1.6K Followers
·
Follow

Warum es sich besser lebt, indem man die Angst vorm Weltuntergang als politisches Tool begreift

Image for post
Image for post

Von Gerald Hensel

In einer Welt der sozialen Medien sind es Maximalforderungen und Weltbilder in Schwarz-Weiß, mit denen man Internet-Karma für die eigene Sache herstellt. Unschön zu sehen ist das derzeit in vielen politischen Fragen, die laut Presse-Nachbereitung dann “umstritten” sind. Das Wort bedeutet eigentlich nur, dass sich mehrere Fraktionen unversöhnlich auf twitter anschreien. …


Image for post
Image for post
Photo bei Erikko Boccia on Unsplash.com
Huawei User right now (Mood Bild)

Man kann darüber sicher viel sagen. Eine Bemerkung sei mir aber noch mal gestattet: Genau das ist es, was man bekommt, wenn man sich für Nationalisten — hier in der Form des Bannonschen „Ökonomischen Nationalismus“ entscheidet. Die Welt befindet sich, stark vereinfacht, derzeit in einem Wettstreit der Globalisten gegen die Nationalisten. Und ich meine damit bewusst nicht die verkürzte Sicht auf Hitler oder Mussolini. Es geht um nicht mehr und nicht weniger darum, ob die Welt mehr Grenzen, Mauern und Zölle braucht oder eben weniger. …


Image for post
Image for post
Photo by Benjamin Balázs on Unsplash

Von der Renaissance eines toxischen Scheinriesen.

“Twitter’s Business Model Remains Broken, Stock Price Too High”, titelte Forbes am 12. Februar 2016. Damals hieß der amtierende Präsident noch Barack Obama, Donald Trump würde später in diesem Monat republikanischer Präsidentschaftskandidat werden und Twitters Aktienpreis lag bei 14,02€. Heute liegt er beim doppelten Wert. Vor einem halben Jahr lagen die Stocks bei zeitweise über 40 Euro.

Image for post
Image for post

Twitters Siegeszug in den letzten Jahren ist der Siegeszug eines Scheinriesen. Ein Scheinriese, dessen hohe Toxikologie scheinbar kontra-intuitiv zu seinen Mitgliederzahlen verläuft. Kaum jemand hätte Anfang 2016 noch eine müde Mark auf twitter gewettet. Die Plattform war gefühlt am Ende. Während sich Facebook kontinuuerlich neu erfand, gab das blaue Vögelchen scheinbar keine Innovationen her. Business und Werbung war dort nicht zu machen. Und auch ansonsten schien das Tool eher eine komplizierte, arbeitsintensive Plattform für komplizierte Charaktere zu sein (ich bin seit 2008 selbst einer von diesen komplizierten Charaktieren). Groß war die Community auch nie. Mit geschätzten 1,8 Millionen wöchentlichen und 0,6 Millionen täglichen Nutzern in Deutschland (Quelle) ist twitter an sich keine der größten Plattformen. …

About

Gerald Hensel

Freelance Strategy Director — Connected Brands (geraldhensel.com), Co-founder of Fearless Democracy e.V. (fearlessmocracy.org). Imprint: https://bit.ly/2qbsv1C

Get the Medium app

A button that says 'Download on the App Store', and if clicked it will lead you to the iOS App store
A button that says 'Get it on, Google Play', and if clicked it will lead you to the Google Play store