1 interessanter Trick, der Ihrem Unternehmen mehr Umsatz und glücklichere Mitarbeiter bringt und nicht viel Geld kostet.

Sie wollen als Unternehmer doch kontinuierlich mehr Umsatz machen, oder?

Daraus folgt doch eigentlich, dass man sich als Unternehmer kontinuierlich verbessern müsste, oder?

Genau so ist es.

Und es ist eigentlich recht einfach, billig und bringt viel. Das geht doch nicht, oder doch?

Retrospektive ist das Zauberwort.

Eine Retrospektive ist ein recht einfaches Meeting. Man hält es alle 2 Wochen. Ein Team kommt an einem gemeinsamen Ort zusammen. Man hat ein Flipchart oder Whiteboard. Eventuell noch ein paar Brötchen oder leichte Snacks, damits gemütlich ist.

Ein paar Grundregeln gibt es noch:

  • Teilen Sie immer einen designierten Moderator ein, der optimalerweise keine Beziehung zum Team hat. Sie als Chef sind nicht geeignet! Man darf sich auch gerne jemand von extern holen!
  • Jeder handelte mit bestem Wissen und Gewissen. Alle Teilnehmer müssen sich klar sein, dass wenn Fehler aufgedeckt werden und jemand etwas nicht gut gemacht hat, dass dieser Teilnehmer zu diesem Zeitpunkt mit bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat, nach seinem damaligen Stand des Wissens.
  • Keine persönlichen Angriffe. Es geht darum uns gemeinsam weiterzubringen und besser zu werden, in dem was wir tun. Also immer konstruktiv bleiben.

Denn das Thema hat es in sich:

  • Was funktioniert nicht gut und hält uns zurück?
    Alles was das Team davon abhält ihre Arbeit so gut wie möglich zu leisten.
  • Was funktioniert gut und sollten wir beibehalten?
    Erfolgsmodelle sollte man meistens beibehalten. Oft werden Dinge verschlimmbessert, weil kein Wissen da ist warum etwas gut ist. Die wichtigste Frage, die meiner Meinung nach zu gerne ignoriert wird.
  • Was können wir tun um uns weiterzubringen?
    Dinge effektiver machen, zu verbessern. Beispielsweise Arbeitsmittel, die angeschafft werden könnten, Prozesse, die man besser gestalten könnte.

Eigentlich nicht kompliziert, oder?

So könnte es ablaufen:

  1. Man schreibt auf das Whiteboard/Flipchart das heutige Datum und die Nummer der Retrospektive.
  2. Man legt am Whiteboard/Flipchart drei Bereiche an, jeweils einen Bereich für eine der drei oben genannten Fragen.
  3. Jede Teilnehmerin hat 15 Minuten Zeit sich Dinge zu überlegen, die zu den oben genannten Fragen passen. Diese Dinge werden auf Post-Its geschrieben. Es kann sein, dass jemanden nichts einfällt, das ist grundsätzlich OK (solange es nicht bei jeder Retrospektive vorkommt.)
  4. Nach dem die 15 Minuten abgelaufen sind, wechseln sich die Teilnehmerinnen ab, kleben eines ihrer Post-Its auf, erklären kurz um was es geht. Solange bis alle Post-Its aufgeklebt sind.
  5. Jetzt wird abgestimmt. Jede Teilnehmerin darf 5 Punkte auf Post-Its ihrer Wahl aufmalen, für die sie stimmen möchte. (Entweder auf verschiedene, aber auch mehrere Punkte für Eines sind möglich.)
  6. Die Post-Its mit den meisten aufgemalten Punkten werden zur Seite genommen, der Punkteanzahl nach gereiht.
  7. Für jede Maßnahme, die getroffen werden soll, wird ein Teilnehmer als Verantwortlicher eingeteilt. Der Verantwortliche bekommt alle nötigen Ressourcen zur Umsetzung zur Verfügung gestellt. Bei der nächsten Retrospektive in 2 Wochen, berichtet der Verantwortliche über seinen Fortschritt.

Das sollten Sie dadurch sehen:

  • Mitarbeiter, die sich mehr Gedanken darüber machen, wie man Dinge verbessern kann. Wenn Sie 5 Mitarbeiter haben, dann machen sich nicht mehr nur sie allein Gedanken wie man etwas verbessern kann, sondern Sie plus 5 Mitarbeiter, also mehr als 5 mal so viele Menschen.
  • Mitarbeiter, die mehr engagiert sind, weil sie das Gefühl haben sich einbringen zu können und kein Gefühlt der Hilflosigkeit spüren.
  • Maßnahmen werden von Mitarbeitern besser angenommen, weil sie bei der Konzipierung der Maßnahme selbst dabeiwaren. Es wird nicht etwas nur von oben diktiert, wo Mitarbeiter dann meist eine defensive Haltung einnehmen.

Gratulation! Sie sind jetzt stolze Praktizierende eines “Continuous Improvement” Prozesses!

Sie haben bereits Erfahrungen mit Retrospektiven gemacht? Dann schreiben Sie mir.


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