Job und Hayat (2/24)

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Dec 2 · 1 min read

“Kommst du nch vorbei?”
“OK.”
“Was ok?”
“Ja.”
“Klnigt ja begeistert.”
Er hält gedrückt für Voicemail. “Süße, kennst mich doch. Was soll ich groß sagen. Klar komm ich gern zu Dir!”
Hayat antwortet wieder mit Schreiben. “Versteh kein Wort. Wo bist du, im Club? Geh vor die Tür, wenn Du mit mit reden willst!”
“Nein.”
“Was nein?”
“Ich trinke mein Bier aus. Dann komm ich zu dir. Rate mal, was ich dann mit dir mache!”
Er ist sicher, Hayat schaut jetzt auf ihr Display, lächelt. Sie schreibt: “Träum weiter!”
Er hat nun Lust auf sie. Das geht immer so schnell. Aber sein Bier trinkt er zu Ende, aus Prinzip. Ihm graut vor dem Weg durch die nasse Kälte bis zu Hayat. Was kann die U-Bahn anderes als nerven? Und dann noch der Fußmarsch bis zu ihr, eintönig über das Berliner Rautenpflaster. Man sagt immer so dahin, man wäre in zehn Minuten irgendwo, aber keine Strecke in Berlin dauert zehn Minuten.
Er spürt sie selbst, die Stille auf dem Whatsapp. “Online” steht da. Hayat schaut auf das Display, hundert pro. Fragt sich, woran sie ist. Jetzt schreibt sie.
“Bin bei Leyla.”
Warum ist sie auch immer so ehrlich zu ihm. Jetzt hat Job gar keine Lust mehr. Leyla ist Hayats Schwester. Hayat spielt mal wieder Babysitter bei ihr.
“Kann es nicht tun in Leyla Wohnung.”
“Wenn sie zurck ist, gehen wir zu mir.”
Jobs Bier ist alle.
“Na gut, bis gleich. Zehn Minuten.”
Schön wär's.

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    @jochenmoeller