Warum wir wollen, was wir nicht haben können.

Irgendwann hat glaube ich jeder diesen Moment. Da sieht man dieses Paar Schuhe oder dieses Parfum, das man sich nicht leisten kann, aber trotzdem bleibt es einem immer im Gedächtnis. Es sind diese Dinge, die es schaffen, dass wir uns echt mies fühlen, eben weil wir sie nicht haben können.

Dieses Phänomen gibt es natürlich auch in ganz anderern Situationen. Paradebeispiel: Du willst unbedingt diese eine Person, aber es ist ganz klar, dass sie dich nicht will. Und eigentlich weißt du das auch und du weißt auch, dass diese Person es nicht wert ist, dass du sie willst. Sie hat nicht die gleichen Gefühle, hat sie entweder nie erwidert oder einfach damit aufgehört, als es am Schönsten war. Egal aus welchem Grund er oder sie diese Gefühle nicht aufbringt - im Endeffekt kommt es auf das Selbe hinaus: Er oder sie ist deine Zeit und deine Gedanken, dein Blut und deinen Schweiß nicht wert. Nicht unbedingt, weil er oder sie ein schlechter Mensch ist, oder dich schlecht behandelt hat. Sondern weil dein Herz etwas Besseres verdient hat.

Leider ist das, wie in so vielen Fällen, leichter gesagt, als getan. Man liest diese Worte, oder in meinem Fall schreibt diese Worte, und weiß, dass sie wahr sind, oder wenigstens etwas Wahres darin liegt, aber dennoch kann man nicht damit aufhören. Gefühle machen eben was sie wollen, egal, wie sehr man dagegen kämpft. Und ja, es ist scheiße. Und ja, man will aufhören. Und ja, es werden Tränen fließen und Worte fliegen, die man eigentlich nicht meint. Aber man muss einfach weiter darauf hoffen, dass das eigene Herz irgendwann wieder seinen Weg findet, auf die richtige Bahn kommt. Dass man irgendwann, bei dem Klang des Namens der Person, die man so unbedingt will, nicht mehr dieses Ziehen in seiner Brust spürt.

Eine Sache ist nämlich klar - jeder Schmerz geht irgendwann weg. Nicht für immer, nicht ganz, nein. Aber er verzieht sich in eine weit verborgene Ecke eures Unterbewusstseins und lässt euch in Ruhe. Leider werden immer wieder Augenblicke aufkommen, die dafür sorgen, dass die Wunde sich ein klein wenig öffnet. Es wird Momente geben, in denen ihr wieder komplett in diese Situation versetzt werdet. Aber das Wichtigste ist, dass ihr wisst, dass es okay ist. Dass ihr dabei nicht alleine sein müsst. Redet mit jemandem darüber - es wird immer Menschen geben, die euch zuhören, ihr müsst nur die Augen und Ohren offen lassen.

Aber um zu der Ausgangsfrage zurück zu kehren: Wieso wollen wir das, was wir nicht haben können? Weil der Mensch so gestrikt ist. Weil unsere Psysche uns einflößt, dass wir dafür kämpfen müssen, das zu bekommen, was wir wollen. Immerhin wird uns das auch so immer wieder gesagt, oder nicht? 
“Du musst an dich glauben, dann kannst du alles schaffen!”
In vielerlei Hinsicht auf jeden Fall wahr. In oben genannter Situation eher weniger. Denn unser Herz hat es verdient nach dem zu streben, was auch erreichbar ist.

Like what you read? Give mitch a round of applause.

From a quick cheer to a standing ovation, clap to show how much you enjoyed this story.