Welche Bedeutung haben Soziale-Netzwerke für

Newcomer in der Techno-Szene ?

Einleitung:

In Berlin gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Clubs und Bars wo man am

Wochenende ausgehen kann. Aber in Berlin ist vor allem die Techno-Szene sehr ausgeprägt, In diesem Blogeintrag möchte ich mich damit befassen, wie Dj´s in Berlin diese Szene erleben.

(der Salon zur wilden Renate)

Um einen Eindruck davon zu bekommen, habe ich ein Experteninterview mit Otto Lebowski einem Newcomer in der Techno-Szene geführt, der im vergangenen Jahr von einem rasanten anstieg an und in einigen angesagten Clubs in Berlin gespielt hat. Ich wollte damit in Erfahrung bringen, wie es ist, als Newcomer in Berliner Clubs Aufzulegen und welche Rolle spielen soziale Netzwerke und Medien?

Wie können Dj von sozialen Netzwerken profitieren und wie können sie solche Plattformen am effektivsten nutzen um Erfolgreich zu werden.

ich möchte dadurch erkennen welche Wege es bei der Vermarktung gibt.

Wie werden sich Soziale Netzwerke in Zukunft auf Künstler auswirken und welche Rolle spielen sie.

Forschungsanlass:

Die Techno-Szene in Berlin, ist die wohl deutschlandweit größte Technoszene ist wollte ich mich damit beschäftigen wie man es als Dj in Berliner Clubs schaffen kann zu Berühmtheit zu erlangen

Vor ungefähr einem Jahr, entdeckte ich auf

Soundcloud einen jungen Dj, dessen Musik mir sehr gut gefiel, als ich herausfand, das dieser Dj aus Berlin stammt befasste ich mich genauer mit seiner Musik.

Ich fing an einige Events zu besuchen auf denen er auflegte.

Ich wollte wissen ob und wie er mehr Aufmerksamkeit erreichen kann.

Denn auf Soundcloud oder Facebook hat er nur recht wenige Follower für einen Dj der in den angesagtesten Clubs in Berlin spielt. Wie werden die Clubs überhaupt aufmerksam auf jemanden der gerade etwas mehr als 250 Follower auf Soundcloud hat.

Forschungslücke und Methode:

Als ich mich genauer mit den nutzen von Sozialen Netzwerken in der

Techno-Szene beschäftigte, merkte ich dass es nur sehr wenig Literatur zu diesem Thema vorhanden ist. beschäftigen. Doch dann stieß ich auf Andrew Dubber und Mark Mulligan, die beide einige werke, wie zum Beispiel „Mark Mulligen Awakening. The Music Industry in the Digital Age, oder Music in Digital Age“

von Andrew Dubber das Buch handelt vom Wandel der Musik und das Musik, Kultur und Handel Dinge sind, die untrennbar miteinander verbunden sind.

Mark Mulligan war 11 Jahre Vizepräsident und Forschungsdirektor bei Jupiter Research (Marktforschungsinstitut) . In seiner Rolle als Musikanalytiker und Senior Research Manager arbeitete Mark direkt über die digitale Musik-Wertschöpfungskette mit allen führenden digitalen Musikdiensten und Technologieunternehmen, den großen Plattenfirmen, Rechten, Einzelhändlern, Hardwarefirmen und Teleskos. Mark Mulligan ist der Geschäftsführer von MIDiA Research und ein langjähriger Medien- und Technologieanalytiker und ein führender Denker für den digitalen Übergang der Musikindustrie. Mark hat 15 Jahre Medienanalyse und Beratungserfahrung, die mit führenden globalen Medien-, Technologie- und Geräteunternehmen zusammenarbeitet. Mark hemmt die Musikforschung von MIDiA und beaufsichtigt alle Forschungsergebnisse von MIDiA. Mark ist der Autor der branchenführenden Blog Music Industry Blog. Er ist auch Autor von ‘Awakening: Die Musikindustrie im digitalen Zeitalter’ die endgültige Darstellung des Aufstiegs des digitalen Musikmarktes. (https://www.midiaresearch.com/about-us/)

Es gibt zwar sehr viele Forschungen zum Leben in der Szene, jedoch nicht viel was verdeutlich wie Junge Dj´s den Durchbruch schaffen. Also begann ich einen Experten zu diesem Thema zu befragen und schrieb den Dj Otto Lebowski an, der innerhalb eines Jahres in vielen renommierten Berliner Clubs aufgelegt hat, Kater Blau, Saloon zur Wilden Renate, Watergate und der Tresor sind die bekanntesten Clubs in denen er bisher aufgelegt hat. Ich war sehr erfreut als ich innerhalb vier Tage eine Antwort von ihm bekam und er mir treffen anbot. Das Experteninterview war für mich sehr Aufschluss reich und zeigte mir eine ganz andere Seite, der sonst als Tolerant geltende Szene auf. Er erzählte mir, dass er oft aufgrund seines Alters von den Türstehern komisch angeguckt wird und sie ihm häufig nicht glauben, dass er dort einen Auftritt hat.

