Eine Idee, um die Berichterstattung über das Grundeinkommen besser zu machen

Newsletter-Ausgabe vom 17. Mai 2018, Teil II

💸 👥 Kürzlich vermeldeten viele Medien das “überraschende” Ende des Grundeinkommen-Experiments in Finnland — aber erst, wie vorgesehen, am Ende einer Laufzeit von zwei Jahren. Viele Meldungen waren schwammig geschrieben, alle schlecht recherchiert. Es ging so weit, dass sich die finnische Regierung zu einer Richtigstellung genötigt sah. Gleichzeitig diskutieren Experten darüber, wie die ersten Ergebnisse des kenianischen Feldversuchs wirklich zu interpretieren seien. Und es tauchen immer wieder nur anekdotische Berichte von anderen Experimenten auf, die bisher immer nur positiv sind — was einfach der Wahrscheinlichkeit widerspricht.
 
Um es kurz zu fassen: Wir haben den Überblick über die Grundeinkommens-Experimente verloren. Und das ist schlecht, weil diese Experimente besonders gut darin sind, Diskussionen anzustoßen und natürlich auch erste Erfahrungen zu den Auswirkungen eines BGEs zu gewinnen. Wenn sie aber zum Opfer voreingenommener Interpretationen oder schlampiger Recherchen werden, gewinnt niemand etwas.
 
Das können wir verhindern! Indem wir uns zusammentun, die vielen Experimente ganz genau beobachten und das dann in einem Überblick veröffentlichen, den wir laufend aktualisieren. Dieser Text könnte dann zur ersten Anlaufstelle für alle Interessierte werden. Was meint ihr? Ich werde parallel noch einen Artikel zu dem Thema veröffentlichen.
 
In der Telegram-Grundeinkommens-Gruppe haben sich schon ein paar Menschen bereiterklärt mitzumachen! Deswegen würde ich diese Gruppe zum Anlaufpunkt für die Koordinierung machen. (Hier könnt ihr Telegram herunterladen.) Gut wäre, wenn wir die Experimente aufteilen auf drei bis vier Leute, die es im Auge behalten. In diesem Doc habe ich schon einmal etwas Struktur geschaffen.
 
(Ich habe keine Ahnung, ob diese Idee überhaupt funktionieren kann, aber würde es gerne ausprobieren.)


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