The Ulimate User Interface

Die Zukunft digitaler Arbeitsprozesse

Wir entfernen uns immer weiter vom ursprünglichen Herstellen von Dingen, wir sind Wissensarbeiter die mit dem Kopf statt durch den eigenen Körper Arbeit leisten. Ganze 50 Prozent der Jobs in Deutschland finden 2017 bereits fast ausschließlich am Computer statt und mit der digitalen Transformation nimmt diese Zahl weiter zu. Immer mehr Arbeitsprozesse werden von Maschinen erledigt, aber auch diese Maschinen werden von Menschen gesteuert. Digitale Informationen sind unser täglicher Umgang, beruflich wie privat. Weshalb der Bedarf nach digitalen Benutzeroberflächen die für seine Nutzer gemacht sind weiter steigen wird. Stundenlanges Sitzen, einseitige und zu wenig Bewegung schaden dem Menschen. Auch dieser Kontext der Nutzung von Geräten sollte von einem guten Designer beachtet werden. Die meiste Zeit des Tages investieren wir in unseren Job, dieser sollte eine Quelle der Gesundheit und der Erfüllung sein und in Zukunft für jeden werden.

1. Ergonomie. Eine virtuelle Umgebung ermöglicht eine Interaktion mit der Welt um einen herum. Komplexe und vielfältige Bewegungen des Körpers können genutzt werden. Statt stundenlangem Sitzen und einseitigen Bewegen der Finger auf der Computermaus können wir Arme ausstrecken und den Oberkörper drehen. Gleichzeitig kann eine virtuelle Umgebung den Nutzer positiv beeinflussen, motivieren und die Kreativität anregen.

2. Intuition. Bereits 1956 dachte Sutherland über eine Simulation der Umgebung als perfekte Benutzeroberfläche nach. Die Bedienung eines Computer muss erlernt werden. Ein Mauszeiger, der Papierkorb, Ausschneiden und Einfügen das alles sind Metaphern die Assoziationen nutzen. So kann die VR direkte Metaphern der Erfahrungen aus der realen Welt nutzen, um leicht verständliche Interaktionsflächen zu gestalten und Einarbeitungszeiten zu verkürzen.

3. Immersion. Ein Eintauchen kann beim Lesen eines spannenden Buches, bei einem guten Film und ähnlichem erreicht werden. Extrem einfach wird dieser Zustand durch eine Umgebung erreicht, die gleich alle Sinne reizt. Die VR bietet Bild, Ton und zusätzlich die eigene Präsenz in einem Raum. Was wir in der VR erleben ist so packend, dass wir ihr unsere volle Aufmerksamkeit widmen und somit unteranderem besser lernen.

4. Evaluation. In der Industrie wird VR bereits vielfältig eingesetzt, da es an den richtigen Stellen hohe Kosten einsparen kann. Durch VR Simulationen kann die Produktion von physischen Modellen ersetzt werden und Entwürfe sogar begehbar gemacht werden. So kann eine Simulation realistischer ausfallen und somit bessere Ergebnisse erzielen. Auch realitätsnahe Schulungen können durch die VR virtuell durchgeführt werden. Kosten können reduziert werden und Schulungen so für mehr Menschen zugänglich gemacht werden.

5.Telepräsenz. Die Vernetzung von Arbeitsprozessen nimmt immer weiter zu und das Interesse an Lösungen für eine Kommunikation auf Distanz steigt. Die VR bietet die Möglichkeit sich virtuell zu treffen und gemeinsam in einem Programm direkt am Projekt zu arbeiten. Die Kommunikation kann sich an eine face to face Kommunikation annähern. Zudem kann auf diese Weise die Kollaboration wie sie aktuell bereits in Communitys auf Webseiten stattfindet in einem weiteren Level genutzt werden. Die Möglichkeit des Ausstauschens mit Menschen von ähnlichen Interessen rund um den Globus kann weiter vereinfacht werden.

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich mich der Zukunft der Arbeit und spezifisch damit beschäftigt, wie die kreative Kollaboration eines Teams durch Virtual Reality unterstützt werden kann. Das Projekt fand in einer interdiziplinären Gruppe, sowie remote statt und konnte so auf echten Erfahrungen basierend konzipiert werden.

Ich nutze VR aktuell vor allem gerne um 3D Objekte zu modellieren. Auf diese Weise bekommt starre Computerarbeit wieder eine Art Handwerk. So stehen die Modelle quasi direkt vor mir im Raum, was den Prozess intuitiver macht und somit deutlich einfacher, aber vor allem einfach mehr Spaß.

Experience Designer, Konstanz in South Germany

Experience Designer, Konstanz in South Germany