Lass es krachen

Eisbrecher-Tipps für kreatives Schreiben

Tick-tack-tick-tack. Höhnend hallt das Ticken der Uhr durch dem Raum. Der einsame Schein der letzten Tageslichtlampe taucht den einsamen Bürohelden in warmes Licht. Großer Druck lastet auf ihm während er einsam vor dem Laptop hockt und den rastlos blinkenden Cursor beobachtet. Er muss etwas produzieren, ehe es zu spät ist.

Stress und Zeitdruck sind die größten Killer der Kreativität. Kommt noch Routine dazu, hat großartiger Content erst recht keine Chance. [1] Alte Denkmuster müssen durchbrochen werden, um neue Ideen zu finden, das wusste schon Albert Einstein.

Gemeinsam mit den alten Denkmuster sollte man auch die Angst vor dem Scheitern oder — weniger dramatisch — die Angst vor dem nicht perfekten Text beiseite legen. Nicht nur beiseite legen. Zerbrechen. Wie das Eis, das deine kreativen Kräfte eingefroren hat. Schnapp dir eine Axt und sei radikal. Wir haben jene Tipps, die das Web zum Freisetzen der Kreativität gibt, hier gesammelt.

Ändere deine Arbeitsumgebung radikal

Schließ den Laptop, steh auf, geh raus mit Block und Stift und schreib unter einem Baum. Oder arbeite ein paar Stunden lang an einem Stehtisch. Der erste Schritt zum Durchbrechen alter Denkmuster ist das Durchbrechen von Arbeitsgewohnheiten. [1]

Such dir neue Reize

Ein Bild, ein Wort, ein Klang. Was assoziierst du damit? Eine Reizwortanalyse gibt dir einen neuen Kontext für deinen Text. Vielleicht brauchen deine Finger auch einen anderen Reiz als das ständige Geklapper auf der Tastatur. Gib ihnen Knetmasse und “forme” damit deinen Text, die Aussage, oder das Bild, das du vermitteln willst. [2]

”Flip-floppe” deinen Text

Hast du dich schon mal gefragt, mit welchem Text du deine Leser so richtig vergraulen kannst? Schreib ihn auf und hab Spaß mit deinem Anti-Text. Aber vergiss nicht, ihn am Ende wieder umzudrehen, um deinen schlechten Text in einen großartigen zu verwandeln. [3]

Kombiniere Altes neu

Wahrscheinlich hast du Phrasen, Sätze und Wörter, die du besonders gerne kombinierst. Vielleicht sogar immer auf den gleichen Plattformen. Sammle diese Kombination, brich sie auf und verpacke sie gemeinsam mit Plattformen und anderen Parametern in einen morphologischen Kasten. Damit kannst du dir neue, unkonventionelle Inhalte basteln. [4]

Such dir eine neue Perspektive

Die Perspektive deines Kunden einzunehmen ist ja irgendwie logisch. Aber wie wäre es, wenn du die Perspektive eines Kindes einnimmst? Der Oma deines Kunden? Eines Skeptikers? Sprich mit den Worten eines Rappers, eines Krimi-Autoren, eines Romantik-Dichters. [3], [5]

Und zu guter letzt: Mach’ mal eine Pause

Unser Gehirn braucht Pausen zwischen den Schaffensphasen. Nutze diese Pausen und übe dich in Entspannung. Beim Tagträumen beispielsweise entsteht ein langsamer Gehirnrhythmus und der ist für kreative Prozesse besonders förderlich. [6], [7]

Tipps und Anregungen gibt es also genug. Aber wie sieht die Praxis aus? Wir befragen die Profis, die Texter und Künstler, die jeden Tag gegen die Killer der Kreativität kämpfen. Mehr dazu gibt’s im nächsten Artikel.

Sein Blick ist fixiert auf den bunten Haufen der Textmarker und Faserfilzstifte. Es sind die Überbleibsel eines Workshops, den eine Kollegin geleitet hat. Irgendwas Strategie, soweit er weiß. Der Held erhebt sich und schreitet zum Tisch der Kollegin. Der Hall seiner Schritte übertönt sogar das höhnende Tick-Tack der Uhr. Er greift nach dem ersten Stift.

Links:

[1] 10 Ways to Spark Creative Thinking

[2] Reizwortanalyse

[3] Die 5 besten Kreativitätsmethoden für das Marketing

[4] Morphologischer Kasten bzw. Morphologische Analyse

[5] 6-Hüte-Methode

[6] Hirnforschung: Pause macht produktiv

[7] Intelligenz und Kreativität

Anmerkung: Dieser Artikel wurde für ein Projekt im Zuge des Master Studiengangs “Content Strategie” an der FH Joanneum von Isabel Anger, Paolo Reininghaus und Janel Leonor geschrieben.

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