Eine Infografik sagt mehr als 1000 Worte

Nicht jede Infografik stellt jeden Sachverhalt optimal dar. Die journalistischen W’s helfen allerdings bei der Suche nach der geeigneten Darstellungsform.

Wie viele? Wer? Wo? Wann? Wie?

Welche Arten von Diagrammen gibt es?

  • Liniendiagramme (eignen sich für einen zeitlichen Verlauf)
  • Balken- und Säulendiagramme (veranschaulichen einen Zahlenvergleich)
  • Tortendiagramme (stellt eine Verteilung dar, bei Prozenten insgesamt 100%, ist übersichtlich bei 3–5 “Tortenstücken”, danach eignet sich ein Balkendiagramm besser)
  • Small Multiple (ein komplexer Sachverhalt wird durch mehrere Einzeldiagramme verdeutlicht, die im Kontext zueinander stehen)
  • Piktogramme (unabhängig von Sprache und Kultur soll die Bedeutung auf den ersten Blick klar sein)
  • Landkarten (kommen zur Anwendung, wenn die räumliche Struktur relevant ist)

10 Dinge, die man über Infografiken wissen muss

  1. Ästhetik ist zwar schön und macht sicherlich auf eine Infografik aufmerksam, allerdings darf der Informationsgehalt einer Infografik nicht unter der Ästhetik leiden.
  2. Der aktuelle Trend zeigt, dass in Infografiken oder Datenvisualisierungen die wichtigste Zahl (beispielsweise eine Prozentzahl) optisch durch Größe und Fettdruck hervorgehoben wird. Daneben finden sich Text und Visualisierungselemente.
  3. Ein weiterer Trend ist es, dem Leser eine Route durchs Diagramm anzubieten. Er wird damit nicht alleine gelassen beim Lesen und Interpretieren und weiß dadurch die Leserichtung und kann der Story einer Visualisierung folgen.
  4. 3D Elemente erschweren das Lesen von Infografiken und verfälschen oft den Eindruck von Größenverhältnissen. Daher: immer 2D wählen, damit die Ergebnisse klar und deutlich zu lesen sind.
  5. Mobile first: Infografiken sollen am Smartphone ebenso gut lesbar sein, wie auf jedem PC.
  6. Eine Infografik auf Twitter sagt mehr als 140 Zeichen.
  7. Jede Infografik braucht einen adäquaten Titel, eine Legende und Klarheit darüber, was die Balken, Säulen, Tortenstücke und Piktogramme darstellen.
  8. Für Infografiken gibt es nicht den einen richtigen Weg — sondern vielfache Darstellungs-Möglichkeiten. Wichtig ist dabei nur, dass nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden und dass die Darstellungsform entsprechend dem Sachverhalt gewählt wird.
  9. Infografiken sollen die Leser servicieren. Das soll heißen, dass der Leser rasch erfassen kann, worum es in der Darstellung geht. Beispielsweise sind Flaggen ohne Länderbezeichnung zu komplex — der Leser muss zum Interpretieren der Grafik recherchieren, welche Flagge zu welchem Land gehört.
  10. In Infografiken steckt viel Potential. Die Zeiten von trockenen und schwer interpretierbaren Infografiken aus Wirtschafts-Zeitungen sind vorbei. Infografiken haben längst eine bedeutsame Rolle in Social Media erreicht. Davon abgesehen fließen derzeit Einflüsse aus den Trends Virtual/Augmented Reality und Storytelling in Infografiken und erweitern dadurch den Spielraum um ein Vielfaches.

Kostenlose Tools zum Erstellen von Infografiken

Wer sich jetzt noch die Frage stellt “Und was haben Infografiken mit Content-Strategie zu tun?” dem kann ich verraten: Einiges! Infografiken sind eine Content-Art und Wibke Weber uns in den FH-Webinaren zahlreiche Tipps gegeben, wie man Content durch Infografiken und Datenvisualisierungen anschaulich aufbereitet, damit Twitter-Zeichen spart und den geeigneten Eyecatcher kreiiert.