#smarterphone

Dirk hat mir dieses Blogstöckchen zugeworfen. Finde ich gut, mache ich mit.

Bevor ich zu den Fragen komme. Ich habe mittlerweile zwei Smartphones. Hört sich stressig an, ist aber an sich sehr nice. Ich mochte es nicht, Arbeit und Privates zu vermischen — aus den verschiedensten Gründen — und ich muss es nicht mehr. Ich nutze beide Handys in etwa auf dieselbe Art und Weise, aber eben nicht komplett. Die Antworten unten beziehen sich nur auf das Arbeitshandy.

Name: Hakan Tanriverdi
verbringt seinen Tag als… Reporter mit Schwerpunkt Cybersicherheit, schreibt meistens für die SZ
nutzt: zwei iPhones

Wie würdest Du Dein Verhältnis zu Deinem Smartphone beschreiben?

Mittlerweile funktional. Keine Spiele, keine “Mir ist langweilig”-Apps. Wenn ich eine Serie schaue und nebenbei zocken will, lade ich mir eine Spiele-App herunter, bei der man stupide bleibt und die Handlung ohnehin nebenbei gut funktioniert, passiert aber mittlerweile sehr selten, dass ich so eine App auf dem Smartphone habe, jedenfalls, ich lösche sie danach wieder.

Ansonsten: Slack mit Notification-Pause nach Arbeitszeiten, Chat-Apps, Inoreader für Feeds, Tweetbot für hin und wieder Schauen, was los ist.

An Tagen, an denen ich am Rechner arbeite, also nicht auf einer Konferenz bin, schaue ich ca. 45 Minuten auf das Smartphone-Display. An Tagen, an denen ich unterwegs bin bzw. das Smartphone brauche, um mit einer Person zu chatten oder aber andere Wege, um mit Menschen in Kontakt zu kommen, locker drei Stunden aufwärts.

Ich habe noch immer keinen guten Weg für Mails gefunden. Dieses “einmal alle x Stunden” klappt bei mir nicht — zumindest noch nicht.

Privates Handy: Chatten, manchmal Instagram, Fotos.

Ich lese Bücher. Wenn es mit der Arbeit zu tun hat: Kindle. Wenn es auf keinen Fall mit der Arbeit zu tun hat: Hardcover etc.

Welche App/Funktion nutzt du am häufigsten?

Telefonieren, Chat-Apps.

Welche App/Funktion magst/nutzt du gar nicht?

Moment. Ich habe es installiert, aber ich kann mit der Metrik so gut wie nichts anfangen. Wenn ich auf dem Smartphone eine Magazin-App öffne und einen Artikel lese, dann ist das cool. Wenn ich per Video-App telefoniere, dann ist das auch cool. Für Moment ist jede Art von Displayaufhellen gleich mies. Das ist Quatsch.

Für den groben Überblick an den anderen Tagen ist die App aber okay.

Arbeit und Handy — wie regelst du das?

Zwei Telefone. Ich habe beide dabei. Beim Arbeits-Telefon achte ich drauf, es so schnell wie möglich nicht mehr brauchen zu müssen.

Facebook habe ich auf keinem der Telefone installiert.

Wenn ich nicht arbeite bzw. weiß, dass es gerade nichts Aktuelles gibt, ist das Arbeitstelefon zwar dabei, aber eher wegen Spotify und Pocket Casts. Wobei ich zur Zeit wenig Podcasts höre.

Welche Notification hast du eingeschaltet?

Chat-Apps (außer Whatsapp), Slack. Zwei Nachrichten-Apps.

Alle Notifications sind lockscreen-only. Ausnahme: NYT-App. Die wische ich manchmal weg, mich interessiert aber zwei Stunden später vielleicht, was es war — und dann gucke ich in der Zentrale nach.

Warum?

Mir geht es um Kommunikation mit Menschen, seltener um Interaktionen, die für die App-Betreiber wichtig sind (“Peter hat seit Monaten mal wieder ein Instagram-Foto gepostet.”). Außerdem haben diese Apps genug Jahre gehabt, um mir als Nutzer coole Funktionen anzubieten oder über coole Arten nachzudenken, die für mich hilfreich sein könnten.

Whatsapp könnte zum Beispiel checken, dass es Gruppen gibt, bei denen ich so gut wie nie mitlese oder mich einmische und bei denen die Notification stoppen oder zumindest fragen, ob das gestoppt werden soll.

Wenn es dringend ist, rufen die Leute an.

Hältst Du Dich an soziale Regeln bei der Smartphone-Nutzung? Wenn ja: Welche?

Manchmal ja, manchmal nein.

Gibt es Regeln, die du wieder verworfen hast?

Grayscaling. Klingt auf den ersten Blick interessant, aber:

  • hat mich nur noch genervt nach zwei Wochen
  • versuch’ mal bei Sonnenstrahlen einen Text zu lesen
  • gibt einfachere Wege, denselben Effekt zu erzielen (so gut wie keine Apps auf dem ersten Screen, kein Rotknopf)

Zum Abschluss: Was sollten mehr Menschen im Umgang mit Smartphones wissen?

Eine Notification ist an sich etwas sehr Schönes. Sie ist ein Zeichen dafür, dass jemand mit mir reden will, chatten will und das vor allem auch kann. Das irre.

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