Was Fussgängerinnenstreifen mit Gleichberechtigung zu tun haben (sollen)

Aktuell immer wieder in den Medien: die Emanzipation der Frauen.
Frauen fordern Gleichberechtigung von Mann und Frau und wollen dies in verschiedenen Bereichen auf politischer Ebene durchsetzen. Doch was steckt wirklich hinter den Forderungen?

Gleichberechtigun? Aber natürlich!
Bevor dieser Artikel als Frauenfeindlich eingestuft wird: es spricht (aus meiner Sicht) nichts, aber auch gar nichts gegen Gleichberechtigung von Frau und Mann. Jede(r) sollte dieselben Rechte haben und zwar in allen Bereichen. Doch der aktuelle Kampf um “Gleichberechtigung” zielt meiner Meinung nach teilweise doch etwas daneben…

Thema 1: Fussgängerinnen- und Fussgängerstreifen
Ein Thema ist die Diskussion um die Bezeichnung alltäglicher Objekte. So soll der “Fussgängerstreifen” ja angeblich diskriminierend sein, da so nur männliche Läufer und keine Fussgängerinnen miteinbezogen werden. Stattdessen sollte man etwa “Zebrastreifen” sagen. Und der Strassenüberquerungsstreifen (hoffe, das ist jetzt politisch korrekt) ist nur eines von vielen Beispielen.

Jedoch dürfte jedem normalen Menschen mit mehr als nur Stroh im Kopf klar sein, dass Fussgängerstreifen auch von Frauen benutzt werden. Daher stellt sich mir die Frage, wie sich Personen mit einem normalen Selbstwertgefühl von so etwas diskriminiert fühlen können…

Thema 2: Gleichberechtigung — nur für Frauen?
Frauen wollen endlich gleichberechtigt sein. Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: sehr gerne, Gleichberechtigung ist doch schliesslich was gutes.

Da auch Männer gleichberechtigt sein wollen, gibt es in der Schweiz aktuell die Forderung, dass das Rentenalter von Frauen auf jenes der Männer erhöht werden soll — ganz im Sinne der Gleichberechtigung. Promt die Antwort des anderen Geschlechts: kommt nicht in Frage, zuerst wollen wir den gleichen Lohn haben (die immer wieder gern gesagte Antwort).

Gleichberechtigung kann jedoch nur dann funktionieren, wenn sie auch wirklich gleichberechtigt angewendet wird. Die Forderung nach mehr Lohn und gleichzeitig das Verneinen von Gleichberechtigung der Männer kann nicht die Lösung sein. Denn auch Männer werden momentan diskriminiert: tieferes Rentenalter, Vaterschaftsurlaub, Militärdienstpflicht, …

Thema 3: Frauen in die Chefetagen, am besten per Gesetz
Noch eine Diskussion findet um die tiefe Quote der Frauen in Chefetagen statt. Diese Quote soll nun erhöht werden und zwar am besten mit einer gesetzlichen Frauenquote.

Doch woran mag das liegen, dass es in den Spitzenpositionen der Unternehmen mehr Männer gibt als Frauen? Das kann doch nur an den bösen Unternehmen liegen, die keine Frauen haben wollen, oder?

[IRONIE ON] Es kann doch auf gar keinen Fall daran liegen, dass viele Frauen gar kein Interesse haben, sich ins Karriereleben zu stürzen und sich stattdessen lieber liebevoll um die eigenen Kinder kümmern möchten. Und daran, dass viele Frauen die benötigte Ausbildung nicht haben (weil sie sich in den letzten 20 Jahren um die Kinder gekümmert haben), liegt es sicherlich auch nicht. Und die Tatsache, dass viele Frauen einfach ein zu gutes Herz haben, um sich in der skrupellosen Wirtschaftswelt zu behaupten, kann es definitiv auch nicht liegen.
[IRONIE OFF]

So, nun aber wieder ernst: Dass in der Wirtschaft eine Ablehnung gegenüber Frauen in Chefetagen vorhanden ist, mag gut sein und soll sich aus meiner Sicht auch gerne ändern. Doch was soll eine Frauenquote bringen?

Meiner Meinung nach sollte man sich anstelle einer Quote einerseits darum kümmern, dass Frauen wieder ein grösseres Interesse an der Karriere haben und andererseits darum, dass Unternehmen erkennen, dass Frauen (an der Spitze) die Wirtschaft aus einem anderen Blickwinkel betrachten (können) und so einen anderen — aber durchaus auch erfolgreichen — Führungsstil mitbringen.

Auf die Zukunft
Ich würde mich gerne auf eine Zukunft freuen können, in der nicht mehr um “Scheingleichberechtigung” gefochten wird, sondern in der tatsächliche Gleichberechtigung herrscht und sich niemand wegen Kleinigkeiten die Aufmerksam der Öffentlichkeit zu erhaschen braucht.

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