A short long time ago.

Halbzeit. Es ist kaum zu glauben, aber die Hälfte unseres Studiums ist bereits vorbei. Man verspürt Erleichterung, weil manche Lehrveranstaltung, die man nicht so wirklich lieb gewonnen hat, nun endlich abgeschlossen ist; aber auch Wehmut, weil ein Jahr, das ist nicht lang. Und schon ist #cos14 ein weiteres Häkchen auf dem Bildungsweg.

Zeit also, ein Resümee zu ziehen.

Was hat mir dieses Jahr für mich gebracht?
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Ich habe das Gefühl, das große Ganze entdeckt, ausgegraben, aufpoliert und gar nicht so schlecht verstanden zu haben.
- Ich habe wahnsinnig schlaue Menschen kennengelernt — sowohl unter meinen Studiumskollegen als auch unter den Votragenden. Und damit meine ich die Art von Schläue, die inspiriert und ansteckt.
- Ich weiß, dass ich mich genau in dem Bereich weiterbilde, in dem ich auch zukünftig tätig sein möchte — und meine Entscheidung für den Master somit die absolut richtige war.
- Ich habe viel dazugelernt. Accessibility und Informationsarchitektur waren etwa Bereiche, mit denen ich mich zuvor kaum befasst habe — durch die LVs habe ich einen recht guten Eindruck davon bekommen, was dahintersteckt. (Und das ist so einiges!)

Was hat mir dieses Jahr für die Arbeit gebracht?
Das ist eine ziemlich toughe Frage. Warum? Weil ich mir mit der Verbindung meines Studiums und meiner beruflichen Tätigkeit recht schwer tue. In meiner Arbeit liegt meint Fokus auf Link Building und Content. Gut, wenn es Content gibt, dann müsse die Strategie auch nicht weit wegliegen, würde manch einer meinen. Aber der Zugang einer SEO-Agentur zur “Content-Strategie” (wir verwenden den Begriff sogar) ist ein anderer, als der, den wir erlernen. Sehr viele Content-Strategie-Teilbereiche werden in meinem Job außer Acht gelassen — mit der Design-Ebene haben wir etwa in der Regel gar nichts zu tun, wenn wir eine Informationsarchitektur erstellen, dann ohne Anwendung von Card-Sorting und Ähnlichem, und auch Bereiche wie Accessibility oder Usability schenken wir eigentlich kaum Beachtung. Wo bei der Content-Strategy der User zählt, zählt für SEO Google. Punkt.
Entsprechend kann ich wenig Gelerntes auch wirklich in meiner Arbeitswelt anwenden. Leider. Aber ich merke allein schon, dass ich Kunden-Websites etc. nun mit anderen Augen prüfen, bewerte und gedanklich Verbesserungsvorschläge definiere. Das ist ja auch etwas :)

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