Wir alle sind Brüssel!

Schon wieder hat eine Terror — Zelle erfolgreich zugeschlagen. Schon wieder sind wir mit der eigenen Unfassbarkeit, mit Wut und Hass, mit der eigenen Ohnmacht konfrontiert. Wieder wurden unsere Grundwerte zu tiefst erschüttert. Die Bilder sprechen alle die selbe Sprache. Verstanden wird diese Sprache jedoch nur von einer absoluten Minderheit. Noch. Und damit dies so bleibt bzw. diese Sprache zum Aussterben verdammt wird, müssen wir uns von unserer Ohnmacht befreien, müssen unsere Unfassbarkeit, Wut und unseren Hass in positive Energie umwandeln und dazu beitragen, dass die Bildsprache für die Kinder und Kindeskinder dieser Welt wieder eine andere wird.

Aber nur wie?

Wir in unserer Branche bemühen uns tagtäglich, Menschen zu bestimmten Themen in Veranstaltungszentren zusammen zu bringen. Menschen, die sich Gedanken über unsere Zukunft machen. Menschen, die Produkte und Dienstleistungen produzieren und verkaufen. Menschen, die forschen und entwickeln. Menschen, die miteinander und voneinander lernen. Letzteres rückt immer mehr in den Mittelpunkt und wird vielleicht der Schlüssel zum Erfolg gegen diese schweren Verbrechen. Der österreichische Journalist Hugo Portisch ruft in einer seiner Fernsehauftritte im ORF dazu auf, in der Flüchtlingsfrage innerhalb der Bevölkerung mehr Aufklärung zu betreiben und setzt damit auf das Lernen voneinander als Mittel zur De-Eskalation.

Diese Art des miteinander und voneinander Lernens sollte jetzt dazu genutzt werden, um dem IS die Maske vom Gesicht zu reißen und dem Terror ein Ende zu setzen.

Dr. Edit Schlaffer, Sozialwissenschaftlerin und Gründerin der Initiative “Mütterschulen”, versucht mit Aufklärung der Mütter junger Islamisten in den Herkunftsländern das Übel an der Wurzel zu packen. Sie stärkt in intensiven Gesprächen die Familien darin, ihre Kinder vor den Recruitern des IS zu schützen.

Und welchen Beitrag kann nun unsere Branche dazu leisten?

  • Wir können Menschen weiterhin darüber Aufklären, wie wichtig es ist, sich persönlich zu treffen, sich aus zu tauschen um voneinander zu lernen
  • Wir können mit unserem Eigentümern darüber sprechen, dass wir unsere Häuser, unsere Infrastruktur und unser know how für jene Zusammenkünfte (World Future Forum) kostenfrei zur Verfügung stellen, in welchen es u.a. darum geht, wie man dem Krieg von heute erfolgsversprechend entgegen treten kann
  • wir können selbst Zusammenkünfte organisieren, in welchen über zukunftsfähige Strategien gegen den Terror nachgedacht wird
  • wir können die richtigen Menschen durch unsere Netzwerke zusammenbringen, um gemeinsam darüber nach zu denken, wie wir in unseren Zentren der Angst vor Terror begegnen sollten
  • wir können Inklusionsaktivitäten organisieren, um den Fundamentalisten aller Religionen die Stirn zu bieten
  • wir können ein gemeinsames Statement abgeben und zeigen, dass uns Brüssel, Aleppo, Paris, etc. nicht aus der Bahn wirft, sondern zum Nachdenken bringt, wie wir noch besser miteinander und voneinander lernen!
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