Das Neue und seine Feinde oder wie kann Wandel gelingen?

Ich würde gerne einmal eine Beobachtung von mir mit euch teilen und wissen, wie ihr dies seht?

Photo by Diego PH on Unsplash

Wenn ich mir die ganzen neuen Startups und Digital Transformation Agencies und Innovation Labs etc. anschaue, sehe ich dort sehr viele junge Menschen.

Wenn ich daran denke, wer die Konzerne unserer Zeit gegründet hat, waren das oftmals auch, zu ihrer Zeit, eher junge Menschen.

Was ich nicht damit sagen möchte ist, dass nur junge Menschen innovative sein können, aber das ich glaube, dass man diesen mehr Verantwortung übergeben sollte, da sie in einem anderen Kontext aufgewachsen sind bzw. sozialisiert wurden. Dies scheint Auswirkungen darauf zu haben, wie gut man mit den aktuellen Marktgegebenheiten umgehen kann.

Ich möchte behaupten, dass dies auch etwas mit der altersbedingten Veränderung unseres Gehirns zu tun. Jüngere Menschen besitzen eine höhere “fluide Intelligenz”, welche sie kreativer und flexibler macht, wohingegen älter Menschen eine höhere “kristalline Intelligenz” besitzen, welche mehr auf Erfahrungen basiert. Beides für mich wichtige Teilaspekte für Wandel und Innovation.

Wenn ich also meine Organisation für die Zukunft ideal aufstellen möchte, würde es da nicht Sinn machen, dass man die „jungen Wilden“ stärker unterstützt und ihnen den Raum gibt, um bei dem Wandel eine tragende Rolle zu spielen, anstatt sie versucht in die vorhandenen Prozesse und Strukturen zu pressen?

“Die müssen wir erstmal Arbeitsfähig machen. Die halten sich ja an keine Regeln!”

Ich stelle mir so eine Art (Reverse) Mentoring Konzept vor nur als Geschäftsführungstandem. Die Kombination aus Erfahrung und frischen, unkonventionellen Ideen könnte ein spannender Mix sein.

Fest steht für mich, dass der Wandel ACTION (auch im Sinne von Aktion) bedarf und das ich frische Konzepte zumeist in Startups, Labs und Co. finde, bei denen das Durchschnittsalter vergleichsweise niedriger ist.

In den gewachsenen Unternehmen sehe ich sogar bei bereits kleineren Unternehmen ab 200–300 Leuten wirklich gut festgemauerte Silos. Können die Konstrukteure der Silos auch dafür verantwortlich sein, diese wieder einzureißen?

Dieses Bild zeichnet sich zumindest aus meiner Perspektive (Filterblase) heraus.

Kurz: Ich plädiere dafür, dass die Geschäftsführung oder andere Positionen mit größeren Gestaltungsmöglichkeiten mehr aus Generationstandems bestehen.

Wie seht ihr das?