AIDS darf keinesfalls allein mit Homöopathie behandelt werden

Die ärztliche Homöopathie unterstützt aktiv die antivirale Therapie in Ausbildung und Behandlung. Ergänzend zur antiviralen Therapie kann die Homöopathie bei Menschen mit HIV/AIDS eine körperliche und seelische Stabilisierung erreichen und damit die Lebensqualität sichern. Chronische und akute Beschwerden lassen sich durch Homöopathie positiv beeinflussen.

Video: Basiswissen HIV, Youtube-Kanal der Deutschen AIDS-Hilfe: Gegen HIV gibt es heute sehr wirkungsvolle Medikamente. Sie verhindern die Vermehrung des Virus im Blut, können es aber nicht wieder aus dem Körper entfernen. Dank dieser Medikamente können die meisten HIV-infizierten Menschen heute lange Zeit mit dem Virus leben, ohne an Aids zu erkranken. Die Medikamente können allerdings in einigen Fällen schwere Nebenwirkungen haben und müssen lebenslang eingenommen werden.
„Von homöopathischen Ärzten in Deutschland wird die Homöopathie nur begleitend zur konventionellen HIV-Therapie eingesetzt”

sagt Cornelia Bajic, 1. Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ). So ließen sich beispielsweise die Nebenwirkungen der antiretroviralen Therapie wie Schwindel, Durchfall, Fettstoffwechselstörungen oder Kopfschmerzen mit homöopathischen Arzneien therapieren. Unerlässlich für eine erfolgreiche Therapie ist eine enge Kommunikation zwischen der HIV-Schwerpunktpraxis und dem homöopathischen Arzt.

Cornelia Bajic, 1. Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ)
Bajic warnt: „Im Zeitalter von Fake News verbreiten sich auch zu medizinischen Themen Falschinformationen im Internet und vor allem in den sozialen Medien. Leider gibt es im Graubereich der sogenannten alternativen Medizin einen Dunstkreis unseriöser Anbieter und selbst ernannter Gurus, die die Verzweiflung und das Leid der Patienten ausnutzen. Aus diesem Dunstkreis kommen auch immer wieder unhaltbare Behauptungen zu dem Thema HIV/AIDS. Es ist nicht zu tolerieren, gravierende Erkrankungen wie HIV ausschließlich mit Homöopathie zu behandeln. Das wäre eine gefährliche unterlassene Hilfeleistung und nicht mit dem ärztlichen Selbstverständnis vereinbar.
Hier muss die Politik für strengere Regeln sorgen, damit diesen Quacksalbern das Handwerk gelegt wird. Die Homöopathie gehört in kompetente Hände. Wer krank ist und die Homöopathie nutzen möchte, soll zu einem homöopathischen Arzt gehen!“

Homöopathischen Ärzte sind ausgebildete Schulmediziner

Die über 7.000 homöopathischen Ärzte in Deutschland sind alles ausgebildete Schulmediziner mit einer staatlichen Zulassung (Approbation). Sie haben zusätzlich eine Ausbildung zur Homöopathie abgeschlossen, die von den Ärztekammern offiziell vergeben wird.

Die ärztliche Homöopathie versteht sich in erster Linie als integrative Medizin. Homöopathische Ärzte stellen konventionelle Medizin und Homöopathie nicht in einen Widerspruch, sondern praktizieren ein Miteinander der Methoden. Grundlage der Homöopathie ist es nicht, konventionelle Pharmakologie zu verteufeln und damit dem Patienten eventuell hilfreiche Therapieformen vorzuenthalten.

Homöopathie ist keine Alternativmedizin, die sich der konventionellen Medizin entgegenstellt, sondern ein ganzheitliches Medizinsystem, das auf Beobachtung und Kontextualisierung fußt. Die Homöopathie nutzt ebenfalls die medizinische Diagnostik wie z.B. die körperliche Untersuchung, Sonographie, EKG und Labor.