Auf die Frage „Wie wichtig ihm Soziale Netzwerke und seine Fanbase sind“ antwortete er: In der Techno-Szene, läuft das alles ein wenig anders ab als in anderen Musik Genren, wie vielleicht im Hip Hop oder in den Charts da möchten die Künstler gefilmt werden und es ist völlig ok wenn Videos oder Fotos verbreitet werden,

aber im Salon zur wilden Renate , werden oft die Smartphone Kameras zugeklebt damit keine Fotos oder Videos vom inneren des Clubs an die Öffentlichkeit gelangen, wer das trotzdem kann durchaus Hausverbot bekommen. Er erzählte mir auch, dass der effizienteste Weg die Clubbetreiber auf seine Musik aufmerksam zu machen, ist sich direkt an den Club zu wenden und einzelne Mixtapes zum Probehören zu versenden, hierbei ist es wichtig, dass die Musikrichtung auch zum Image oder zum Stil des Clubs passt. Ein weiterer wichtiger Aspekt seien auch Kontakte, die man auf Auftritten kennenlernt und sich Gegenseitig bei der Verbreitung der Musik oder durch beschaffen eines Gigs(Auftritt), laut Otto Lebowski ist dies wohl der wichtigste Teil, da es in Berlin eine menge Dj´s gibt und es sehr schwer ist seine eigene Richtung zu finden, aber nur wenn man Individuell und offen für neues ist hat man Chancen in dieser Branche. Allgemein ist die Dj´s Szene recht unpersönlich und sowas wie eine richtige Fan gemeinde hat sich bisher noch nicht gebildet(Experte). Auch wenn er mir erzählte, dass es ihm in erster Linie nicht ums Geld geht, sondern ihn der spaß an der Sache antreibt.Aus finanzieller Hinsicht lohnt sich das auflegen in Clubs definitiv,er bekommt je nach Club ca. 50 Euro pro stunde als Gage.Jedoch muss man die Arbeitszeiten beachten, die je nach Veranstaltung unterschiedlich sind und häufig in den frühen Morgenstunden anfangen und manchmal sogar kein Absehbares ende haben.

(Wertschöpfungskette im bezug auf einen Dj)

Fazit:

Ich kann nun mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die Rolle Sozialer Netzwerke in der Techno-Szene nicht so stark vertreten sind, wie beispielsweise im Hip Hop wo, das Engagement im Social Web einen hohen Effekt auf die Entwicklung einer Musikerkarriere haben kann. Da in diesem Genre eine ganz andere Kommunikation zwischen Künstlern und Fans herrscht. Dabei besteht die Herausforderung weniger darin, sich mit Social-Media-Strategien auseinanderzusetzen und über eine Vielzahl an Profilen im Social Web vertreten zu sein. Vielmehr gilt es überhaupt Zeit für Online-Kommunikation zu finden, den Überblick über die vielen Kanäle zu behalten und eine professionelle Beziehung zu den Interessierten aufzubauen. (Mathias Krebs “Wie Musiker im Social Web erfolgreich kommunizieren”)

Jedoch sollte man nicht vergessen, dass Soziale-Netzwerke eine super möglichkeit bieten, sich und seine Musik zu promoten, aber bei schlechter Promotion, kann es durchaus sein, dass anstatt eine größere Fanbase zu schaffen, durch falsche post nach hinten los gehen. Nur wer eine ernste Kommunikation zwischen Fans und Künstler schafft, kann Soziale Netzwerke als sehr effektive Platform nutzen. Anders als in anderen Genren setzten einige Clubs auf die Methode Handykameras abzukleben, dies darf durch aus als Marketing Strategie verstanden werden, da hierduch nur eine Mund zu Mund Propaganda informationen zum jeweiligen Club preisgibt. Dazu kommt das dem Image des Clubs zu gute, weil es einen Eindruck einer geschlossenen gesellschafft breit macht. Den Gästen, gefällt das in der Regel sehr gut, da dadurch ihre Privatsphäre gesichert ist und sicher jeder so verhalten kann, wie er es möchte, diese Toleranz spielte in der Techno-Sezne immer eine wichtige Rolle, jedoch ist es für mich manchmal eher Arroganz was ich mit der Techno-Szene verbinde denn häufig bildet sich der Eindruck, dass nur leute Akzeptiert werden, die auch in den Etablierten Clubs verweilen, wie das Berghain oder das Sissyphos, wer dort nicht reinkommt gilt oft nicht als cool genug und das hat meiner Meinung nach wenig mit Toleranz zu tun.

Quellenverzeichnis:

Experten Interview mit Otto Lebowski

http://newmusicstrategies.com

https://leanpub.com/dubber

Wie Musiker erfolgreich im Social Web Kommunizieren 19/09/2014

http://www.blog.digimedial.de/wie-musiker-erfolgreich-im-social-web-kommunizieren/

Music in the Digital Age 07/04/2013 by Andrew Dubber

https://www.midiaresearch.com/about-us/

https://www.degruyter.com/view/j/zkmm.2016.2.issue-2/zkmm-2016-0214/zkmm-2016-0214.xml Mark Mulligan Music Industry in the Digital Age

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