Smart Meter Rollout — oder: Warten auf Godot?

Von Matthias Ernst

Ein Thema, das seit Jahren auf der politischen Agenda und auf der der Energieversorger steht. Ein Thema, das schon Jahre auf sich warten lässt, bis es richtig losgeht. Ein Thema, mit dem sich natürlich auch die Stromnetz Hamburg GmbH beschäftigt.

Ähnlich wie in Samuel Becketts Theaterstück die Protagonisten die Zeit damit verbringen, nichts zu tun und auf etwas warten, von dem sie nichts Genaues wissen, warten die Energieversorger nun seit einigen Jahren auf den offiziellen Startschuss des Rollouts intelligenter Messsysteme und moderner Messeinrichtungen in Deutschland. Und dabei haben sie in der Zeit erhebliche Ressourcen in Gang gesetzt, um die Auswirkungen und die Wirtschaftlichkeit des Smart Meter Rollout zu bewerten, Prozesse und ihre Organisation anzupassen, mit den technischen Feinheiten der neuen Zähler und Kommunikationstechnologie vertraut zu werden, die IT Infrastruktur aufzubauen, der neuen Marktkommunikation gerecht zu werden oder die Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit und der Kunden aufzusetzen. Nur losgehen muss es endlich!

Das Thema Smart Metering hat Auswirkungen auf eine ganze Reihe von Facetten bei Netzbetreibern und Metering Gesellschaften, auf die Beziehung zu Lieferanten und vor allem auch zum Kunden.

Die hxi hat die Stromnetz Hamburg GmbH im letzten Jahr — unser Coach Matthias schon in den Jahren davor — bei der Umsetzung des Konzernprogramms zur Einführung intelligenter Messsysteme und moderner Messeinrichtungen als Partner begleitet.

Dabei haben wir tiefen, fachlichen Einblick in die unterschiedlichen Dimensionen des Rollouts erhalten, konzeptionell an Lösungen gearbeitet und standen als Sparringspartner für die Verantwortlichen zur Verfügung — sei es mit Blick auf die IT, die Technik, Organisation und Prozesse oder Kommunikation. Wir haben das Programm- bzw. Projektmanagement unterstütz, um möglichst effizient im Spannungsfeld von Tages- und Projektgeschäft voranzukommen. Gerade die Diskussion zur Einführung agiler Methoden, vor allem im Rahmen der operativen Projektarbeit, war spannend. Der Bedarf und der damit verbundene Mehrwert werden einerseits anerkannt, andererseits gibt es aber auch Vorbehalte und Skepsis. Hier einen methodischen (Mittel-) Weg zu finden ist Teil unserer täglichen Arbeit bei hxi.