Digital Health

Die Zahl der Tracking-Apps im Gesundheits-, Ernährungs- und Fitnesssektor lässt erkennen, dass digitale Selbstkontrolle der Gesundheit immer mehr zum Thema wird. Im Zuge dessen gewinnt eHealth immer mehr an Popularität.

Was ist Digital Health?

Digital Health beschreibt das Zusammenlaufen von digitaler und genomischer Revolution mit Gesundheit, Gesundheitswesen, Lebenweisen und der Gesellschaft.

“eHealth bezeichnet den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien für die Organisation, die Unterstützung, die Vernetzung und die Infrastruktur der Prozesse und Akteure (inkl. der Patienten), welche im Gesundheitssystem involviert sind.” [1]

Ziel

Ziel von Digital Health ist die eigene Gesundheit und die unserer Familie besser zu verfolgen und zu verwalten, ein produktiveres Leben zu führen und die Gesellschaft zu verbessern. Des weiteren kann eHealth dabei helfen Unwirtschaftlichkeiten des Gesundheitswesens zu reduzieren und den Zugang dazu zu verbessern. Kosten können verringert werden und Qualität sowie Vollständigkeit der Informationen kann gesteigert werden. Dadurch kann eine medizinische Behandling präziser und persönlicher werden.

Elemente von eHealth

Wesentliche Elemente dieser digitalen Gesundheitsrevolution sind drahtlose Geräte, Hardware Sensoren, Software Sensortechnologien, Mikro-prozessoren, Internet, Social Networking, Gesundheitsinformations-technologie, Genomforschung und persönliche genetische Information.

Chancen

Durch zahlreiche Apps, Smartwatches und weitere Geräte, die am Körper getragen werden, ist es Nutzern möglich, große Datenmengen bezüglich ihrer Gesundheit, ihrem Lebensstil oder/und ihrer täglichen Aktivitäten zu sammeln. Zum einen können Nutzer mit diesen Daten selbst ihren Gesundheitszustand überwachen und einen gesünderen Lebensstil führen. Zum anderen können Ärzte bessere Diagnosen stellen und damit auch eine präzisere Behandlung bieten. Durch diese Daten könne frühzeitige Diagnosen gestellt werden und Krankheiten kann vorgebeugt werden.

Es ist außerdem möglich eine effizientere und nachhaltigere Gesundheitsversorgung zu erreichen. Gesundheitsfachkräfte könnten durch eHealth bis zu 30% ihrer Arbeitszeit einsparen, die sie für den Zugang und die Analyse von Informationen benötigen. [2]

Durch die verbesserte Informationsübermittlung kann eine bessere Qualität der Bereuung erfolgen. Ärzte haben einen geordneten Überblick über die gesammelten Daten und können somit einfacher und schneller Diagnosen stellen und über Behandlungsmethoden entscheiden.

Risiken

Trotz der vielen Vorteile der Gesundheitsrevolution, dürfen einige Risiken nicht außer Acht gelassen werden.

Gehe ich von mir aus, so besteht beim Selftracking durch Gesundheitsapps die Gefahr, dass auf Grund von Nachlässigkeit oder aus zeitlichen Gründen falsche oder ungenaue Daten in die App eingetragen werden (vorausgesetzt es handelt sich bei der App nicht um Daten, die durch Sensoren erhoben werden). Zudem wird es in elektronischen Datenbanken eine Datenflut geben, die die Risiken für die Vertraulichkeit der ständig verfügbaren Daten erhöht.

Ein weiteres Risiko ist, dass auch Drittanbieter, die nicht dem medizinischen Sektor angehören, die ärztliche Schweigepflicht wahren müssen. [3]

Eine Vertrauensbasis zwischen Arzt und Patient ist bei einer Diagnose serh wichtig. Durch die Digitalisierung die schnelleren Abläufe während des Behandlungsprozesses besteht die Gefahr, dass die persönliche Beziehung zwischen den Parteien leidet. Zudem kann es meiner Meinung nach schnell passieren, dass den “maschinell” erhobenen Daten zu viel vertraut wird, was wiederum ein Problem in der Qualität der Diagnose stellen könnte.