Wenn die Konzentrationsfähigkeit schwindet

tl;dr: Wenn meine Konzentration schwindet, habe ich ein paar simple Strategien, um weiter möglichst produktiv zu sein.

Diese Woche und auch die letzte sind irgendwie nicht meine. So richtig will es nicht fluppen. Warum auch immer. Gerade bei solchen unspezifischen Durchhängern leidet meine Konzentrationsfähigkeit und damit meine Produktivität. Ganz normal und kein Beinbruch. Schön ist das aber nicht. Denn wenn ich mein Pensum nicht schaffe, wird es früher oder später (zusätzlich) stressig. Also, wie versuche ich, die Kurve zu kriegen?


  1. Innehalten und auf die Prios besinnen
    In Phasen des Abschweifens merke ich immer wieder, dass mir die Prios abhanden kommen. Sie rutschen ins Unterbewusstsein und piepsen dort ungehört vor sich hin. Kurz innehalten, Blatt und Stift nehmen und noch mal genau schauen, was ist wichtig und drängt und was drängt nur. Die beiden Kategorien reichen schon mal, um wieder einen Fokus zu bekommen.
  2. Mehrere Aufgaben gleichzeitig
    Ob Multitasking gut ist oder nicht, mir egal. Ich nehme in solchen Phasen bewusst mehreres “gleichzeitig” in Angriff. Die Abwechslung hilft mir, denn beim Mixen von Aufgaben und Anforderungen muss etwas mehr Konzentration her. Das passiert bei mir dann ohne viel Zutun automatisch. Und Abwechslung hat noch nie geschadet.
  3. Ohren zu und durch
    Ich gehöre schon immer zu den armen Menschen, die während dem Lernen oder der Arbeit keine Musik hören können. Generell bin ich in Bezug auf meine Konzentrationsfähigkeit eher empfindlich für Geräusche. Daher: Kopfhörer mit Noise-Cancelling an. Fertig.
    Reicht das nicht, kommt noisli.com dazu.
  4. Bewusst neustarten
    Eine gute Taktik ist für mich auch der Neustart: Alle virtuellen Fenster schließen, noch mal kurz auf Klöchen (haha), frisches Getränk und was zum Knabbern hinstellen und los geht’s. Damit fühlt sich alles so neu und nur auf die eine Aufgabe ausgerichtet an (oder die Aufgaben, das hier ist also kein Widerspruch zu 2.).
  5. Druck erhöhen
    Sich selbst künstlich Deadlines setzen ist so eine Sache. Bei mir funktioniert das nicht. Anders aber, wenn die Deadlines irgendwie im Arbeitsalltag bzw. für die aktuelle Arbeitsorganisation Sinn machen und andere davon betroffen sind. Z.B. weil man dann früher den Kollegen helfen kann und/oder Ressourcen für etwas Neues frei sind. Sprich: Deadlines im Kollegenverbund. Schnell in die Projektplanung oder in die Kommunikationstools die Deadline verkünden, schon ist der Druck größer und es fluppt. Bei mir zumindest.
  6. Freude einplanen
    Das Leben ist gut und der Alltag auch. Trotzdem brauche ich immer was in der “Ferne”, auf das ich mich freuen kann. Das kann ganz klassisch ein Urlaub sein, aber auch Unternehmungen am Wochenende, das Gegenteil (fehlende Termine am Wochenende), Besuch o. ä.
    Fehlt das “Ich freu mich auf”-Gefühl, wird ganz schnell gedanklich gerödelt und ein solches Gefühl provoziert.
  7. Aufhören
    Hilft nichts davon, muss man die Arbeit halt mal unterbrechen. Ich weiß nicht in welcher “modernen” Arbeitswelt ihr unterwegs seid. Bei mir ist es möglich, die Arbeit zu unterbrechen. Nach Hause zu fahren. Runterzukommen und später wieder zu starten oder die Zeit an einem anderen Tag nachzuholen.

Wie sieht’s bei euch aus? Was sind eure Routinen?