„Self knowlege through numbers“.

Langsam ist der Winter auch hierzulande angekommen und das bedeutet wieder, eine Grippewelle nach der anderen. Aber jetzt schon zum Arzt zu gehen um mich auf meine Gesundheit durchchecken zu lassen, macht doch keiner, noch bin ich ja gesund. Da wird im Ernstfall auch erstmal Dr. Google befragt, was er zu meinen Symptomen sagt. Doch kann ich dem Internet trauen, wenn es mir sagt, dass ich mit meinen Symptomen auch gut einer hochansteckenden Krankheit ausgeliefert sein kann. Dann also doch lieber zum Arzt, die Stunde Wartezeit in kauf nehmen, um dann mit einem ruhigen Gewissen nach Hause gehen. Oder?

Aber was wäre eigentlich wenn ich von zuhause aus die Möglichkeit hätte mich selbst durchzuchecken. Mithilfe von e-health Technologien wird der Gang zum Arzt schlicht und einfach ersetzt. Ich selbst habe die Kontrolle über meine Gesundheit und kann mithilfe von intelligenten Tools meine Gesundheit Tracken. Firmen wie Google arbeiten kontinuierlich an neuen Sensoren, die es zum Beispiel Diabetes Patienten ermöglicht ihre Blutwerte direkt am Smartphone zu checken oder Herzpatienten ihre aktuellen Werte immer parat zu haben. Unzählige Tools, die den Patienten dazu qualifiziert, hochwertige Informationen aus seinem Körper zu lesen und was noch viel wichtiger ist, sie auch zu verstehen.

Aber das ist noch nicht alles jeder einzelne von uns kann sich nun mit dem Einsatz von sogenannten Wearables für seine Gesundheit einsetzen und eventuell sogar Krankheiten vorbeugen. Denn ein gesunder und ausgeglichener Lebensstil kann sich durchaus auf die Gesundheit auswirken und so manchen Arztbesuch ersparen. Von Tracking Armbändern, Knöpfe, die man am eigenen Körper befestigt oder Smartphone Anwendungen gibt es mittlerweile abertausende Möglichkeiten seine Daten auszuwerten. Diese neue Art des Quantified Self soll in der Lage sein unser Verhalten zu analysieren und im Idealfall auch zu optimieren. Im Prinzip weiß jeder wie wichtig eine gesunde und ausgewogene Ernährung für unsere Gesundheit ist, doch die Realität sieht oftmals anders aus. Also warum nicht einen kleinen elektronischen Personal Berater engagieren, der uns ständig begleitet und motiviert doch lieber zum Apfel statt zum fettigen Fast Food zu greifen.

immer mehr Menschen machen Selbstoptimierung zu ihrem Hobby

Aber wie weit sollte das ganze gehen. Selbstoptimierung nennt sich dieser Trend, der schon vielerlei Anhänger gewonnen hat. Eine Vielzahl an Menschen weiß genauestens über seine Schlafphasen, den Essens Rhythmus, die Pulswerte oder die körperliche Fitness genauestens bescheid. Sie versuchen ihren Körper so gut es geht zu verstehen und zu interpretieren. Es geht sogar so weit, dass sie dazu bereit sind, Gewohnheiten umzustellen um ihre Werte täglich zu optimieren. Entwickeln wir uns zu kleinen Robotern, die alle einen durchstrukturiertes Leben anstreben oder kann uns dieser Trend helfen unsere Work Life Balance in den Griff zu bekommen, ein ausgewogeneres und stressfreieres Leben zu führen?

Ob nun mit oder ohne Technologie, dass unsere Gesellschaft sich allmählich mit dem Thema Gesundheit, Fitness und Ernährung beschäftigt ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und man muss sehen, in wieweit uns die Technologie in dieser Sache eine Hilfe sein wird oder uns nur zusätzlich unter Druck setzt.

[1] Seite „ WEARABLES — SELBSTBEOBACHTUNG — SELBSTOPTIMIERUNG“. In: Hering Schuppener Blog. Bearbeitungsstand: 26. November 2014. URL: http://www.heringschuppener-markenkommunikation.de/blog/wearables-selbsbeobachtung-selbstoptimierung-2/ (Abgerufen: 24. November 2015, 10:00 UTC)

[2] Video „ Next steps in health & medicine — where can technology take us? | Daniel Kraft | TEDxBerlin“. In: YouTube: 1. Oktober 2014 URL: https://www.youtube.com/watch?v=zrW3-yzWt5Q (Abgerufen: 23. November 2015, 10:00 UTC)