Komm hol das Lasso raus …

wir spielen Cowboy und Indianer

So oder vielleicht eher so ähnlich hieß es bei einer unserer ersten Lehrveranstaltungen zum Thema “Video und Multimedia” mit Hubert Weitzer. :)) Naja, genauer gesagt behandelten wir die Thematik Einstellungsgrößen bei Filmaufnahmen.

Einstellungsgrößen - What?!?

Ja genau, eines der Themen die einen Film erst sehenswert machen und womit die Spannung von Handlungen richtig eingefangen werden kann. Natürlich nur dann, wenn mans auch richtig macht.

Also Einstellungsgrößen behandeln das Größenverhältnis zwischen den handelnden Personen und/oder Objekten in Relation zum gesamten Bildfeld.

Sprich eigentlich beschäftigt man sich mit Fragen wie: Was ist wichtig? Was soll in den Vordergrund rücken? Und was ist im Hintergrund? Nahaufnahme vom Gesicht? Oder Ganzkörperaufnahmen? Oder, oder, oder …

Einstellungsgrößen sind der Schlüssel für Filmemacher, Regisseure oder Kameramenschen um ihren eigenen Fingerabdruck bei jeder Produktion zu hinterlassen oder eben auch einen Wiedererkennenswert zu schaffen. Klingt im ersten Moment realitv simpel oder doch eher kompliziert?! ;))

Wie viele Einstellungen müssen eigentlich sein??

Also, grundsätzlich gibt es sechs unterschiedliche Einstellungsgrößen.

Die da lauten: Suptertotale, Totale, Halbtotale, Nahe, Großaufnahme, Detail.

Natürlich könnte ich nun jede Aufnahme bis ins kleinste Detail beschreiben und mörderlange Blogbeiträge darüber verfassen— dank der super geilen Vorlesung mit Hubert Weitzer ;)) — nachdem ich aber eher der Typ “lass uns mal schnell auf den Punkt kommen” bin, ist folgende Aussage für mich am wichtigsten und auch direkt hängen geblieben: “Man kann bereits mit drei Größeneinstellungen einen guten Film drehen.”

Tatatataa :))

UND die magischen Drei sind …

-) Totale

Totale — Quelle: Wikipedia
So … Ich hoffe der Kreis bezüglich meiner Headline schließt sich … ;))
Und weil die Pics von Wiki einfach so hammer geil sind und der Zeit so was von entsprechen ;)) wurden diese als Anschauungsmaterial auswerwählt …

Kommen wir wieder zurück zur Größeneinstellung “Totale”: Die Umgebung der handelnden Personen soll eingefangen werden, wobei der Hintergrund in diesem Shot keine allzu bedeutende Rolle spielt. Hier sollen die Personen in ihrer kompletten Pracht eingefangen werden und ein Gefühl der Situation vermitteln.

-) Halbtotale

Halbtotale — Quelle: Wikipedia

Die handelnden Personen werden von Kopf bis Fuß eingefangen. Das passt perfekt für das Einfangen von Menschengruppen. In dieser Einstellung wird der Dialog oftmals nebensächlich.

-) Nahe

Nahe — Quelle: Wikipedia

Die Person wird von Kopf bis zur Mitte des Oberkörpers eingefangen. Hier rückt der Dialog bzw. Gesprächsszenen inklusive Mimik und Gestik in den Vordergrund — die Handlung an sich ist bei dieser Aufnahme nicht die wichtigste Message.

Na, ergibt alles schon ein wenig Sinn??? ;))

Theorie trifft Praxis

Natürlich machten wir uns dann gleich daran eine eigene Story mittels der magischen Drei zu “komponieren”. Auch eine offizielle Abgabe der Übung war erforderlich — oho, oho, dann muss es ja wirklich ein wichtiges Thema für diese Filmmenschen sein. ;))

ABER bevor ich euch mit meiner top-genialen-hammer-scharfen Idee erfreue warte ich dann doch besser auf das Feedback eines Profis … ;))

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben :O

Viel Spaß beim selbst probieren und/oder beobachten was diese Filmmenschen bei Kinofilmen, Trailern, Soaps, Musikvideos etc. für Größeneinstellungen verwenden.

Wir haben noch viele weitere coole Sachen zum bei Video und Multimedia gelernt/gemacht wie zum Beispiel: Ebooks, Beleuchtungstechniken, Cinemagrams, 360 Grad Videos/Fotos, Vertigo, Stop Motion Videos und und und… Darüber zu berichten würde aber eindeutig den Rahmen bei diesem Beitrag sprengen.

Bis bald — eure Jasmin :))