HAGEN. Erfahrungsbericht zur Frischzellenkur 07/2015.


Vor einigen Wochen haben wir beschlossen, in unserer eigenen Unternehmensentwicklung einen Gang hochzuschalten. Die Idee: Alle sechs Monate eine 2-tägige Frischzellenkur. Der Input: Wir. Der Output: Ein komplett neues bzw. aufgefrischtes Marken- und Kommunikationssystem. Ernsthaft. KOMPLETT neu.

Frischzellenkur.

Schon lange waren wir mit unserem Erscheindungsbild und unserer Unternehmenskommunikation unzufrieden. Denn das, was wir vor ca. 6 Jahren entwickelt hatten, hat nicht mehr dem entsprochen, was uns heute ausmacht und wo wir heute stehen.

Wir haben immer wieder versucht, einzelne Elemente unserer Unternehmenskommunikation zu optimieren. Allerdings mit (in unseren Augen) mäßigem Erfolg. Besonders frustrierend war: Wenn wir uns vorgestellt haben, wir würden uns selbst beraten, wären uns etliche Punkte aufgefallen, die wir sofort verbessert hätten. Das typische Berater-Dilemma.

Trotzdem hatten wir eine massive Ladehemmung. Einerseits hat uns das Tagesgeschäft immer wieder eingeholt. Andererseits haben wir — häufig unbewusst — an Dingen festgehalten, die schon lange an Bedeutung verloren hatten.

Um es auf den Punkt zu bringen: Vor ca. 4 Wochen war uns dann klar, dass wir eine “radikale Zerstörung” brauchten, um in dem Thema weiter zu kommen. Und — noch wichtiger — um unsere Marke dem anzugleichen, was und wie wir heute sind. Und vor allem, was unser “WHY” ist.

Dynamic Branding.

Eine wichtige Frage war, wer uns bei der Frischzellenkur begleiten könnte. Es sollte jemand sein, der Erfahrung mit Markenentwicklungsprozessen hat und sich zutraut, in 2 Tagen ein komplett neues Corporate Design zu entwickeln.

Die Tatsache, dass wir sehr viele Werbeagenturen und Designer kennen (und auch gerne mögen), hat die Suche nicht einfacher gemacht. Doch plötzlich kam die Sprache auf jemanden, den wir persönlich noch gar nicht kannten: Emanuel Jochum.

Wir waren auf ihn im Internet aufmerksam geworden. Ein gebürtiger Dornbirner, der mittlerweile seinen Lebensmittelpunkt in Berlin hat. Sein eigener Markenauftritt hatte uns besonders gut gefallen. Erst später stellte sich heraus, dass er im Deutschsprachigen Raum wohl der Experte zu “Dynamic Branding” ist. Volltreffer!

Emanuel sagte sofort zu — und so war die Frischzellenkur besiegelt.

Der Kreativprozess.

Das war der Plan für die 3 Tage:

Die Rahmenbedingungen unserer Frischzellenkur:

  • Dauer: Donnerstag, 8–17 Uhr, Freitag, 8–18 Uhr
  • Methodik: Open System Model, Design Thinking, Art of Hosting, Agile Development.
  • Teilnehmer: Emanuel Jochum (Branding, Design), Stefan Hagen, Johannes Moser, Christoph Benedikt, Thomas Egger
  • Ort: CAMPUS V Coworking

Am Donnerstag starteten wir mit einem gemeinsamen Stand-Up-Frühstück — anschließend folgte ein Check-In. Die angestrebten Ergebnisse wurden gemeinsam fixiert — dann ging’s ans eingemachte.

Der gesamte erste Tag war dem “Problemraum” gewidmet. Was sind die Ursprünge unseres Unternehmens? Was ist uns wichtig? Welchen Beitrag wollen wir leisten? Was macht uns aus? Was ist unsere Essenz?

Der arme Emanuel musste sehr viele Informationen und Eindrücke aufnehmen. Am Ende des ersten Tages war die zentrale Frage klar: Wir entwickeln ein Marken- und Kommunikationssystem, das

  • einfach und klar,
  • verständlich und
  • dialogorientiert

funktioniert. So weit, so klar.

Der heutige Tag war dem “Lösungsraum” gewidmet. Wir knüpften an das Ergebnis von gestern an, fühlten uns in einer kleinen Customer Journey noch einmal in unsere Kunden hinein und sammelten dann in einer halbstündigen Einzelarbeit Kommunikationsideen. Wie können wir das, was wir sind und wofür wir stehen noch einfacher, klarer, verständlicher und einladender kommunizieren?

Die Ideen waren vielfältig und griffen teilweise Aspekte auf, die bereits intensiv diskutiert wurden. Alles deutete darauf hin, dass die Idee “Neural Network” das Rennen machen würde.

Doch dann stand Johannes in Steve Jobs Manier (“One more thing…”) auf und skizzierte seine Idee “Kern”. Nach wenigen Minuten war klar: Das ist es! Schade um die Neural Networks, aber der Kern ist der Kern des Ganzen. Vollkommen klar.

Fazit

Das Ergebnis kann JETZT aufwww.hgn.io begutachtet werden. In den nächsten Tagen und Wochen werden wir mit dem neuen Marken- Kommunikationssystem Fahrt aufnehmen und weitere Geschichten zur Frischzellenkur und zu unserem KERN erzählen.

Ein großes Dankeschön an Emanuel Jochum für seine professionelle und inspirierende Beratung/Begleitung und an Lukas Hämmerle für die Foto-Serie zu unserer Frischzellenkur.

Ach ja: Wir haben übrigens ganz nebenbei auch unser Branding geändert. Aus “Hagen Management” wurde “Hagen”. Die Firma bleibt unverändert, aber der Brand “Hagen Management” gehört der Vergangenheit an.

Und in 6 Monaten ist dann wieder alles neu. Wieder radikal. Wieder frisch. Wieder in nur 2 Tagen realisiert.

(Stefan Hagen) www.hgn.io