(c) Fabian Pimminger

Ich esse alles, was auf meinen Blog kommt!


Auf A Boy from Stone Age beschäftigt sich Fabian Pimminger mit der Ernährungsmethode “Paleo”, auch Steinzeitdiät genannt. Außerdem bloggt er noch über Technologie- und Lifestyle-Themen auf fabianpimminger.com und berichtet über seine Bergtouren und Reisen auf aboyonadventures.at

Woher kam die Idee, Food-Blogger zu werden?

Ich ernähre mich ja seit längerer Zeit schon nach der Paleo-Ernährung. Mal komplett, mal nicht ganz so streng, aber eigentlich zieht sich die Ernährungsform generell durch meinen Speiseplan. Nachdem es in Österreich keine wirkliche Anlaufstelle für Paleo-Rezepte gegeben hat, dachte ich mir einfach „das machst du jetzt“. Und schon hatte ich einen Blog.

Was ist das Besondere an deinem Blog? Was unterscheidet ihn von anderen Food-Blogs?

Besonders im englischsprachigen Raum sind Food-Blogs oft sehr umfangreich was den Text anbelangt. Oft gibt es zum eigentlichen Rezept eine mindestens dreimal so lange Entstehungsgeschichte: Wie es entstanden ist, wie viele Anläufe der Autor gebraucht hat, welche Missgeschicke passiert sind. All das gibt es bei mir nicht. Ich beschränke mich eigentlich nur auf einen kurzen Satz zur Einleitung, ein bis zwei Bilder und das eigentliche Rezept. Und selbst das versuche ich möglichst kurz auf den Punkt zu bringen. Wenn ich zum Beispiel nach einem Rezept koche, dann will ich nur die wesentlichen Schritte vor mir haben.

(c) Fabian Pimminger

Welche Kanäle nutzt du zur Verbreitung deiner Rezepte? Welcher ist dein wichtigster Kanal und warum?

Für die Verbreitung verwende ich Facebook, Twitter und Instagram. Meine Facebook-Seite nimmt dabei den Hauptteil ein, gleich danach kommt mein privater Twitter-Account. Ab und zu poste ich die Fotos auch auf Instagram, wobei die Verlinkung hier sehr mühsam ist und dementsprechend wenig Traffic zurückkommt.

Wie viele Beiträge stellst du wöchentlich online?

Das ist verschieden. Es gibt Wochen mit zwei bis drei Posts, und dann aber auch Wochen ohne Posting. Je nachdem wie die Lust und Laune ist.

Ist das Bloggen für dich mehr Hobby oder Beruf? Und verdienst du damit Geld?

Ganz klar Hobby. Geld verdienen ist noch immer eine schwierige Sache. Vor allem wenn man darauf aus ist, kontinuierlich Geld zu verdienen. Wenn das Angebot stimmt und die Produkte zu meiner Zielgruppe passen, schalte ich von Zeit zu Zeit auf meinem Blog auch bezahlte Werbebanner. Das ist aber (leider) eher die Ausnahme. Eigentlich bin ich aber auch nicht darauf aus, mit meinem Blog das große Geld zu machen. Wenn ein wenig was dabei für mich abspringt ist es schön, wenn nicht, ist es auch ok.

(c) Fabian Pimminger

Wir haben gesehen, dass du selber Fotos machst und postest. Wie lange brauchst du dafür? Beziehungsweise, wie aufwändig ist die Produktion? Kannst du uns deine genaue Vorgehensweise beschreiben?

Haha. Ich vertrete den Grundsatz, dass ich nicht „extra“ fürs Bloggen koche. Wenn ein Rezept entsteht, dann meistens weil ich sowieso zu Mittag oder abends etwas für mich zubereite oder wir zusammen in der WG kochen. Dementsprechend sind meine Fotos nicht sehr aufwändig, was Deko anbelangt. Ich hab es auch ganz gern, wenn nicht zu viel Zeug von dem eigentlichen Essen ablenkt. Ich kenne Leute, die haben ganze Kisten voller Requisiten, nur um dann ewig das Foto zu dekorieren. Sowas findet man bei mir nicht. Ich versuche ein schönes, schlichtes Foto zu machen, das das Essen in den Mittelpunkt stellt und so schnell geht, dass ich trotzdem noch vom warmen Teller essen kann. Das ist die größte Herausforderung. Nach dem Essen kommt noch die Auswahl eines passenden Fotos und die Nachbearbeitung, die man auch nie unterschätzen sollte.

Was passiert mit dem Essen nach dem Fotografieren? Isst du immer alles? Wie handhabst du das?

Nach dem Fotografieren wird gegessen, na klar! Und ja, ich esse alles, was auf meinen Blog kommt. Wenn ich vorher weiß, dass mir etwas nicht schmeckt, wird es auch nicht gekocht.

(c) Fabian Pimminger

Das Interview mit Fabian ist im Zuge des Master Studiengangs “Content Strategie” an der FH Joanneum entstanden.