|Der Regen, die Zeit und das Sein|

Tag 30. Monat 05. Jahr 2016.

Vor ca. 25 Minuten ging ich aus der Haustür, nach zwei bis drei Hundert Schritten fing es zu regnen an. Aber nicht der gewöhnliche, sanfte Regen. Sondern der harte Brocken Regen. Es wurde richtig laut und durch das Blitzen merkte man erst wie dunkel es war.

Ich musste mich also mit meinem Regenschirm unter der nächstbesten Möglichkeit unterstellen. 
Ich begriff, woher das Sprichwort "es regnet wie aus Eimern" kam.

Da stand ich also, und konnte nichts anderes tun, als dem krachendem Knallen zuzuhören. Ich dachte darüber nach, dass es vielleicht Menschen gibt, die in ihrer Existenz weniger oder auch mehr von der Zeit haben. Nicht in dem Sinne des erfahrenem und erlebtem. Eher der Gedanke, dass die Zeit für uns ein ungreifbares Ding ist und wir eigentlich kein blassen Schimmer darüber haben, wie jeder diese erlebt und fühlt. Die Zeit geht und geht, wohin und woher sie kam bleibt unbegreiflich, einfach unvorstellbar. Der Blick bei Nacht in die Ferne. Das Nichts. Der Nebel. Sehschwäche. Blind sein.

Wohin gehen wir ? Woher kommen wir ?

Wir haben zwar für uns eine Konstruktion der Zeit erstellt und alle Menschen leben mehr oder weniger danach. 
Was aber, wenn dieses unbegreifliche Ding etwas umkreist, von dem wir nicht wissen das es da ist.
Und vielleicht erleben manche die Zeit anders, aber wir werden es nie erfahren oder verstehen oder begreifen, das hinein fühlen in eine andere Person ist mit keinem Gerät realisierbar. So vieles bleibt uns verborgen. Und trotzdem flanieren wir Tag aus Tag ein, durch die Gegend, während wir einfach nur da sind.

Und jetzt ?

Fragst du dich vielleicht…
Das weiß ich nicht.

Unwissenheit, ist die Komponente, die alles spannend macht. Das wir nicht wissen, führt dazu, dass alles aufregend bleibt und wir wie Kinder die Gegebenheiten erforschen können. Und dieses Spiel, ist ein unendliches, gegenwärtiges Element der Existenz.