iPad Pro: Tag 1

Erster Tag mit dem iPad Pro.

Ich habe mich doch für das “große” iPad Pro entschieden. Nach ein paar sorgenvollen Stunden, die mir UPS beschert hat, ist es jetzt da und liegt ausgepackt vor mir. (“Witzig” wenn im UPS schon “Zugestellt” angezeigt wird, man selbst als Unterzeichner angeführt ist, aber nichts unterschrieben hat, dann das Päckchen sorglos am Gang vor der Bürotür von jemand anderen abgelegt findet.)

Auf den ersten Blick wirkt es natürlich von der Größe her enorm. Aber auf den zweiten Blick wirkt es gleich gar nicht mehr so riesig. In Wahrheit ist es eine Spur größer als ein Blatt A4 und ziemlich gleich groß wie mein 13 Zoll MacBook Pro, das ich nicht als groß bezeichnen würde.

Ich habe mich das erste Mal dazu entschlossen Refurbished zu kaufen und es scheint auf den ersten Blick (abgesehen vom 100€ günstigerem Preis) keinen Unterschied zu machen.

Mich verwunderte, dass das iPad Pro noch mit iOS 9 vorinstalliert kam, was wahrscheinlich aber daran liegt, dass es Refurbished ist. Als ich die Einstellungen öffnete, hatte der Download von iOS 10 schon automatisch begonnen.

Die Einrichtung eines neuen iOS Gerätes wird langsam wirklich schon lächerlich umfangreich. Ich hoffe das wird in zukünftigen Versionen wieder mehr auf das Wesentliche reduziert.

Ich setze normalerweise meine iPads als “Neue iPads” auf und mache keine Wiederherstellung vom iCloud Backup. Ich möchte nur die Sachen auf dem iPad haben, die wirklich Sinn machen. Meine Daten sind sowieso größtenteils entweder in Quip, Dropbox oder iCloud. Bei den Mails hab ich Newton (vormals Cloudmagic), das die Zugangsdaten ohnehin auf deren Servern speichert. Also vom Sync der Mail-Accounts über den iCloud-Backup hab ich eigentlich auch nicht viel.

Als Erstes hab ich jetzt eigentlich Spotify (und das exzellente 1Password) installiert. Die Lautsprecher sind für ein Gerät, das so kompakt ist, wirklich herausragend gut. Um Welten besser als bei jedem Notebook, das ich kenne. Schlägt auch jedes MacBook. Im Moment, wo ich diesen Bericht auf meinem MacBook Pro schreibe, liegt es neben mir am Schreibtisch und Musik läuft auf Spotify. Klang ist so gut, dass ich eigentlich mal vorläufig keine Lautsprecher brauche.

Das enorme 2 Meter lange USB-Lightning Kabel, das mit dem iPad Pro mitgeliefert wird. An der Steckdose der 12W Power Adapter.

Geliefert wird ein 2 Meter langes Lightning auf USB Kabel und ein USB-Ladegerät, das doch um einiges größer als das eines normalen iPads ist. Es sieht ein wenig wie eine verkleinerte Version des Netzteils eines MacBooks aus und verwendet auch den selben Steckdosen-Adapter. Das 2 Meter Lightning Kabel ist enorm. Locker lang genug um das Kabel angeschlossen lassen zu können wenn man am Schreibtisch arbeitet.

So, jetzt zum mühsamen Teil. Eigentlich wird das iPad jetzt ja mein Fotostudio. Ich möchte jetzt alle meine Fotos in die iCloud-Fotobibliothek importieren. OK, erste Hürde. Für die erste Tranche Fotos brauch ich 30GB Speicherplatz am Mac (den ich aber nachher eh wieder zurückbekomme, sobald die Fotos hochgeladen sind).

Los gehts auf die Suche nach Speicherplatz. Nervig ist, dass die Photos.app jedes Mal nachdem es mir sagt, dass ich zu wenig Speicherplatz habe, danach wieder vergisst welche Ordner ich zum Importieren ausgewählt hatte. Also Speicherplatz freischaufeln, Order zum Import in Photos.app auswählen, Photos.app sagt zu wenig freier Speicherplatz. Das Ganze dann wieder von vorne.

Ein paar Dinge zur Performance während der Import läuft. Also eigentlich gibt es da nichts zu sagen. Außer, dass die Performance für ein mobiles Gerät so herausragend ist, das es eigentlich kein Thema ist. Kein Wunder eigentlich, wenn die Performance vergleichbar mit dem Surface Pro 4 mit Core i5 ist.

Zu guter letzt noch ein paar Dinge zur Kamera: Sie ist ungefähr so gut, wie die vom 4,7" iPhone 6. Also nicht schlecht um schnell mal etwas zu digitalisieren, wenn man damit unterwegs ist. Leider halt nicht ganz so gut, wie die am kleineren iPad Pro. Aber für gute Fotos gibts eh die DSLR.


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