie “weiße Elefanten”. Eine Plattform, die analog und digital verbindet. Die sich durch Einbringen von Ideen, Erfahrungen und Zweifeln selbst weiter bildet. Eine, die die Zukunft der Branche bestimmt.

Wir brauchen Euch

Und dazu brauchen wir auch Euch. Für den 18.06. laden wir alle Interessierten herzlich dazu ein, mit uns zu diskutieren und für das angedachte Ziel einen eigenen, wichtigen Beitrag zu leisten. Der Workshop findet in den Räumlichkeiten der Stadthalle Singen statt. Anmeldungen nimmt Urs Treuthardt sehr gerne entgegen.

Die Inhalte meiner blogs sind sehr subjektive Sichtweisen und Erfahrungen aus meinem beruflichen Umfeld. Wenn sie dazu beitragen, gelebte Arbeitsweisen zu bestätigen freut es mich ebenso wie wenn diese Anstoß geben, eine andere Sicht auf unsere Arbeit zu erhalten.

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