Birger und Betty sind als verliebtes Paar Besitzer eines Schädels, auf den es Harry abgesehen hat. Bild: Barbara Grosse

45 Minuten und die Eieruhr klingelt

Wer kennt das: den hyperlokalen Online-Fortsetzungskrimi aus und über Marburg-Marbach, geschrieben stets nach der 45-Minuten-Regel? Plausch am Ententeich, so heißt das Werk, entsteht nach dieser Regel.

Von Daniel Grosse

Der Krimi hat soeben die Halbzeit erreicht. Sprich, aktuell steht Kapitel N im Netz. Und so funktioniert das 45-Minuten-Prinzip: Bevor man sich an den Rechner setzt, stellt man die Eieruhr auf eine dreiviertel Stunde ein. Diese Zeit gilt es zu nutzen, um ein Kapitel zu schreiben. In diesen 45 Minuten muss alles rund, spannend, logisch, fehlerfrei und unterhaltsam werden, was da im PC steht. Klingelt der Wecker, verbleiben jeweils nochmals 15 Minuten für die Korrekturen, das Redigieren und das zweimalige Gegenlesen. Dann geht das Kapitel online. Das war’s. So entsteht eine komplette Buchgeschichte mit 26 Kapiteln in 26 Stunden. An einem Tag ein Buch schreiben. Probiert es aus.

Im Falle meines Online-Krimis sieht das dann so aus: 
Blog Marbach direkt mit Plausch am Ententeich 
http://irondan.de/?cat=50

Auf diesem Blog wächst Plausch am Ententeich heran, bis zu Kapitel Z in etwa zwei Monaten. Warum das Ganze? Weil es Spaß macht, etwas Neues ist und weil es vorbereitet und schult, zum Beispiel für einen großen Roman — eventuell einen Krimi-, der dann auch gerne als richtig gedrucktes Buch auf den Markt kommt.